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Reviews zum Film Don't Be Afraid of the Dark (2010)
Don't Be Afraid of the Homage | Direktlink  | Nun war es wieder soweit, das FFF eröffnete seine Filmvielfalt mit einem Remake eines Klassikers. Produziert und mitgeschrieben von niemand anderem als Guilermo del Torro, das lies die Erwartung deutlich nach oben gehen, was aber dann auch bei manchen zu einer Enttäuschung führte, weil es halt nicht der typische GdT Film war. Aber mir war da noch genug GdT drin, besonders das Creature Design und die verworrene Welt des verwucherten Gartens und das verfallene Haus hatte einen starken Duft des Meisters vorzuweisen.
Schauspielerisch war ich eher nicht überzeugt, sowohl Katie Holmes als auch Guy Pearce blieben flach, lediglich die kleine Bailee Madison spielte das verschüchterte und psychisch labile Kind ganz gut, auch wenn ich den jungenhaften Mut bei der Kellererforschung irgendwie unrealistisch fand - egal.
Der Handlungsaufbau war routiniert und stimmig, man erfuhr immer mehr und ebenso sah man immer mehr von den Creatures, auch wenn ich ein wenig längeres verdeckt sein fast noch spannender gefunden hätte, so, wie es hier gemacht wurde, hat man für meinen Geschmack fast zu viel der Creatures zu sehen bekommen.
Mein Highlight des Films waren die fast unzählbaren Referenzen und Homagen an Filme des weiten Genre, manchmal überdeutlich, wie der abgerissene Duschvorhang (Psycho), aber oft auch dezent versteckt, sodass man nachher guten Diskussionsstoff hatte.
Mit allen Abstrichen und nicht Beachtung der Diskussion, ob es ein würdiger Opening Film war, gebe ich dem Film 7,5 Kinderzähne... | Roughale sah diesen Film im Cinemaxx 1, Hamburg | 19.08.2011, 10:15 | | |
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| Direktlink  | Jedes Jahr entflammen zwei Diskussionen neu: Die, ob der Eröffnungsfilm dem FFF angemessen sei. Und die, ob sich das Festival filmisch nicht zu weit von seinen Wurzeln wegbewege. Scheint so, als habe Rosebud von diesen Diskussionen genug gehabt, denn ganz ehrlich: Klassischer als DON'T BE AFRAID... hätte ein FFF-Eröffnungsfilm kaum ausfallen können. Ob er einem nun zusagt oder nicht, er ist reinstes Genreprogramm, hat die Größe, die ein Opener braucht und ausreichend Mainstream-Appeal, ohne sich dabei zu weit von den Fan-Sehgewohnheiten zu entfernen.
Das macht ihn nun natürlich nicht automatisch zu einem Klassiker oder auch nur zu einem Highlight des Programms. Tatsächlich verlässt sich der Film viel zu sehr auf althergebrachte Methoden von Storykonstruktion und -inszenierung, atmet förmlich „Schema F". Man wird sich schwer tun, hier auch nur einen neuartigen Gedanken zu finden: Haus mit dunkler Geschichte, Kind mit Wahrnehmungszugang zum Übersinnlichen, Erwachsene ohne Ohr dafür, Kind alleine gegen das Übersinnliche, stetig wachsende Gefahr. Es werden gar Devices wie der allwissende Alte und die verborgenen, aufklärenden Dokumente zum Einsatz gebracht: Das fühlt sich erzählerisch alles mehr nach den 60er-Jahren als nach der Filmkultur von heute an. Einerseits schwer sympathisch, fast nostalgisch. Andererseits aber doch etwas arg behäbig, vorhersehbar und farblos.
Nun ist der Film ja ein Remake eines B-Movies von 1973. Das kenne ich zwar nicht, aber einige Story-Banalitäten lassen sich sicher darüber erklären. Für ein von del Toro mitverantwortetes Drehbuch verbleibt hier allerdings trotzdem alles deutlich zu konventionell - gerade, wenn man sich erinnert, wie er sonst die Probleme, Sorgen und Ängste seiner Kinder-Hauptfiguren in phantastische Konstellationen und Konflikte übersetzt hat. In DON'T BE AFRAID... fehlt jede Abgründigkeit (abgesehen von der physischen natürlich, die einen Teil der Handlung bedingt). Nicht nur, dass einem die miese Lage des Kindes permanent deutlichst unter die Nase gerieben wird:
Hier wird nichts übersetzt, hier ist vom Kind erlebtes übernatürliches Geschehen gleich allgemeingültige Realität, und damit einher geht eine deutliche Schwächung dessen, was seine Stoffe bislang ausgezeichnet hatte: der Fähigkeit, ganz eigene Phantasmagorien im Kopf des dafür offenen Betrachters auszulösen. Oder, kurz gesagt: statt eines ausschweifenden, düsteren Märchens bekommen wir hier einen platten Groschen-Gruselroman serviert. Der bereits alles zeigt, was es zu sehen oder auch sich vorzustellen gibt. Und das ist endlich.
