von Fans für Fans

Blackwoods

Blackwoods Chainsaw Massacre.

von todaystomorrow
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Ich empfehle diesen Film jedem, dem Tobe Hoopers Kettensägen-Epos gefallen hat. Nicht, weil Atmosphäre oder psychische Brutalität von BLACKWOODS auch nur ansatzweise in die Nähe jenes Films gelangen würden. Aber weil man hier auf Charaktere trifft, die es vom Ausmaß ihrer Abnormität her auf jeden Fall mit der Familie aus TCM aufnehmen können...

Abgesehen davon ist BLACKWOODS ein spannender, bisweilen hektischer kleiner Film, dem man zwar das wohl eher geringe Budget an allen Ecken und Enden anmerkt, der aber auf jeden Fall gut erzählt ist, Spannung aufbaut und bis zum Schluß aufrechterhält, und der eine zwar nicht wirklich neue, aber immerhin noch relativ unverbrauchte Geschichte in einer frischen Weise erzählt. Atmosphärisch gelungen und weitgehend mitreißend, erleben wir hier einen netten Wochenendtrip eines Sunnyboys mit seiner Freundin, der die beiden in die Blackwoods führt; eine düstere, ziemlich einsame Waldgegend am Arsch der USA (oder Kanadas?). Seine Freundin stammt von hier, aber heimisch kann man sich keine Sekunde lang fühlen, denn dazu passieren zu viele seltsame und bedrohliche Dinge. Der Storyverlauf wird immer wieder unterbrochen durch Flashbacks und zunächst unverständliche Szenen, die am Ende aber einen ganz eigenständigen Sinn ergeben. Und wie so oft steckt mehr hinter allem, als man zunächst glauben mag...

Wie gesagt: brutal neu ist das alles nicht. Auch stilistisch nicht ungesehen. Aber in seiner Art gut und konsequent gemacht. Kein Pflichtprogramm, aber allemal spannende Unterhaltung mit ein paar Überraschungen.

In Frankfurt waren übrigens der Regisseur und einige andere am Film Beteiligte anwesend. Wirkten allesamt sehr sympathisch.
todaystomorrow
sah diesen Film im Turm-Palast, Frankfurt

10.08.2002, 05:11


Memento-geschädigt...

von Torsten Edelmann
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Vielleicht lag es daran, daß der Regisseur vorher noch ne Ansprache halten musste und sich dabei vom hundertsten ins tausendste verzettelte. Vielleicht lag es daran, daß ich mehr erwartete. Vielleicht lag es doch an der zu offensichtlichen Story. Wahrscheinlich lag es aber doch eher daran, daß mich seit Memento solche Filme einfach nicht mehr wirklich überraschen können.

Des Waldes Dunkel zieht mich an
doch muss zu meinem Wort ich stehn
und Meilen gehn
bevor ich schlafen kann.

Wissen wir ja alle ... und so ist auch Blackwoods. Der Wald ist schön dunkel, die Nebenrollen ausreichend obskur, die Handlung an und für sich nicht schlecht, aber wenn man die "überraschende(n) Wendung(en)" dann irgendwie schon nach einem Drittel des Films vorhersagen kann (und damit gehöre ich wohl eher noch zu den langsameren Betrachtern des Films), dann hat irgendwer sich nicht genug Mühe gegeben.

So bleibt ein solides Stück Mystery-Thriller, dem einfach der gewisse Punch fehlt um es nach ganz oben zu schaffen.
Torsten Edelmann
sah diesen Film im Turm-Palast, Frankfurt

10.08.2002, 19:37


Review

von ZardoZ
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Oh je, was ist denn das? Die aus allem möglichen zusammengeklaute Story ist immer noch das Beste am ganzen Film, ein paar Sekündchen wird sogar so etwas wie Spannung erzeugt und das Ende ist richtig überraschend...
Doch woher kamen die grottenschlechten Schauspieler (allen voran Patrick Nuldoon) und vor allem der untalentierte Regisseur mit seinem "innovativen" Kameraeffekt (schnelles hin- und hergewackle, mit Blur-Effekt - der einzige im Film)? Gibt es keine guten Filmemacher aus Deutschland mehr?
Unterste Videothekenware...
ZardoZ
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

08.08.2003, 18:42




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Philmtank
Lari-Fari

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