von Fans für Fans

Faust: Love of the Damned

Review

von Markus Rau
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Zu diesem Film kann ich nur sagen: ENTTÄUSCHEND!!! Von Yuzna hatte ich mir viel mehr erwartet, die Effekte sind zwar zum teil recht blutig, aber der Titelheld sieht ja so bescheuert aus!!! Allein aus diesem Grund funktionierte der Film nicht. Außerdem ist der Regiestil zum Teil recht wüst, soll heißen, der Film pendelt unentschlossen zwischen Mainstream und Independant, gibt sich einerseits hart & cool, um dann wieder nur lächerlich, vielleicht auch wegen dem begrenzten Budget zu wirken! Nicht wirklich sehenswert!!! Vielleicht doch, aber nur wegen der heißen Frau an der Seite der Oberbösewichts, die rettet so manche Szene!!!
Markus Rau 
05.08.2001, 11:26


Total fucking Letdown.

von todaystomorrow
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Hm. Bin ich versehentlich im allerneuesten Ittenbach-Streifen gelandet? Nein. So gute Narration, Kameraführung und Setdesign wären bei einem reinen Amateurstreifen nicht drin. Was ist das dann? Brian Yuzna? Der Mann, der RE-ANIMATOR und THE DENTIST erschaffen hat?? No Way!!!!

Okay, auf der Habenseite verbuchen wir mal reichlich Gore, unterhaltsame erste 20 Minuten, wie gesagt die Kameraführung und Schauspieler, die über SCHREI, DENN ICH WERDE DICH TÖTEN-Niveau hinauskommen. Aber verdammt, bei einem alten Helden wie Brian Yuzna, bei Akteuren wie Jeffrey Combs sollte das doch wohl selbstverstädnlich sein, oder???

Also: was bitte ist hier in alle Beteiligten gefahren? Die Kostüme und 90% der Effekte wirkten wie eine alberne BATMAN-Parodie, die Story verlief so überraschend wie eine Folge MARIENHOF, die Verhaltensweisen waren so glaubwürdig wie Helmut Kohl in der Spendenaffäre, die Charaktere und Dialoge stammten aus der dunkelsten Klischeehölle. Und das Frauenbild war direkt aus den 50er Jahren importiert. Ja, Mann, sei richtig mies und demütigend zu den Frauen, und sie werden Dich vergöttern und Deine Füße ablecken! Und wenn sie noch so gut ausgebildete Psychotherapeutinnen sind, zeig ihnen Deine Muskeln (und was für ein echter Kerl Du bist), und sie werden sagen: "I wanted you from the first moment I saw you" - auch wenn Du genau in jenem Moment nur ein katatonischer, sabbernder Freak warst. Ja, Mann, in Wirklichkeit stehen sie eh darauf, vergewaltigt zu werden - und wenn nicht, dann zumindest auf grobschlächtige Monster, die ihnen zu verstehen geben, daß man sie nur aus pathetischem Mitleid am Leben läßt. WAS FÜR EIN SCHEISS!!!!!

Wenn der Film sich dann wenigstens nicht ernst nehmen würde! Wenn das einfach nur ein kleiner, trashiger Fun-Film wäre! Aber nein, wir haben hier einen (von der Story her) sehr ambitionierten Philosophy-goes-Splatter-Movie-Versuch vor uns. Der aber nur in Sachen Splatter die Erwartungen erfüllen kann (obwohl ... auch in dieser Hinsicht ging Yuzna schon mal deutlich heftiger zur Sache!). Was aber die Story (und erst recht die "Philospohie") angeht: dagegen sind ja sogar die "radioaktiv-verstrahlte-Ameisen-erobern-die-Welt-weil-wir-so-böse-sind"-Filme aus den 50ern und 60ern innovativ und fortschrittlich!! Platter und billiger geht das wirklich kaum. Und das einzige, was an diesem Film echt scary ist, ist die Frage, welche Drogen alle Verantwortlichen wohl zu sich genommen haben. Und noch dazu ist das ganze LANGATMIG wie irgendwas!! Ich und alle meine Begleiter sind zwischendurch weggedöst!!!

