eXistenZ

Review

von jens wittmann
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Videodrom 99 -allerdings ohne neue Ideen. Einerseits ein typischer Cronenberg; andererseits sehr viel Humor für einen Cronenberg Film. Leider ist das Thema "Realität oder Scheinwelt" (Hilfe, wo bin ich!) schon ziemlich aufgebraucht.

Unterhaltsam.
jens wittmann



Review

von Christian Hesselbach
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Ordentlicher Beitrag. Bei dem Thema und der matrixverseuchten Welt erwartet wahrscheinlich jeder ein special-Effects Feuerwerk. Zum Glück weit gefehlt. Die Dialoge sind längst nicht so dümmlich wie bei den Bound-Brüdern. Nebenrollen gut besetzt: Christopher Eccleston (Cracker) und Willem Dafoe. Also rein, aber keinen Über-Film erwarten.
Christian Hesselbach



Review

von Frank
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Als einer der „Matrixvorgänger“ behandelt Existenz, mittlerweile neun Jahre alt, das inzwischen cineastisch bekannte, aber immer wieder faszinierende Thema der Frage nach der wahren Realität. Sind wir Marionetten und ist das Leben nur ein Spiel? Ist unser Wille frei?

Einige Probanden werden 90 Minuten Zeit haben, diesen Fragen experimentell nachzugehen, wenn sie die Neuentwicklung des Spielsystems eines der führenden Spielehersteller testen.
Über eine Schnittstelle am Körper, den Bioport, tauchen sie direkt in das Spiel ein...

So unvermittelt beginnt auch Existenz. Der Zuschauer erfährt wenig über die Charaktere, ihre Hintergründe und Motivationen. Dieses ist für den weiteren Handlungsverlauf allerdings auch nicht so wichtig.

Zahlreiche Nahaufnahmen der Gesichter unserer Protagonisten werden mit Hilfe des äußerst gelungenem Zusammenspiels zwischen Licht und Kamera zu einem wirkungsvollen dramaturgischen Mittel.
Wie in anderen Werken Cronenbergs, nehmen ausgefallene Produktdesignideen großen Einfluss auf die Wirkung des Films.

Der Plot wird mehr und mehr zur Nebensache, wenn sich die eigenartige Magie von Existenz entfaltet.
Manchmal scheint es, dass das Filmthema selbst das Schauspiel von Jude Law und Jennifer Jason Leigh zu verzerren scheint, wenn die geschickt betonte Suggestion alles sei ja nur ein Spiel auf den Zuschauer zurückfällt und für Momente das Gefühl aufkommen lässt, sie schauspielern gar nicht.

Während die Story die gut gewählten Hauptdarsteller irgendwie austauschbar macht (sie sind ja nur Spielfiguren), gilt dieses nicht für die Wahl der (Neben)-darsteller William Dafoe und Ian Holm, die den schaurigen Unterton dieses Films noch verstärken.

Ja, Cronenbergfilme funktionieren auf einer seltsamen Begriffsebene. Existenz, dessen eigene Magie ihm mal schadet, mal nützt, ist ein weiteres Beispiel dafür.

Sinnlich-erotisch, absurd, grotesk, eklig, krass, Cronenberg!
Frank

23.10.2008, 21:24


Ist es eXistenZ?

von Astrogirl
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Wo bin ich? Auf welchem Level befinde ich mich? Bin ich in meiner realen Welt? Ein Kinothema, dass immer wieder aufgriffen wird (siehe Cypher, Inception oder Matrix).
eXistenZ wurde, im Blick seiner Zeit, kreativ aufgezogen, mit gut besetzten Schauspielern, wie Jude Law, Jennifer Jason Leigh und Ian Holmes, bestückt, die Spielkonsole innovativ. Ist das Zukunft?

Großartige Specialeffects braucht man nicht zu erwarten, aber eine spannend erzählte Story auf mehreren Ebenen, auf die man sich unbedingt einlassen sollte. Bitte zurücklehnen, andocken und ins Spiel eintauchen!
Astrogirl

08.01.2012, 22:35


Cronenberg Sports - It’s in the Game!

von Leimbacher-Mario
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Eklig und anders, Cronenberg hat mich mit „eXistenZ“ wirklich gekriegt,
dieser wirre Trip ist mit Denkanstößen und doppelten Böden nur so gespickt.

Die perfekte Mischung aus „Matrix“ und „Inception“ mit cronenberg'scher Sensibilität,
man sieht quasi vor seinen Augen wie ein unheimlicher Sog entsteht.

„eXistenZ“ war seiner Zeit dermaßen voraus,
dass einem wird Virtual Reality nur ein noch größerer Graus.

Damals war gerade erst die erste PlayStation neu, „Shen Mue“ war noch am nächsten dran,
zieht dieser Alptraum voller Unsicherheit und Entkörperung vor allem heute in seinen Bann.

Was ist echt, woran erkennt man Realität?
Und wenn du meinst die Antwort zu kennen, ist es dann nicht schon zu spät?!

Das Beste aus dem verkopften neuen und dem slimy-alten David ist hier vereint,
geradezu prophetisch wirkt das Szenario, selbst wenn das wohl die Spieleindustrie verneint.

Wo sind die Grenzen, wo ist die Moral, wenn eh jeder zockt,
macht es dann einen Unterschied, ob man den Kellner erschießt oder zu Hause friedlich auf'm Sessel hockt?!

Natürlich ist die „Gamestory“ recht konfus und nicht allzu spannend,
doch dafür geht im Hintergrund einiges vonstatten, das ich nennen würde entmannend.

Der verlorene Überblick trägt nur bei zur Desorientierung,
man kommt sich verloren vor und denkt „Geht dieses Spiel denn nie rum?!“.

Weit mehr als nur ein weiterer Sprung auf den frühen VR-Zug,
für viele war das damals noch zu weit hergeholt und klug.

Doch spätestens heute entfaltet dieser Dämon seine volle Kraft,
und zeigt eine verlorene Gesellschaft, die sich hat recht elegant und freaky selber abgeschafft.

Fazit: Der Anti-Matrix!? „eXistenZ“ ist einer meiner Liebings-Cronenbergs und ziemlich unterschätzt. Die beste Spieleverfilmung aller Zeiten. Oder so ähnlich?! Alptraum für jeden Gamer. Oder doch Traum?! Bizarr und lange nachwirkend, seiner Zeit voraus und absolut unique. Grotesk und schleimig. Genial!
Leimbacher-Mario

15.08.2019, 11:36




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