Dead of Night

Review

von FFFler
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Was muss der Film damals wohl gruselig gewesen sein. Wenn man den Film heute sieht lässt er dann doch einige Federn, denn er erinnert mehr an eine Folge Outer Limits oder X-Faktor ohne das jetzt wirklich negativ zu sehen, denn unterhaltsam sind die Storys allemal. Nett, charmant, aber nie wirklich etwas Besonderes ... mit Ausnahme des Endes, was nicht nur mich überrascht hat, sondern auch für damalige Verhältnisse neuartig gewesen sein muss. So fand ich das Ganze auch kurzweilig sehr unterhaltend.
FFFler

08.09.2007, 10:45


Verschachtelte Alpträumchen

von Leimbacher-Mario
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"Dead of Night", auf Deutsch passend aber spoilernd "Traum ohne Ende" betitelt, läutete die Nachkriegszeit für britische Horrorfilme ein und lässt Horrorenthusiasten zu Recht vor Aufregung und Begeisterung noch heute nach Luft schnappen. Er veränderte den Horrorfilm, den Episodenfilm, europäische Alpträume allgemein. Einer, der lange Zeit nicht hoch genug geschätzten absoluten Horrorklassiker. Noch lange vor "Twilight Zone", einer der Urväter von gruseligen Kurzgeschichten für Erwachsene. Oder Kinder mit stahlharten Nerven. Für einen Fan von Horrorantholgien ist "Dead of Night" pures Gold, dass ewig in der Sammlung bleiben muss. Erzählt wird die verschwimmende und alptraumhafte Geschichte eines Mannes, der in einem alten Farmhaus mehrere Fremde trifft. Doch er schwört alle aus einem wiederkehrenden, seltsamen Traum zu kennen. Nun erzählt einer nach dem anderen eine übernatürliche Geschichte, die nach und nach die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn verschwimmen lassen...

Rahmenhandlung: - Traum ohne Ende - 10/10

Tolles Ensemble, ein Alptraum mit Wiederkehr. Die Grenzen verschwimmen, Oldschool-Mystery mit Legendenstatus. Allein wenn die Rahmenhandlung am Ende aufbricht und sich überschlägt und verknotet, macht man große Augen oder hält sich ein Kissen davor. Selbst wenn man es aus heutiger Sicht alles fixer ahnt. Unzählige Kopien und Hommagen und Verehrer. Zu Recht. Besser wurden Gruselkurzfilmsammlungen nie.

1. Story - Die Todeswarnung - 7/10 - Die schwächste Episode, trotzdem noch eine gute Einführung. Gänsehaut kriegt man schon hier leicht.

2. Story - Verstecken mit einem ängstlichen Geist - 8,5/10 - Tolle Ausstattung, zärtlich, emotional, schaurig. Heutzutage halb so wild und tausendmal gesehen, damals ein Blutgefrierer.

3. Story - Spieglein, Spieglein - 9,5/10 - Eine der simpelsten, besten und glaubhaftesten Ghoststories überhaupt. Alle "Evil Mirrors" der Filmgeschichte müssen hier Tribut zollen.

4. Story - Eingelocht - 9/10 - Funny, überraschend, eine top Auflockerung kurz vorm Finale. Golfen unter besten Freinden. Anders. Gefällig.

5. Story - Hugo, die Bauchrednerpuppe - 10/10 - Die berühmteste und beste und verstörendste und realistischste Episode. Bauchrednerpuppen und Schizophrenie waren nun fester Bestandteil des Horrorzirkus. Hier kam nie mehr einer ran.

Fazit: Einer der Großväter moderner Gruselgeschichten. Ein Episoden-Horrorklassiker, der viele Räder in Gang brachte oder gar neu erfand. Gruselgrundausbildung und einer der besten britischen Filme ever! Ein prägender Meilenstein.
Leimbacher-Mario

02.05.2017, 11:19




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