Für Liebhaber klassischer Spukhausfilme sicher trotzdem gut geeignet, ebenso für alle anderen, die Gruselfilme mit einem „gotisch-romantischen" Touch zu schätzen wissen und nichts gegen ein paar Monsterchen einzuwenden haben. Das Creature Design ist allerdings absolute Geschmackssache - ich fühlte mich von den Viechern an verunglückte Affen-Ratten-Mutationen erinnert und eher zum Lachen denn zum Fürchten gebracht.
Zusammengefasst: Ein routinierter, im FFF-Vergleich mehr als ordentlicher Eröffnungsfilm, der traditionelle Werte von Erzählkunst und Genre hoch hält. Dabei aber ein ganzes Stück zu sehr auf Nummer Sicher geht, um jemals wirklich beeindrucken zu können.
Nett, 6 Punkte, kein „echter" del Toro. | D.S. sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt | 25.08.2011, 04:25 | | |
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| Direktlink  | Ein Haunted House Film, der keiner ist. Damit fängt bereits eines der Missverständnisse der Wahl für DON'T BE AFRAID OF THE DARK an. Inzwischen werde ich misstrauisch, wenn mir Rosebud die Wahl des Openers erklärt. Ich möchte eigentlich keine Erklärung, der Film sollte für sich sprechen können. Und vor allem möchte ich in einem Haunted House Film keine Monster sehen. Ein solcher Film lebt von seiner Atmosphäre, von dem nicht Sichtbaren, nicht Fassbaren. Von der Angst davor, hinzuschauen, etwas zu sehen, was ich nicht sehen möchte. Vielleicht war die Entscheidung meines Freunds, erstmal das Kino für 10 Minuten zu verlassen, um sich dann geistig auf einen Monsterfilm einzulassen und alles andere auszublenden, die einzig richtige. Denn das - oder besser - die Monster befriedigen zwar einerseits den Wunsch, den Grund der Angst zu erkennen, sie zerstören damit aber auch die Atmosphäre. Und noch mehr: Hätte man die Monster nicht gezeigt, hätte man vermutlich nicht nur mehr Angst gehabt. Vielmehr hätte der Zuschauer sich fragen müssen, ob das, was das Kind erzählt, nicht vielleicht doch seiner Fantasie entsprungen ist. Man wäre viel unsicherer gewesen, ob das Kind vielleicht sich nicht selbst etwas antut. Dann plötzlich ergäbe auch der Patchworkfamily-Hintergrund eine echte Bedeutung, der Besuch des Psychotherapeuten wäre konsequent, sogar der labyrinthische Garten hinter dem Haus wäre eine optische Entsprechung des Inhalts. All diese Möglichkeiten, dem Inhalt Tiefe zu verleihen, nutzt der Film nicht. Stattdessen vertraut der Film der Geißel der Jetztzeit, alles zeigen zu können und daher auch tatsächlich alles zu zeigen. Das ist optisch bisweilen ansprechend, in wenigen Momenten sogar spannend, aber leider vollkommen überraschungsfrei. Und die Geister, die er einmal rief, wird er nicht mehr los. | GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom 9, Köln | 25.08.2011, 09:10 | | |
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| Direktlink  | Hier wurde schon so viel geschrieben, dass ich nur kurz und knapp dazu sagen will: Wer sich auf einen Old-School-Grusler mit sogar ein zwei Lachern einlassen kann, der wird hier so enttäuscht gar nicht sein, wenn auch nicht begeistert. Ich kann nur sagen, dass es SO eine Art von Film schon länger nicht mehr gab, das erinnerte mich schon an manchen Film der 80er/90er ; ) Mir hat sowas mal wieder gefehlt. Ich frage mich bloß, in wie weit manche selbsternannten Filme-Cracks und Kritiker sich noch auf einen Film einlassen können wie in der Zeit, als sie noch ein Kind waren ?? Ich weiß es ist sehr schwer, aber ich kann es so manches Mal noch. Kann man es, dann kann man sich bei diesem Opener, der ja für das Thema des 25. Geburtstages passend ist, ganz gut unterhalten fühlen. Ein Grusel-Schocker-Brett wie Insidious sollte man dabei allerdings nicht erwarten. Trotzdem für alle, die ihn noch sehen werden: Viel Spaß, und es gab schon wirklich schlechtere Eröffnungs- bzw. Abschlussfilme! | BARROCK sah diesen Film im Cinedom 9, Köln | 25.08.2011, 12:30 | | |
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| Direktlink  | Don't be afraid of the dark - ein würdiger Eröffnungsfilm für ein nun schon seit 25 Jahren stattfindendes Filmfest. Mit einer eher altmodischen Erzählweise (was ich gut finde), Verzicht auf die derzeit so beliebte Wackelkamera (juchu), klassische Konstellation mit scheidungstraumatisiertem Kind, Stiefmutter und desinteressiertem Papa und den üblichen Klischees: klar, das Kind lehnt die Stiefmama ab, klar, der Vater nimmt sein Kind und auch seine Freundin nicht ernst, schade nur, dass zur Familiengeschichte nicht ein bisschen mehr erklärt wird. Warum eigentlich wird das Mädchen seinem Papa ohne weiteres zugeschoben? Warum all die Medikamente? Und eine etwas ausführlichere Erklärung zu den "ancient creatures" wäre auch nett gewesen, wird ja nur in ein paar Sätzen abgehandelt.