Nee, also wirklich ... aus Respekt vor Brian Yuzna, wegen der Kameraarbeit und vielleicht wegen der ersten halben Stunde vergebe ich 35% - und das ist mehr als gnädig!!! Wenn Ihr sehen wollt, was Brian Yuzna drauf hat - besucht die Filme der Hommage. Und wenn ihr RE-ANIMATOR 50 x hintereinander seht: das bedeutet Lichtjahre mehr Fun als eine Stunde FAUST. Ernsthaft. Es sein denn, natürlich, ihr tragt jeden Tag Longsleeves mit ach-Gott-wie-furchteinflößenden Schriftzügen peinlicher Death Metal-Bands. Dann ist FAUST wahrscheinlich der Film, auf den Ihr Euer Leben lang gewartet habt. Ist auch echt heftiger als die SESAMSTRASSE. Zum Beispiel.

P.S.: Vielleicht sollte ihm auch mal jemand sagen, daß FEAR FACTORY die personifizierte musikalische LANGEWEILE sind???
todaystomorrow
sah diesen Film im Turm-Palast, Frankfurt

06.08.2001, 05:10


Dreck

von Alan Smithee
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Was hat sich Yuzna bei diesem Haufen Mistr eigentlich gedacht? Ein großer Künstler war er ja noch nie, aber er hat es fast immer geschafft unterhaltsames Popcorn-Kino abzuliefern. "Faust" ist gar nichts. Ein Drehbuch war nicht vorhanden. Die Schauspielerleistungen sind unter aller Sau, vor allem Mark Frost als Titelheld macht jede Szene mit ihm zur Qual. Hinzu kommt der absolut nervtötende Metal-Score der jeden Anflug von Atmosphäre sofort wieder zunichte macht. Na gut, dass mag den Yuzna-Fan nicht interessieren, denn der erwartet ja eh nur Splatter. Davon bietet "Faust" ab und zu etwas, aber ehrlich gesagt: Im Jahr 2001 lockt das doch wirklich nur den dümmsten Hund hinter dem Ofen hervor. Hinzu kommen einige ekelhafte Folterszenen und schlüpfrige Sex-Szenen, die das ganze nahe in Richtung Pornographie rücken. Ich habe ja echt kein Problem mit den etwas bizarreren Filmen, aber wenn das das einzige ist, auf das Wert gelegt wurde, finde ich das einfach nur armselig. Die Zeit, in der man sich für ein paar blutige Momente jeden Scheiß angegeuckt hat, sind halt einfach vorbei. Deshalb komme ich zu dem Fazit, dass Yuzna hier mit einem absolut publikumsverachtenden Streifen ("Ein bisschen Blut und Titten und die blöden Horror-Fans sind eh zufrieden!") versucht hat einfach nur die schnelle Kohle zu machen. Ohne mich! Ich glaube nicht, dass er sich mit diesem Film einen gefallen getan hat.
Alan Smithee
sah diesen Film im Residenz, Köln

09.08.2001, 22:54


Immer noch Verlass!

von Eraserhead
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Die Comic-Puristen stöhnten entsetzt und die angeblichen Yuzna-Fans wandten sich teilweise auch für mich völlig unverständlich mit Grausen ab. Dabei wars ein echter Yuzna-Shocker, der sich wie wohl alle Yuzna-Filme selber nicht ganz so ernst nimmt. Das fanden wohl die Comic-Fans nicht so toll, von mir aus können die aber Ihre Comics alleine zu Hause aufm Klo lesen und sich ein abgeifern!
Rasant gemacht der Film, die Musik passt und dröhnt. Handwerklich super gemacht und die Farben liessen eine gute Stimmung aufkommen ohne all zu poppig zu wirken.
Einziger Nachteil: Auch Yuzna kommt wohl nicht mehr an den MTV-Like-Stakkato-Schnitt vorbei, was teilweise nervte. Brian, halte mit der Kamera doch wie früher einfach nur drauf und lass den Splatter für sich sprechen. Hätte noch eine Spur gewalttätiger ausfallen können, aber ein Highlight allemal!
Eraserhead
sah diesen Film im Turm-Palast, Frankfurt

12.08.2001, 13:48


Introduced by Yuzna himself...

von Roughale
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One of the highlights of the 2001 FFF as it was the only picture that was introduced by the director himself, well maybe he did not have a lot to say, but it was good as he stayed and was open to questions afterwards (way after half past midnight...).

This was a comic book film version and such films follow certain schemes and rules and should be reviewed as such. The gore factor was high as expected and pleased most in the crowd.

Jeffrey Combs was there again, but in a different role as detective, not bad, but he was better as mad scientist in the Re-Animator films or shy and mad detective in The Frighteners.

