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Die große f3a.net Umfrage 2008

Wer besucht das Fantasy Filmfest wo, wie oft, seit wann und warum? Was macht das Festival für ihn zu einem gelungenen, was stört ihn, wo sieht er Bedarf an oder Potential zur Verbesserung?

Um ein aktuelles Stimmungsbild zu gewinnen und herauszufinden, welche Optimierungs-Möglichkeiten für das Festival aus Sicht seiner Besucher bestehen, hat das Fantasy Filmfest Archiv f3a.net sich zum Durchführen einer Umfrage entschlossen. Die Teilnahme an ihr war zwischen 15.9. und 03.10.2008 ausschließlich online möglich.



Die Teilnehmer

Breit gefächert, mit f3a.net vertraut

Zu unserer Umfrage wurden weit über 1000 Personen direkt per E-Mail eingeladen (registrierte f3a.net Nutzer + f3a.net Mailingliste). Außerdem haben wir in den Foren von cinefacts, OFDb, moviemaze und natürlich f3a.net für sie geworben sowie über den E-Mail-Verteiler des DEADLINE-Magazins.

Wenn also auch viele der Teilnehmer nicht direkt über f3a zur Umfrage gekommen sind, ist unsere Website doch allen wohlbekannt: Nur 16 Teilnehmer (4%) haben vorher noch nie etwas von f3a.net gehört. Auch interessant: Weniger als 50% benutzen f3a.net nur zur FFF-Saison, und das, obwohl wir in der Zeit zwischen den Festivals nicht viel bieten. Wenig überraschend: gerade mal 16% wissen nicht, dass f3a.net nichts mit Rosebud Entertainment zu tun hat. Entsprechend zeigen sich beim Besuch der Adresse fantasyfilmfest.de auch nur 15% “verwirrt”.

Hohes Interesse, weitgehend repräsentative Ergebnisse

775 Mal wurde die Startseite der Umfrage aufgerufen. Die Umfrage wurde dann von 469 Personen begonnen und 402 haben bis zur letzten Seite durchgehalten, das ist eine Quote von gut 85%.

Angesichts dieser Grundgesamtheit ist die Erhebung unserer Meinung nach in der Lage, ein repräsentatives Meinungsbild wiederzugeben und Trends objektiv abzubilden. Wenn wir auch natürlich bedenken müssen, dass sie nur online durchgeführt wurde und wir einige Teile der FFF-Besucherschaft vielleicht gar nicht erst erreichen konnten. Dennoch: der Einfachheit halber übertragen wir die Werte der Umfrageteilnehmer hier 1:1 auf die Gesamtheit der Festivalbesucher. Wir sind ja schließlich keine Wissenschaftler, sondern Fans. ;)



Die Besucher des Festivals

Mitte 30, mittelmäßig oft beim FFF

Der durchschnittliche Besucher des Fantasy Filmfests ist männlich, 34 Jahre alt, besucht das Festival seit 2-9 Jahren und sieht dort jährlich 6-14 Filme oder hat sogar eine Dauerkarte. In der Regel ist er nur in einer Stadt auf dem Festival anzutreffen, meist in Frankfurt oder Berlin.


Die geänderte Städte-Reihenfolge ist kein Problem!

Ein besonders interessantes Ergebnis ist das Verhältnis zwischen den Fragen: “Wo hast du das Festival besucht?” und “Wie findest du die geänderte Reihenfolge der Festivalstädte?” Den meisten ist diese egal. Nur 39% der Münchener Besucher sind nicht mit ihr zufrieden, sogar nur weniger als 19% finden sie ärgerlich. In Hamburg, Berlin und Stuttgart finden sie sogar deutlich mehr als 40% super oder ganz okay.


FFF-Wunsch im Ruhrgebiet und in Niedersachsen besonders ausgeprägt

Gefragt, wo man sich das FFF zusätzlich wünschen würde, ist die Mehrheit der Besucher mit dem Status Quo vollauf zufrieden. Mehrfach genannt wurde nur die dringende Bitte, das Festival auch weiterhin im Ruhrgebiet stattfinden zu lassen — sowie der Wunsch nach einem zusätzlichen Festival-Halt in oder um Hannover.

Freitextantworten: Ich wünsche mir das Festival zusätzlich in/in der Nähe von...

Mit dem Festival zufrieden, mit den Preisen nicht ganz.

Nach der allgemeinen Zufriedenheit mit dem diesjährigen Festival gefragt, gaben 61,6% an, zufrieden zu sein, immerhin 17% fanden es durchschnittlich. Nur 4 Teilnehmer sind total unzufrieden gewesen, das ist weniger als 1%.

