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Carriers

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Aus dem offiziellen Programm:
Zwei junge Pärchen auf einem staubigen Wüstenhighway, mit reichlich Bier im Gepäck und Surfbrettern auf dem Dach. Ausgelassene College-Freunde auf dem Weg in die Ferien? Ganz im Gegenteil! Denn ein tödliches Virus hat sich der Menschheit bemächtigt und Massensterben zum Alltag werden lassen. Die Welt ist im Untergang begriffen.

Mithilfe einer Handvoll selbst auferlegter Regeln hoffen sich die Brüder Ryan und Danny mit ihren Freundinnen an die Küste vorzukämpfen, um dort den Wahnsinn „auszusitzen“. Also gilt: Halte stets einen Sicherheitsabstand zu den Infizierten! Trage bei Kontakt Mundschutz und Handschuhe! Reinige jeden Gegenstand vor Gebrauch peinlich genau! Und vor allem: Habe niemals Mitleid mit den „Trägern“! Sie sind ohnehin so gut wie tot.

Raffiniert ist diese trügerische Anfangssequenz und sogleich Gesetz der durch und durch spannenden Dramaturgie: Das unbeschreibliche Ausmaß der Katastrophe mit ihren Millionen Toten und das entsetzliche Los der Todgeweihten vermittelt CARRIERS hauptsächlich durch Andeutungen, kurze Schockmomente und zynisch wirkende „Messages“ am Bildrand wie etwa ein am Strommasten baumelndes Lynchopfer.

Es ist ein durchweg klug arrangierter Ensemblefilm im Gewand eines postapokalyptischen Roadmovies: vier junge Leute konfrontiert mit ihrem ganz persönlichen Drama bei einer endlosen Geisterfahrt durch verlassene Gegenden und Städte. Ihre kurzen Begegnungen mit schrecklich entstellten Infizierten oder anderen Gesunden sind stets bedrohlich und sehr unheimlich. Wie im klassischen Zombiefilm – mit dem CARRIERS ansonsten nichts gemein hat – lässt uns die Story keine Atempause, keinen Frieden, keine Möglichkeit der Kompensation angesichts der unerbittlichen Bedrohung. Und so ist letztlich auch die Hoffnung der Protagonisten auf eine Zuflucht mehr verzweifelter Aktionismus als eine echte Chance. Der großartige Blues des OMEGA MAN-Originals liegt in der Luft. Dass es sich bei diesem cleveren Wurf Genrekino um das Debüt zweier junger Spanier, der Brüder Alex und David Pastor, handelt, ist verblüffend. Ihr frischer, unverbrauchter Blick und Umgang mit dem bekannten Endzeitszenario trifft zwischen psychologischem Arthouse und aufwändig produziertem Mainstreamthrill mitten ins Mark. Reißerische Effekte und explizite Gewalt im Stil der aktuellen Horrorwelle hat dieser Film nicht nötig.

Mit hervorragender Besetzung (Chris Pine alias Captain Kirk der neuen STAR TREK-Spielfilmgeneration und Lou Taylor Pucci aus THE INFORMERS als gegensätzliche Brüder) und nervenaufreibendem Plot bietet CARRIERS, der auf dem Fantasy Filmfest als Weltpremiere gezeigt wird, wahrlich großes Kino. Ein Platz im Genre-Himmel ist den Pastor-Brüdern damit bereits sicher und auf ihre nächste coole Vision dürfen wir jetzt schon gespannt sein.


Selbstredend kann jeder Trailer potentiell Spoiler enthalten!


Score (BETA): 54 - 5.4 Sterne (85 Bewertungen)

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