von Fans für Fans

APP

Apps mit Gimmick

von Lovecraft
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Ein Leben ohne Handy? Unvorstellbar heutzutage? Anna, solide verkörpert von Emma Watson aus Holland, findet nach durchfeierter Nacht eine neue App namens "Iris" auf ihrem Smartphone, die Leben und Sterben ihrer Umgebung zunehmend beeinflusst.

"App" ist ein unterhaltsamer, solider Thriller mit ganz leichtem Mystery-Einschub, der zu unterhalten weiß. Die Thematik wirkt angesichts der derzeitigen Diskussionen um globale Überwachung und Vernetzung durchaus aktuell, auch wenn die eigentliche Auflösung doch etwas banal und unbefriedigend ist.

Smartphone-Besitzer sollten die Option mit der kostenlosen App zum Kinobesuch unbedingt nutzen! Uns hat das viel Spaß gemacht (und in meiner Wertung einen glatten Zusatzpunkt gebracht), nervt das Programm doch nicht permanent, sondern versorgt den User nur gelegentlich (und auf die Sekunde genau, tolle Technik) mit ergänzenden Infos, Kameraeinstellungen, Zeitungsausschnitten und Messenger Kommunikationen zwischen den Charakteren. Probiert's mal aus!
Lovecraft
sah diesen Film im Cinestar 3, Berlin

23.08.2013, 09:25


Geht auch ohne App aufm phone

von landscape
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Hanna Hoekstra spielt um so vieles besser als die bösen Gegenspieler, dass es schmerzlich wird gegen Ende, wenn die Bösen erläutern müssen, warum sie was gemacht haben (= Genre-Kino-Regel) und dabei voll Panne aussehen.
Da kann man nach 3/4 auch einfach aus dem Kino rausgehen und hat fast mehr davon als der Rest, der bleibt.
Eine gute Idee, eine ziemlich böse Geschichte, am Ende furzt der Ballon die Luft raus, weil man den Knoten vergessen hat.
Schade.
Aber es gibt bestimmt weitere Filme mit der Hoekstra, und die sind dann nicht ganz so fresh blood.
landscape
sah diesen Film im Cinemaxx 8, Hamburg

25.08.2013, 01:15


Review

von Umelbumel
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Wenn Harald Juhnke das doch bloß noch erlebt hätte. Da sitzt man im Kino, guckt einen nett gemachten Thriller, und hin und wieder blitzt auf dem Mobiltelefon etwas auf, das einem das Kinovergnügen noch etwas interessanter gestaltet. Ich hatte sowohl mit dem Film als auch mit der Vorstellung meinen Spaß, und das, obwohl ich kein Handybesitzer bin. Sehenswert.
Umelbumel
sah diesen Film im Cinemaxx 8, Hamburg

25.08.2013, 02:05


Erstes Festivalhighlight

von apfelweiss
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Für mich das erste Festivalhighlight, erinnert mich entfernt an den Film Chatroom. Gute Schauspieler und Sets, wenn man sich auf die App-Geschichte einlässt und nicht zu sehr über technische Machbarkeiten nachdenkt, absolut fesselnd und unterhaltend. Genial ist die innovative Idee, eine App zum Film (App The Movie) herunterzuladen, die während des Films durch im Ton verborgene Signale aktiviert wird und Zusatzinfos bereitstellt. Der Regisseur war in Köln anwesend, ein wirklich sympathischer Typ.
apfelweiss
sah diesen Film im Cinedom 10, Köln

07.09.2013, 09:43


Handys an im Kino

von MacGuffin
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App ist ein solider Mystery-Thriller, der mich inhaltlich ein wenig an Final Destination erinnerte. Die Auflösung ist natürlich haarsträubend, aber trotzdem macht die Geschichte Spass. Das gilt besonders auch für das Anschauen mit der begleitenden App zum Film, die ein paar nette Zugaben bietet. Ob das nun die "Zukunft des Kinos" oder einfach nur eine Spielerei ist, wusste Regisseur Bobby Boermans (der im Übrigen sehr sympathisch rüberkam) im anschließenden Q+A auch nicht zu sagen. Jedenfalls hat er die Rechte an seinem Film schon nach Hollywood verkauft. So, nun muss ich aber noch schnell die App "Iris" von meinem Handy löschen, bevor mir auch noch irgendwas zustößt...
MacGuffin

07.09.2013, 10:59


Nette Spielerei

von todaystomorrow
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Ganz klar, APP richtet sich an ein eher jüngeres Publikum - das verdeutlicht die routiniert allen Horrorfilmregeln und -klischees entsprechende Handlung ebenso wie die Grundidee des Films sowie natürlich auch seine Natur als „Second-Screen-Feature", die sich beide an den Mediennutzungsgewohnheiten der aktuellen Teenagergeneration orientieren.

Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, ganz gleich, welcher Altersklasse man angehört: Wer über genügend technische Neugier verfügt, um die erste filmerweiternde Echtzeit-App der Geschichte auszuprobieren und genügend Toleranz gegenüber dem achthundertsten Aufguss einer alten Story im neuen Gewand aufbringen kann, wird hier mehr als passabel unterhalten.

Soll heißen: Man darf weder von der App noch von APP Wunderdinge erwarten. Erstere ist wenig mehr als eine Spielerei, die uns ein paar ergänzende Kameraperspektiven, Zeitungsmeldungen, Messenger-Chats der Filmfiguren zeigt. Das ist zwar irgendwo lustig, mit einer Ausnahme aber inhaltlich alles andere als essenziell. Diese Ausnahme nun spoilert einen Großteil der Hintergründe des Story-Mysteriums eine knappe halbe Stunde, bevor der Film soweit ist - eine zumindest fragwürdige Entscheidung, die der sehr sympathische Regisseur beim Q&A in Frankfurt seinen Produzenten in die Schuhe schob (und sich nicht unbedingt begeistert von ihr zeigte).

Wichtiger ist aber dann doch noch der Film selbst, und der ist grundsolide - mehr allerdings auch nicht. Eine wildgewordene, unlöschbare App auf dem Smartphone der Hauptfigur Anna macht ihr und ihren Freunden das Leben zunächst ein bisschen, dann ein bisschen krass ungemütlicher. Bald schon verursacht sie sogar Todesfälle; und egal, was Anna versucht, die App scheint sich nicht stoppen zu lassen... Woher kommt sie, wer oder was steckt dahinter, wie kann man ihren fiesen Plänen entkommen? Das wird dann leider ziemlich plump aufgelöst, schlimmer als bei I KNOW WHAT YOU DID LAST SUMMER & Co. fühlt es sich aber auch nicht unbedingt an.

Man darf auf das Hollywood-Remake gespannt sein, das bereits in trockenen Tüchern ist. Zwar dürfte die Story dort auch nicht großartig origineller ausfallen - aber zumindest die Effekte und die Fähigkeiten der filmbegleitenden App könnten ein lohnendes Update erfahren.

Der Jetzt-Zustand, kurz gesagt: Ein durchschnittlicher Teenie-Horrorfilm, der durch seinen Neuheitsfaktor extra punktet. Ist kurzweilig und unterhält auf der Leinwand wie auf dem Smartphone, etwas Revolutionäres sollte man nun aber nicht gerade erwarten. 6 Punkte.
todaystomorrow
sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt

08.09.2013, 04:56


Experiment gelungen

von Zwerg-im-Bikini
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Der erste Second-Screen-Horrorfilm, bei dem man parallel eine Smartphone-App laufen lässt.... klingt nach einem interessanten Experiment, das wollte ich miterleben!

Thematisch passt's perfekt, denn es geht um eine mysteriöse App, die nichts Gutes im Schilde führt und schwer wieder los zu werden ist. Viel mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen, denn die Handlung ist zugegebenermaßen ziemlich 08/15 geraten. Allerdings hebt sich der Film durch einige Dinge wohltuend vom Einheitsbrei ab: Die Hauptdarstellerin hat mir sehr gut gefallen, sie spielt überzeugend und darf auch mal wütend werden, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Was in vielen Filmen misslingt, ist der Umgang mit Technikthemen, aber hier wird erstaunlich realistisch gezeigt, wie Smartphones bereits unseren Alltag bestimmen. Ohne betont cool dabei wirken zu wollen benutzt sie einfach jeder, so wie es halt tatsächlich ist. Das mag wie eine Nebensächlichkeit klingen, hat dem Film aber in meinen Augen Sympathiepunkte beschert.

Und dann ist da natürlich noch die "Second Screen"-App, die man parallel auf dem eigenen Smartphone laufen lassen kann. Ja, man wird ausnahmsweise mal nicht dazu aufgefordert, die Handys im Kino AUSzuschalten, sondern man soll sie ANschalten. Die App orientiert sich an Signalen in der Tonspur des Films und blendet immer wieder kurze Szenen ein. Botschaften, Zeitungsartikel, alternative Kameraperspektiven, Chatlogs der Charaktere, den Inhalt des Smartphones im Film... Allerdings sind es keine interaktiven Inhalte, sondern wirklich nur was fürs Auge. Damit man nichts verpasst, wird man durch ein kurzes Vibrieren darauf hingewiesen, wenn es etwas zu sehen gibt. Der Filmschnitt ist ebenfalls darauf abgestimmt, damit die App-Nutzer nicht den Anschluss verlieren.

