von Fans für Fans

House of 1000 Corpses

Review

von maf
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"Ho1kC" ist ein angenehm old-schooliger Terrorfilm, der (zumindest in der R-Rated Fassung) auf direktes Zeigen der Gewalt größtenteils verzichtet, aber trotzdem eine sehr extreme Wirkung auf den Zuschauer erzielt.

Trotz überdeutlicher Anleihen bei "TCM" ein echtes Genre-Highlight incl. diverser Gemeinheiten. Ich hatte meinen Spaß.
maf

27.05.2003, 10:11


Schlechtes TCM Rip-Off!

von Tetsuo
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Als ich den Film Samstag Nacht um 00:00 Uhr sah, hatte ich, als es losging, schon leicht schwitzige Hände. Die Vorfreude war riesig, genauso wie die Erwartungen.
Nachdem ich dann gute 90 min darauf gewartet hatte, dass es endlich losgeht, war der Film dann vorbei...

Es war einfach ein echt müder und wenig origineller Texas Chainsaw Massacre Rip-off!
Rob Zombie hat versucht, einen Schocker zu machen, was rauskam war irgendwie lauwarmer Schnee von übergestern.
Er hat versucht, einen total abgedrehten Film zu machen, der aber an vielen Stellen mit seiner Abgedrehtheit schlichtweg nervt (z.B. das Cowgirl).
Er hat versucht, eine künstlerische Athmosphäre zu erzeugen (man sieht in 60er Jahre Farben getauchte Negativblenden etc.), und was herauskommt, ist ein eigentlich orginelles Stilmittel, was sich bereits im ersten Drittel des Films abgenutzt hat und dann einfach sehr pseudo wirkt.
Der Film ist nicht wirklich originell, nicht wirklich spannend, nicht wirklich unterhaltsam, nicht gruselig, nicht blutig und einfach nur ein mittelmäßiges Plagiat von eben TCM, aber auch Reservoir Dogs, Wild At Heart und vielen anderen Klassikern. Man hat schon wirklich ALLES mal gesehen!!

Mich hat er zutiefst enttäuscht und eigentlich auch die meiste Zeit gelangweilt. House of 1000 Corpses war von 8 Filmen, die ich auf dem FFF 2003 gesehen habe, mit Abstand der schlechteste!
Tetsuo
sah diesen Film im Cinema, München

28.07.2003, 17:59


Experimentalfilmmassaker

von Herr_Kees
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Vorab eine Warnung an Splatterfreunde und Bluthunde: HOUSE OF 1000 CORPSES ist nicht die unter Umständen erwartete konsequente Splattersensation oder das TEXAS CHAINSAW MASSACRE fürs neue Jahrtausend.

Rob Zombies TCM/Manson Family-Hommage ist deutlich gegen den Effekt inszeniert. Das macht ihn sehr schwer verdaulich und im wahrsten Sinne des Wortes ungenießbar, was vermutlich auch der Grund ist, weshalb ihn lange Zeit niemand rausbringen wollte.

Es gibt hier keine befreiende Gewalt und keine Splattereinlagen fürs johlende Publikum. Es gibt aber andererseits auch keine bedrückende Atmosphäre oder Bilder wie z.B. bei HENRY - PORTRAIT OF A SERIAL KILLER, die einem noch lange nachgehen. Szenen, die in anderen Filmen für Ekel, Spannung, Angst und Schrecken sorgen, werden hier durch Zwischenschnitte von artsy-fartsy-Negativaufnahmen oder grobkörnigen Videoaufnahmen regelrecht verhackstückt. Der Horrorschocker als Experimentalfilm? Klingt vielleicht interessant, wirkt aber ziemlich angestrengt und anstrengend. Ach ja, und wer auf einen fetzigen Rob Zombie Soundtrack hofft, sollte sich lieber daheim eine Platte anhören.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

03.08.2003, 15:20


PsychoParty !!!

von Bobshock
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Als sehr unterhaltsam und spannend erwies sich die bizarre und bunte Abschlachtkomödie "House Of 1000 Corpses" von Rod Zombie, der auch für den fetzigen Soundtrack sorgt. Der Schwerpunkt liegt hier eindeutig beim genüsslichen Verarbeiten von Opfern wie Teenager, Cheerleader oder Polizisten und weniger auf das (Angstein-)Jagen derselbigen. Der Film geht dabei konsequent unmoralisch vor und zieht die (willigen) Zuschauer in einen videoclipartigen Horrortrip voller schräger Charaktere und derben blutigen Gags. Auch wenn der Film die Stilmittel und Grundregeln des Films "Texas Chainsaw Massacre" zitiert, trägt er dennoch eine eigene Handschrift und ist erstaunlich aufwendig produziert. Die kultverdächtigen Dorfbewohner (klasse geschminkt) und auch deren Opfer von Ausserhalb sind toll gespielt und besonders Sheri Moon (als Baby Firefly) ist der Knaller. Mir ist egal, was die Anderen sagen - Ich fand den Film Spitze!
Bobshock

05.08.2003, 20:13


Ein MUSS für Freunde des Ur-Schwarzen Humors

von psx-guru
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Als ich den Film sah, dachte ich nach 5 Minuten: WOW, ist der Film krank. Noch ein wenig später dachte ich krank, kaputt, abgedreht... coooool...
Mal wieder ein Terror Streifen, bei dem nicht nur der eigentliche Hauptteil (Teenies sitzen irgendwo ohne Verbindung zur Aussenwelt fest) klasse ist, sondern auch die Einleitung dorthin ist fu-king geil.