Gut fand ich: die Atmosphäre des Films, es bleibt spannend, allein schon durch das Setting, teilweise auch an Pans Labyrinth erinnernd. Auch die Schreckmomente sind wohl dosiert und die "ancient creatures" ganz nett gemacht. Seit Memento Mori finde ich allerdings die Blicke unter irgendwelche Betten oder Komoden etc. einfach gänsehauterregend - und davon gibt's auch einige Momente. Gut gefallen hat mir auch das zurückhaltende Spiel von Guy Pearce, bleibt allerdings ein wenig blass.
Nicht so gelungen fand ich die Besetzung der Tochter, die eher wie eine ältere Suri Cruise aussah und eher als Tochter von Katie Holmes durchgegangen wäre als die von Guy Pearce. Ansonsten hat sie, alterstypisch, schön rumgezickt und war durchaus glaubwürdig. Und schließlich war ihre Situation die schwierigste, viele Kinder haben in diesem Alter eine blühende Fantasie (da könnte sich mancher Drehbuchautor ein paar Ideen holen), wie sollen da ihre Eltern / Ärzte wissen, was wahr ist und was nicht - manchmal wissen die Kinder das ja selbst nicht. Dieser Zwiespalt kam ganz gut rüber, fand ich.
Das große Minus: Katie Holmes, erstens over-acting und zweitens sah sie sehr schlecht aus.
Ach ja, bisher fand ich Clowns immer äußerst furchterregend (siehe ES), aber sprechende Teddybären folgen ihnen jetzt ganz dicht auf den Fersen. | Michaela sah diesen Film im Cinema, München | 01.09.2011, 11:29 | | |
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| Direktlink  | Ein Langweiler, wie man ihn in auf diesem Niveau nur selten zu Gesicht bekommt, zumindest nicht auf dem FFF. Regietechnisch ist das gute Werksarbeit, das Setdesign ist exquisit, aber der Rest, mehr als einen sehr müden Gesichtsausdruck vermag mir das nicht zu entlocken. So etwas gehört für mich nicht auf das FFF, schon gar nicht als Opener, das ist viel zu brav, bieder, beliebig und schlichtweg langweilig - angepasste Familienunterhaltung.
Darüber hinaus habe ich das Ärgerlichste noch gar nicht erwähnt, Logiklöcher ohne Atempause. Natürlich spinnt sich so ein junges Mädel mal hier und da was zusammen, aber was in diesem Haus alles zu Schaden und Bruch kommt, was die kleine Sally allerlei erleiden muss, welche endlosen Hinweise sie vermittelt, ohne dass jemand auch nur annährend reagiert, das ist für mich alles derart unlogisch gewesen, selten habe ich mich derart geärgert und gelangweilt.
Leider hat man das schöne Setting wirklich in Grund und Boden gespielt und sich darüber hinaus viel zu wichtig genommen, vor allem den angeblichen Gruselfaktor, der nur angedeutet wurde, aber niemals auch nur annährend das erreicht hat, was der Regisseur (und der teilweise übertriebene Soundtrack) einem vermitteln wollte. | lexx | 02.01.2012, 13:15 | | |
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| Kommentar von Herr_Kees : | | Toothfairy | Etwas behäbiger Monstergrusel mit Versatzstücken aus SHINING und Del Toros eigenem HELLBOY II, der nach starkem Intro sehr abfällt und für keinen seiner Charaktere Sympathie oder Mitgefühl aufkommen lässt - bis auf zwei, drei Schocks recht langweilig. | | 02.09.2011, 13:20 |
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