All other roles were acted ok, no complaints or high praises here...

The costume of Faust was very ok, I really liked the similarities to the Batman costume and the steel claws were much better than the weak X-Men...

Maybe not Yuzna's best film, but definitely not his worst, I liked it!
Roughale
sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg

20.08.2001, 19:01


Kein Re-Animator...

von Dr.Gaul
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..., aber ein solider kleiner Bier- und Chips-Reißer! Ich finde ein typischer Yuzna Streifen, irgendwo billig und trotzdem auf eine gewisse Weise leidenschaftlich, auch wenn mir der Humor diesmal zu kurz kam. Aber das liegt wohl an der Vorlage. Trotzdem fand ich die Verquickung von Sex und Gewalt schon auf Yuzna-typische Weise derb, zumal er durchaus jemand ist, der keine großen Hemmungen zu haben scheint, wie er nach dem Film selbst andeutete. Das hat dem Ganzen dann einen schön schmutzigen Anstrich verliehen, etwas, das seinerseits schon die großartigen Hammer Filme zu ihrem berüchtigten Ruf verholfen hat, wenn damals auch nicht so explizit wie heute. Für damalige Sehgewohnheiten mochten die aber noch mehr reingehauen haben, wie Yuznas Werke heutzutage...! Horrorfilme müssen auch irgendwo a bisserl schmutzig und billig sein, das steht ihnen ganz gut. Deswegen brauchen sie noch lange nicht dumm zu sein!Ordentlich gemachter Billigfilm, aber ohne großen Erinnerungswert! Mag sein, daß die Wahl des Hauptdarstellers auch net so glücklich war...! Naja, freu mich schon auf den neuen Re-Animator...!!!
Dr.Gaul
sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin
 
24.08.2001, 21:39


Yuzna kann es viel besser

von Alan Smithee
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Ich hatte mir den Film im Vorfeld schon auf DVD aus Spanien besorgt,
da ich ein Fan von Yuzna und der zugrundeliegenden Comic-Serie bin.
Aber als ich das Machwerk dann auf der grossen Leinwand gesehen habe,
konnte ich gar nicht schnell genug zu Hause sein, um das Teil direkt bei
eBay zu verscheuern (inkl. von Yuzna unterschriebenem Kinoplakat).
So ein Rotz ist mir seit Jahren nicht untergekommen. Wenn auch nur
irgendwer auf die Idee kommen sollte, Mark Frost eine weitere Rolle
anzubieten, sollte man dieses Individuum direkt an die Wand stellen.
Dagegen waren sogar die GZSZ-Darsteller oskarverdächtig...Ausserdem
hat sich Metal noch nie sonderlich gut als Soundtrack gemacht (ich bin
eingefleischter Metal-Fan), es wirkte einfach nur störend. Weiterhin fehlte
dem Film eben die Kompromisslosigkeit in punkto Sex und Gewalt, die
eben das Comic ausmachen...
Alan Smithee
sah diesen Film im Residenz, Köln

02.08.2002, 07:30




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Kommentar von Alan Smithee :
Oh mein Gott !!!
Faust ist ein Film nachwelchem ich mir dann ernsthaft überlege ob ich mir nochmal einfach einen aus der Videothek mitnehm ohne mal was darüber gehört zu haben. Der auf der Rückseite der Hülle wirlich gut beschriebene Film entpuppt sich als einer der schlechtesten Filme die ich jeh in meinem ganzen Leben gesehen habe, und mal so neben bei gesagt es gibt fast keinen Film den ich im Kino verpasse und in der Videothek brauch schon mal bis zu ner dreiviertel stunfde bis ich was gefunden habe. Allein schon dieses absolut unübertrefflich lächerliche Outfit des Hauptacteurs erinnert mich an einen geistigen Erguss eines total bekifften Comicjunkie. Es heißt ja bekanntlich über Geschmack lässt sich streiten doch dieser Film macht Disskussionen überflüssig da wirklich so was von beschissen ist das es gar nicht mehr geht. Jetzt hab ich mich langsam genug ausgekotzt denn wenn ich weiter über dieses Meisterstück des schlechten Films schreibe muss ich mich unweigerlich an ihn erinnern wobei mir wieder schlecht wird. Auf keinen Fall anschauen !!!!! Ausser man ist total besoffen oder auf andere Weise berauscht dann kann man vieleich wenigstens lachen.
16.08.2002, 01:50

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