Die Eintrittspreise der Einzelkarten und der Dauerkarte empfinden 41% bzw. 37% als “gerade noch im Rahmen”. Doch während bei Einzelkarten für 35% die Schmerzgrenze schon erreicht ist, finden knapp 28% den Preis für die Dauerkarte “absolut OK”.

T-Shirts: nicht immer das Größte — und nicht immer in der richtigen Größe!

Bei den T-Shirts haben dieses Jahr viele lange Gesichter gemacht. Eine große Mehrheit >70% meint, sie waren schon mal besser, 10% befördern das T-Shirt sogar gleich in die Tonne. Übrigens: Viele würden gerne bei der Dauerkartenbestellung die Konfektionsgröße angeben können, denn nur für 35% war ihre leicht zu bekommen.

Interessant auch die Antwort auf die Frage: Sollten die T-Shirts auch verkauft werden? 60% der Umfrageteilnehmer haben sie bejaht, allerdings sind 70% der Dauerkarteninhaber dagegen!

Auch eine Mehrheit wünscht sich mehr Sponsoren-Geschenke. Die meisten möchten Festivalposter oder Schlüsselbänder. Bei den Freitextantworten überwiegt der Wunsch nach Trailer/Promo/Bumper-DVDs, Filmplakaten und Buttons. Aber auch ausgefallene Ideen finden sich dort: Militärmarken, FFF-Bier, Klingeltöne, Tupperware.

Freitextantworten: Ich hätte gern...



Das Programmheft

Rechtzeitig erschienen, stellenweise nur mäßig platziert

Wenig überraschend ist wohl die geringe Zahl derjenigen, die sich eine noch frühere Verfügbarkeit des Programmheftes wünschen: denn immerhin 84% sagen, es ist rechtzeitig vor dem Festival erschienen. Überraschend dann schon eher die Menge derjenigen, die das Heft im Kino suchen mussten, weil es dort “versteckt” wurde (9% in Köln und 14% in Dortmund). Auch wenn das insgesamt eher wenige sind, lässt sich da eventuell noch etwas verbessern. Während des Festivals gab es laut Aussage von 99% der Besucher mehr als genug bis zumindest ausreichend viele Hefte im Kino.


Aufbau in Ordnung — Filmbeschreibungen nicht!

Den Aufbau des Programmheftes empfanden 99% als übersichtlich (76,7) bis OK (22,5). Die Filmbeschreibungen hingegen halten 50% unserer Teilnehmer für völlig übertrieben — ein deutliches Statement! Nur 35% halten sie für genau richtig. Die Filmbilder konnten dagegen 43% begeistern, während 48% sie als “wie in jedem anderen Magazin auch” bewerten. Die Werbung im Programmheft war im richtigen Verhältnis, sagen 92%. Ob nun ganzseitige Filmwerbung oder nicht, ist 79% egal.



Das Kino

Zufrieden mit der Technik — nicht mit der Atmosphäre

Bei den Kinos sind 2/3 (61%) sehr zufrieden, knapp 30% finden “es geht so”. Wichtig ist den meisten (90%) eine Festivalatmosphäre — die aber nicht ausreichend gegeben war: Die Dekoration war für 3/4 (75%) “OK, aber zu wenig oder schlecht platziert” bzw. “nicht vorhanden oder nicht als solche zu erkennen”. Und Kommentarwände haben 65% der Besucher überhaupt nicht entdecken können. Hier gäbe es also auf jeden Fall Raum für Verbesserungen — in den Augen einer deutlichen Mehrheit der Teilnehmer.

In “technischer” Hinsicht aber alles im Lot: Fast alle Teilnehmer beurteilen das Kinopersonal als höflich oder “wie immer”, auch die Ausstattung der Kinosäle schneidet gut ab: 67% empfinden die Sitze als bequem, 68% hatten immer gute Sicht, die Leinwand war für 82% genau richtig. Die Technik des Kinos ist absolut OK, sagen 67%, 23% wählten sogar: “Genial, so sollte es sein”. Für 2/3 begannen die Vorstellungen meist pünktlich.

Ärger in München

Eine Ausnahme in dieser generellen Kino-Zufriedenheit stellt jedoch die Situation in München dar. Hier beschweren sich eine Vielzahl von Teilnehmern darüber, zwischen zwei Filmen die Kinos wechseln zu müssen — und deshalb oft in arger Zeitnot zu sein. Zudem wurde mehrfach kritisiert, dass im Cinema die Sitze zu eng sind und die Sicht suboptimal ist.

