von Fans für Fans

Hide and Seek

Review

von Alan Smithee
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It was actually quite a fun movie - and it makes Kathy Bates in Misery look like an angelic, emotionally stable do-gooding nun! Jennifer Tilly is amazing as the woman who is 'making' the other woman have her baby - cccrrraaazzzyy. Vincent Gallo is always creepy and he sure doesn't hold back here either. Pretty suspenseful and again goes to show that there are just too many lonely places in the big US of A where people can go about their 'business' without anybody else having an inkling of what's going on
Alan Smithee
sah diesen Film im Cinema, München

25.07.2001, 11:29


Weirdo Alert!!

von todaystomorrow
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Wow. Jennifer Tilly! Mein Gott, diese Frau schafft es hier wirklich, einem Angst zu machen. Eine der creepiesten Performances ever - meiner Meinung nach eben doch sogar beeindruckender, zumindest fühlbar krankhafter als Kathy Bates in MISERY, der ja ständig und überall als Vergleich zu HIDE AND SEEK ins Spiel gebracht wird. Liegt auch nahe, klar, schließlich ist die Ausgangssituation in teilen dieselbe: jemand wird fernab der Außenwelt von Irren gefangenhalten, die vorgeben, nur das Beste für ihn erreichen zu wollen. In Wirklichkeit aber natürlich ganz klare Eigeninteressen haben und dem Opfer bei Nicht-Kooperation deutlich zeigen, wie scheißegal es ihnen eigentlich ist. Und auch hier beschränkt sich der Film weitgehend auf eine Räumlichkeit und sehr wenige Charaktere, ähnelt teilweise also fasst schon einem Kammerspiel.

Der Unterschied? Zum einen ist HIDE AND SEEK deutlich weniger ambitioniert. Eine kleine Geschichte, ohne atemberaubende Twists. Dafür mit einer wirklich makabren Grundidee: eine junge Frau wird gekidnappt, der Außenwelt wird glaubhaft ihr Tod vorgespielt, keiner vermißt sie. Und so ist dient sie für neun quälend lange Monate einem extrem sicken Pärchen, das aufgrund einer schiefgegangen Abtreibung nicht mehr in der Lage ist, selbst Kinder zu zeugen, als Gebärmaschine. Nicht eine Sekunde wird sie im Zweifel darüber gelassen, was wohl nach der Geburt des Kindes mit ihr geschehen wird. Und bei jedem noch so kleinen Aufbegehren gegen den Wahnsinn und die permanente Mißhandlung durch die beiden muß sie erleben, daß alle bisherigen Qualen noch rein GAR nichts waren; daß ihr Leben einfach NICHTS mehr wert ist. Und HIDE AND SEEK ist eine Geschichte mit stellenweise extrem heftiger Gewalt, die sowohl wegen ihrer Unvermitteltheit als auch angesichts der hochkarätigen Schauspieler überrascht: Vincent Gallo (grandios irr!), Daryl Hannah (!!genau die!!) und eben Jennifer Tilly.

Und Jennifer Tilly ist es nun zum anderen, die HIDE AND SEEK wirklich sehenswert macht und von MISERY deutlich unterscheidet. Denn ihre Art Wahnsinn scheint zwar auf den ersten Blick nicht so monströs wie die von Kathy Bates vermittelte. Aber dafür glaubhafter - und somit auch beängstigender. Man nimmt ihr diese völlig psychotische Farmerfrau, die mit dem süßesten Lächeln schräge Kinderlieder singt, um von einer Sekunde auf die andere in Gewaltexzesse zu verfallen, ohne jedes Zögern ab. Allein ihre Präsenz verleiht der ganzen Situation etwas unheimliches, beklemmendes, gewalttätiges. Und auf den (mindestens) zweiten Blick dann - ist dieser Wahn dann wohl doch unübertrefflich. Und unübertrefflich gut in Szene gesetzt.

Gegen Ende flacht das ganze zwar etwas ab; und gerade da, wo die meiste Spannung vorhanden sein sollte, wird es arg billig. Aber das tut dem Gefühl keinen Abbruch, hier eine wirklich außergewöhnliche Performance erlebt zu haben. Auch wenn es in der Tat ein paar eher unwahrscheinliche Verhaltensweisen, um nicht zu sagen Logikböcke, zu vermelden gibt: ein kleiner, gemeiner, sehenswerter Film.
todaystomorrow
sah diesen Film im Turm-Palast, Frankfurt

04.08.2001, 05:20


Eine Qual

von Alan Smithee
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Normalerweise verlasse ich das Kino nicht vorzeitig - bei Hide and Seek mußte ich mich allerdings sehr beherrschen, um diesem Vorsatz treu zu bleiben, denn nichts aber auch GAR NICHTS an diesem Film ist gut: Die Verschleppung Annes (Daryl Hannahs: schlecht) durch Helen (Jennifer Tilly: schlechter) und Frank (Vincent Gallo: enttäuschend) läßt den Zuschauer völlig kalt, weil Anne als Figur zu dem Zeitpunkt noch nicht eingeführt wurde und eigentlich bis zum Ende auch völlig eindimensional bleibt. Es gibt kein emotionales Band, das einen an sie bindet. Durch diese grundlegende Schwäche im Gesamtkonzept des Films wird alles andere als Folge hiervon auch schlecht. Ob sie nun entkommt oder nicht - who the f*** cares? Einzig Vincent Gallo bringt kurzzeitig etwas Licht in diesen Film, bleibt aber völlig unter seinen Möglichkeiten. Jennifer Tilly nervt nur - der Vergleich mit Kathy Bates im Programmheft ist eine absolute Frechheit. NICHT ANSCHAUEN!
Alan Smithee
sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin

12.08.2001, 12:56


Na ja...

von Eraserhead
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Also umgehauen hat mich der Film nun wirklich nicht, zu sehr voraussehbar und spannend fand ich ihn nun auch nicht. Auch ich kann mich nur der obigen Review anschliessen, dass Jennifer Tilly absolut nervtötend und übermotiviert geschauspielert hat. Selbst ein Irrer wie Vincent Gallo würde so ne Alte jahrelang nie ertragen!
Einziger Lichtblick: Daryl Hannah. Altert sie eigentlich seit Blade Runner nicht mehr?
Unteres Mittelmaß.
Eraserhead
sah diesen Film im Turm-Palast, Frankfurt

12.08.2001, 14:42




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