Sicher hätte man da noch mehr draus machen können, allerdings ist die App so schon ziemlich groß geraten und der (übrigens sehr sympathische) Regisseur erzählte bei einer nach der Vorführung stattfindenden Q&A-Runde, dass sie nur sehr wenig Zeit und Geld für die Entwicklung zur Verfügung hatten. Es wird ein U.S.-Remake mit größerem Budget geben, das vielleicht mit einer interaktiveren App aufwarten kann. Bis dahin ist APP aber schon mal ein vielversprechender erster Schritt. Es hagelte von einigen Seiten im Vorfeld Kritik, weil die Angst da war, dass bald alle Kinosäle voll von Menschen mit eingeschalteten Smartphones sind. Aber das halte ich für extrem unwahrscheinlich und auch der Regisseur gab zu bedenken, dass so etwas natürlich nicht bei jedem Film Sinn macht. Es ist sowieso nur ein Extra für Leute, die im Kino ein ungewöhnliches Event erleben wollen. Wer keine Smartphones mag, kann den Film ohne die App genauso genießen, da sie nicht notwendig ist, um die Handlung zu verstehen (sie greift nur an einer Stelle etwas vor). Anders als 3D wird einem die Second-Screen-Technik NICHT aufgezwungen.

Für mich war es wie gesagt eine spannende Sache, allerdings hat man auch bemerkt, was die Nachteile dieser Technik sind. Es würde mir schwer fallen, komplett in einen anspruchsvolleren Film einzutauchen, wenn ich währenddessen immer wieder auf mein Smartphone gucken müsste. Es reisst einen halt doch etwas aus der Illusion heraus. Gegruselt hat man sich bei APP übrigens nicht wirklich, was aber vor allem an der Machart des Films lag, der viel Wert auf Action legt. Ich würde gerne einmal sehen, wie eine Second-Screen-App dazu genutzt wird, einen richtig gruseligen Horrorfilm auf der Horrorebene zu bereichern. Da gibt es sicher viele Möglichkeiten, wenn es gut gemacht ist. Vielleicht per Augmented Reality, so dass man "durch" den Bildschirm auf die Leinwand sieht und so zusätzliche Dinge wahrnimmt? Auf jeden Fall hat Second Screen Potential, man sollte aber dabei bleiben, Filme speziell dafür zu drehen, und es nun nicht jedem nachträglich aufs Auge drücken. Als kleiner Spaß für zwischendurch spricht nichts dagegen, und mehr will es ja nicht sein.

Und an dieser Stelle mal ein dickes Lob an das FFF, dass sie offen für solche Experimente sind! Es gibt halt doch mehr als nur 3D.
Zwerg-im-Bikini
sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt - Original-Review

08.09.2013, 11:44


Entertainment 3.0 light

von lexx
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Die Idee klingt genial einfach und einfach genial, ein zweiter Bildschirm der dem Zuschauer Informationen zum Film anzeigt, ihm einen weiteren Blickwickel auf Szenen oder den Plot liefert und das Gefühl vermittelt, näher am Geschehen dran zu sein, als es sonst üblich ist. Vielleicht ist das zukünftig auch so möglich, im Film App wurde die Technik dazu vorgeführt, die Möglichkeiten zur Umsetzung aber hat man nicht einmal annähernd ausgereizt. Die meiste Zeit über ist es völlig egal ob die App Iris einem Informationen liefert oder nicht, denn in der Regel ist das Gleiche auch auf der Leinwand zu sehen. Zwar ist es durchaus spannend bei jeder Vibration des Smartphones nachzuschauen, welche Informationen einem vorgezeigt werden, aber dieser Premieren Bonus verliert sich spätestens beim zweiten Film dieser Art. Potential ist also durchaus vorhanden, nur muss das Studio beim angedachten US-Remake jetzt richtig viel Geld und Zeit in die Hand nehmen und aus der Technik alles rauskitzeln was möglich ist. Ausnahmsweise bin ich mal gespannt, was das US Remake aus dieser Idee macht, denn Geld gibt es in Hollywood ja zu genüge. Der Film App deutet nur an, dass die Technik funktioniert, aber nicht dass sie ein Gewinn für den Film und damit für den Zuschauer ist.

Zum Film selbst ist zu sagen, beim Regisseur sind neumoderne Techniken die im Alltag genutzt werden auch wirklich im Film angekommen, Smartphone und Internet Geeks wird das freuen, man wünscht sich das öfters. Vermutlich haben die Regisseure im Allgemeinen zu viel Angst davor, dass jemand der die Handhabung von Smartphones oder Facebook nicht kennt, dem Film nicht mehr folgen kann. Wer gute Thriller aus dem TV-Abendprogramm mag wird gut unterhalten, sein technisches Verständnis sollte man jedoch ad acta legen, Logik ist hier fehl am Platz, was der Regisseur Bobby Boermans im sehr unterhaltsamen Interview auch selbst geäußert hat, "It's only entertainment!".
lexx

08.09.2013, 12:30




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