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Reviews zum Film Cold Fish (2010)
| Direktlink  | Krank, brutal, extrem, überzogen, stereotyp, emotional, wild, romantisch, verspielt, eigenwillig, nihilistisch, anarchisch, es fallen mir so viele Definitionen ein, die Shion Sonos Filme charakterisieren, ergänzend lässt sich weiterhin festhalten, das ist alles nicht nur krank und überzogen, das ist halt auch genial, meisterlich, fabelhaft und schlichtweg bahnbrechend anders.
Rückblickend erinnert mich Cold Fish an eine Synergie zweier genialer Filme, blutig und brutal wie I saw the devil und krank, verspielt und genial wie Shion Sonos vier-Stunden-Epos Love Exposure. Musste oder durfte man sich bei Love Exposure noch in recht zähen vier Stunden an der Genialität von Shion Sono ergötzen, so sollte dies bei Cold Fish nun deutlich leichter fallen.
Ich kann und will eigentlich gar nicht so viel zum Inhalt des Filmes schreiben, wer Shion Sono bisherige Filme mochte, ganz besonders Love Exposure, der kann sich dem Film in völliger Ahnungslosigkeit hingeben und wird 100%ig belohnt. Liebhaber EXTREM eigenwilliger, teils recht blutiger asiatischer Streifen aus dem Charakterrollen- und Thriller-Genre sind gleichfalls willkommen.
Darf man Shion Sono bereits in einem Atemzug mit Park Chan-wook nennen? | lexx sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt | 01.09.2011, 11:26 | | |
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| Direktlink  | COLD FISH erzählt ein postmodernes Märchen von Unterdrückung in der Gesellschaft und der Gefahr, die in dieser schlummert. In statischen, sehr akribischen Bildern wird an eben dieser Unterdrückung rund zwei Stunden gefeilt, bis diese dann in einem sono-typischen Erguss aus Blut und Verzweiflung mündet. Natürlich beschäftigt sich auch COLD FISH wie die meisten von Sion Sonos Werken mit zerrütteten Familienverhältnissen und deren Bewältigung. Leider lässt Sonos neustes Werk jegliche inszenatorische Raffinesse vermissen, die beispielsweise in LOVE EXPOSURE, STRANGE CIRCUS und NORIKO'S DINNER TABLE noch einen großen Anteil vom Gesamtbild ausmachten. Vielleicht ist auch aus diesem Grund COLD FISH so unglaublich trist und fad (dies schon wieder in einem positiven Kontext).
Auf der anderen Seite bietet COLD FISH auch nicht einmal einen Bruchteil der Fläche von LOVE EXPOSURE, was nach einem solchen Ausnahmefilm aber fast klar sein dürfte. Die Geschichte des gepeinigten Familienvaters ist durchaus interessant und bietet eine sehr beunruhigende Parabel auf den japanischen Durchschnittsbürger, der unter seiner törichten, fast krankhaften Courage zu explodieren droht. Insgesamt ist COLD FISH aber einfach auch viel zu lang, um seine Intensität und das Tempo aufrecht erhalten zu können. Vielleicht ist es dem Film gegenüber unfair - ich war irgendwie angetan und enttäuscht zugleich. | Timo sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt - Original-Review | 03.09.2011, 13:59 | | |
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| Direktlink  | Ein Film über Fischhändler, gegenseitiges Mißtrauen, Ausnutzen, Rache und Unsichtbar machen.
Einer der beiden Fischhändler, ein Pantoffelheld mit gelangweilter Ehefrau und Pubertätsbrocken zu Hause, wird die rechte Hand eines anderen Fischhändlers, der mit mafiösen Handlungsweisen sein Vermögen vermehrt und es auch nicht so mit der Treue gegenüber seiner Freundin und sich hält.
Und wie es kommen muss, steigern sich die Ereignisse kontinuierlich bis hin zum finalen Showdown...
... der auch in grafisch sehr expliziter Art und Weise erfolgt und auch aufgrund der Spannungskurve einen in den Sessel fesselt (wenn man nicht vorher bereits das Kino verlassen hat). Der Film füllt die über 2 Stunden Laufzeit locker und nimmt sich viel Zeit, die Figuren zu entwickeln, kommt in tollen Bildern gut rüber (auch wenn die Digitalprojektion erkennbar Mängel und Grisseln aufwies).
Sehr gelungen, aber nur für Hartgesottene. | glorrk sah diesen Film im Gloria Palast, München | 05.09.2011, 16:27 | | |
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