Kleinere Probleme scheint aber fast jede Stadt zu haben: In Berlin war die Klimaanlage zu kalt und es mangelte an der Hygiene auf den Toiletten. In Stuttgart ist die Lüftung zu schwach. Gleichzeitig stattfindende Premieren stören das Festival in Hamburg durch Absperrungen. Ungünstig positionierte Kommentarwände in Frankfurt. Probleme mit Cinemascope in Dortmund.

Allgemein gehen die Aussagen in die Richtung: Multiplexe sind für ein Publikumsfestival wie das Fantasy Filmfest keine geeigneten Häuser. Im Widerspruch dazu steht München, wo die Festivalatmosphäre stimmt, noch in kleinen Kinos gespielt wird und die schlechte Sicht, die Technik oder zu kleinen Leinwände bemängelt werden. Das kann man aber offenbar nur in einem Multiplex haben.

Freitextantworten: Das Kino in meiner Festivalstadt hat eine besondere Eigenheit, die man ändern sollte, und zwar...



Das Festival

Mehr Spaß durch mehr Festivalflair und mehr Trailer

Die Hälfte der Besucher möchte mehr Ansprachen vor den Filmen, wobei 33% mehr Infos zu den Filmen vermisst haben! Auch waren 60% von den Verlosungen begeistert. Aber, obwohl viele (22%) nichts von ihnen mitbekommen haben, haben sie immerhin 18% genervt.

Bei den Trailern wird mehr Abwechslung gewünscht (57%), und 28% möchten sogar “jeden Tag die Trailer der Filme des nächsten Festivaltages” sehen. Die Festivaltrailer wurden überwiegend positiv aufgenommen, 38% fanden sie “normal”. Bei den Figuren aus den Festivaltrailern gibt es eine leichte Positivverschiebung.

Bei den Sponsorentrailern wendet sich das Blatt, 65% fanden sie auf Dauer nervig, nur 12% auf Dauer kultig. Darum ist bei der Frage nach Wünschen für die Sponsorentrailer ein ähnliches Bild zu beobachten: Für 20% ist es genau richtig so, 58% möchten mehr Abwechslung und 20% kürzere Trailer.

Timetable mit Optimierungspotential

Der Timetable war für 60% OK, aber für immerhin 21% sollte er “besser aufeinander abgestimmt werden — Filme mit gleicher Länge gegeneinander”. 12% sagen gar: “Er hat es manchmal unmöglich gemacht, die Filme zweier Slots hintereinander pünktlich zu besuchen”. Die Pausen zwischen den Filmen sind für 58% OK, während 36% sich beschweren: “Mal zu lang, mal zu kurz”.



Die Filme

Gute Auswahl, gute Mischung

In der Filmauswahl spiegelt sich die allgemeine Zufriedenheit (s.o.) wieder. 75% fanden sie OK oder sogar überdurchschnittlich. In der Vielfalt sind zwei Gruppen mit je über 10% vertreten: Diejenigen, die zu wenig oder zu viele Genrefilmen sehen. Ganze 77% sind mit der “Guten Mischung an Genrefilmen und Blicken über den Tellerrand” zufrieden.

Dementsprechend gehen die Meinungen auch weit auseinander, wenn wir fragen, aus welchem Genre man in Zukunft gerne mehr Vertreter beim Festival sehen würde — ohne, dass ein einzelnes Genre außergewöhnlich oft genannt würde. Die meisten Stimmen konnten hier noch Horror und Grusel auf sich vereinen, aber auch an mehr Science Fiction- und Independent-Filmen auf dem FFF besteht noch am ehesten ein gesteigertes Interesse.

Freitextantworten: Für die Zukunft wünsche ich mir mehr... (Liste: Sonstiges, und zwar...)

Festival-Kino ist das Größte, aber: exklusiver ist besser

Gefragt nach Filmen, die in Deutschland regulär im Kino laufen oder zeitnah auf DVD erscheinen werden, sagt die Mehrheit (68% / 70%): Ja, ich möchte den Film trotzdem im Original auf der großen Leinwand sehen. Ein klares Bekenntnis zum Festival und zum Kino als höherwertiges Erlebnis!

Allerdings: eine beachtliche Zahl an Besuchern möchte solche Filme nicht auf dem Festival laufen haben (11% / 9%) oder hält für sie nur das Zahlen eines geringeren Eintrittspreis für gerechtfertigt (15% / 18%).



f3a.net

Zufriedenheit mit Aussehen und Inhalt

Mit dem Layout und der Seitenstruktur sind nur 19% unzufrieden, mit dem geplanten Update der Site irgendwann demnächst wird sich diese Zahl hoffentlich noch weiter verringern lassen. Zufrieden hingegen sind 86% mit dem Informationsgehalt, 6% finden ihn sogar sensationell. Und lediglich 8% finden ihn nur OK bzw. dürftig.

Die Site wird hauptsächlich genutzt, um Filmkritiken und Meinungen zu lesen und “Filme so besser einschätzen zu können” (75%) oder “Frühzeitig Infos über das Festival zu bekommen” (22%). Die Frage “Ich weiß, dass die Kritiken auf f3a.net von Fans für Fans sind” wurde von einer überwältigenden Mehrheit bejaht (95%).

Filmkritiken: interessant und hilfreich, aber nicht (allein) entscheidend

Nur 26% sagen, die Kritiken seien wichtig für ihre Programmplanung (38% davon lesen alle Kritiken und 35% nur die zu Filmen, bei denen sie unsicher sind), für 52% sind sie “Zwar nicht entscheidend für meine Programmplanung, können sie aber beeinflussen” (20% davon lesen alle und 53% nur zu Filmen, bei denen sie unsicher sind). 14% benutzen sie nur als “Nettes Lesefutter während des Festivals”. Wem die Kritiken völlig egal für die Planung sind, der liest sie auch selten oder nie (53%). Eine erfreuliche Zahl von 91% findet die Kritiken genau richtig. Nur 5% sagen, sie sind zu lang und 4% sind der Meinung, sie sind zu kurz.

Spoilerwarnungen und Kommentare zu Reviews: kein klares Bild

Auch eine interessante Erkenntnis: 48% lesen Kritiken mit einer Spoiler-Warnung nicht, 30% stören sie nicht! 61% der Umfrageteilnehmer finden, die Spoiler-Warnungen sind genau richtig gesetzt — 39% sehen hier also Optimierungspotential. Das Thema wurde und wird immer wieder heiß diskutiert. Es ist schwierig für die Moderatoren, immer korrekt zu liegen; insbesondere, wenn das Festival in ihrer Stadt noch nicht lief und sie die Filme selbst noch nicht gesehen haben. Wir sind darum für alle Hinweise dankbar und prüfen diese immer gründlich!

Ein Thema, was unsere Benutzer schon länger beschäftigt: “Sollen Benutzer Kritiken bei f3a.net bewerten dürfen?”. Im f3a-Forum und auch in der Umfrage scheiden sich hier die Geister:


Ähnlich sieht es bei der Frage “Sollen Benutzer Kritiken bei f3a.net kommentieren dürfen?” aus:

Hier sind die Diskussionen also noch lange nicht abgeschlossen — es bleibt spannend und wir werden sehen, womit eine Mehrheit am Ende am glücklichsten wird.

f3a.net insgesamt: mehr Lob als Tadel

Abschließend bedanken sich 75%: “f3a, danke, dass es dich gibt” und nur 1% wünscht sich, wir würden im Nirvana verschwinden. Die restlichen 24% möchten mehr Aktivität zwischen den Festivals sehen.

Freitextantworten: Verbesserungsvorschläge für f3a / Ich würde mir von f3a wünschen, dass...

Für 92% war die Umfrage OK und, für todi persönlich überraschend, nur 7% fanden sie zu lang. Ein Lob an unsere Fragenersteller: 99,75% fanden die Fragen verständlich und 97,95% fanden den Aufbau der Umfrage sinnvoll. Davon unabhängig halten stolze 95,43% eine Umfrage unter den Festival-Besuchern für richtig und wichtig, 92% sagen: “Solch eine Umfrage sollte jedes Jahr durchgeführt werden”! Warum? Weil man hofft, so dazu beitragen zu können, das FFF zu einem noch besseren Erlebnis zu machen!


Also, 2009 werden wir die Umfrage mit einem überarbeiteten Fragenkatalog wiederholen. Wir werden versuchen, alle Anregungen und Kritiken an dieser Umfrage einfließen zu lassen, damit das Meinungsbild noch besser reflektiert wird. Und wir sind gespannt, ob die gesammelten Besucher-Meinungen in die weitere Gestaltung des FFF einfließen werden!

Freitextantworten: Hätte mir zusätzlich folgende Fragen gewünscht...

Hamburg und Köln, 08.12.2008

 
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