Literweise spritzendes Blut gibt es nun wirklich nicht. Der Film wartet vielmehr mit Stephen King ähnlichen Elementen des Psycho Horrors auf. Nicht die Gewalt selbst, sondern die grausamen Ergebnisse dieser unglaublichen ekelerregenden Taten überwiegen hier.

Über den Ur-Schwarzen Humor, der teilweise auch aus den Folgen der heftigen Gewalt entsteht, konnte ich mich sehr gut amüsieren. Wirklich herrlich wie genüsslich hier die Opfer verbraucht wurden/werden.

Fazit:
Sicherlich kann man dem Film nachsagen, dass er erkennbare Anleihen aus verschiedenen anderen Filmen hat, aber ich finde gerade diese Mischung sehr gelungen.
Abgedrehter, kranker und übertriebener Terrorfilm ohne "Eimerweise Blut" aber dennoch mit sehr, sehr hohem Gewaltniveau auf Psycho Ebene. Sehr zu empfehlen...
psx-guru

10.08.2003, 15:01


House of Langeweile

von Eraserhead
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DAS soll der neue Schocker sein??? Der soll das Puplikum spalten?? Der soll ultrabrutal sein?? Fast jeder andere FFF-Film war härter. Und ein Vergleich mit TEXAS CHAINSAW MASSACRE ist ein Witz, weil der war ja schon vor 30 Jahren extremer als dieser müde Abklatsch. Handwerklich okay, aber reicht das?? Hatte sicherlich ein paar gute Szenen und wäre nicht soviel Wirbel um den Film gemacht worden, hätte ich ihn sicherlich besser gefunden. WRONG TURN war tausendmal besser und zehnmal brutaler und immerhin FSK 16 (ich weiß, ein Witz). Enttäuschend.
Eraserhead
sah diesen Film im Turm-Palast, Frankfurt

14.08.2003, 21:38


Was soll die Aufregung?

von todaystomorrow
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Rob Zombie präsentiert uns hier seine ganz persönliche Vision einer Freakshow für das 21. Jahrhundert; ein Gruselkabinett, das nichts lieber wäre als ein modernes TEXAS CHAINSAW MASSACRE - dabei jedoch grandios scheitert und nur ungefähr die Wirkung eines schlechten Marilyn Manson-Videos erreicht.

Dabei passieren hier doch wirklich einige extreme Grausamkeiten und Greueltaten, und manche Einstellungen - auch, wenn man nur selten tatsächlich Gore zu sehen bekommt - dürften schwachen Gemütern nachhaltig auf die Seele schlagen... wo liegt also das Problem? Ganz einfach: Rob Zombie wollte die Sache ZU gut machen. Wollte den ultimativen Schocker realisieren. Und trägt dabei an allen Ecken und Enden viel zu dick auf.

Alles an diesem Film ist extra-grell: die Charaktere, die Sets, die Farbfilter bzw. bunten Negativaufnahmen. Ständig schreit, quietscht und johlt es irgendwo - visuell wie akustisch, vom Storyverlauf wie von der Kameraarbeit her.

Die Geschichte ist dabei, wie zu erwarten war, nicht der Rede wert: Vier Teens fahren durch die Provinz, um lohnende Stories für ein geplantes Buch über die Absonderlichkeiten des amerikanischen Hinterlandes zu sammeln. Sie erfahren, daß sie ganz in der Nähe des Ortes gelandet sind, an dem der sagenumwobene "Dr. Satan" - ein sadistischer irrer Chirurg der letzten Jahrhundertwende - hingerichtet wurde. Als sie die Legende genauer erforschen wollen, müssen sie bald die Bedeutung von Sadismus, Schmerz und Wahnsinn am eigenen Leib erfahren... denn sie geraten in die Hände einer komplett debilen und komplett brutalen Familie von Freaks. Die ganz heiß darauf ist, mit unseren Großstadtkindern ein paar lustige Spiele zu spielen...

Dabei lassen sie alle Grenzen "konventioneller Gewalt" hinter sich - und Rob Zombie alle Chancen, aus dem Stoff einen packenden Film zu machen.

"Hey, ich bin schräg drauf", brüllt es aus allen Rohren. Hektisch geschnitten und dennoch voller Längen, den Handlungsfluß immer wieder durch halb-dokumentarische bzw. werbespotartige Sequenzen unterbrechend, im letzten Drittel dann ein einziger Videoclip aus Farben, Pseudo-Schocks und Plastik - je länger er läuft, desto mehr geht einem HOUSE OF 1000 CORPSES auf die Nerven. Es gibt keine Spannung, keine Atmosphäre, keine wirklichen Höhepunkte. Da paßt es nur zu gut ins Bild, daß die Schauspieler vor allem eines beherrschen: Overacting ohne Gnade. Daß dies aber eine Figur oder eine Handlung eben NICHT eindrucksvoller erscheinen läßt, hat Rob Zombie offenbar noch nicht begriffen. Seiner Musik mag eine solche pathetisch-pseudo-provokante Präsentationsweise gut tun - seinem Film nicht.

Weil der Streifen aber über die erste Hälfte leidlich gut unterhält und dem Auge - bis es eben irgendwann nervt - durchaus etwas bietet, bleibt der Gesamteindruck immerhin durchschnittlich. Aber noch mal sehen möchte ich das ganze nicht. 5 Punkte.
todaystomorrow
sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin

18.08.2003, 04:13


Tja, ...ähm... ?

von MrHenke
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Vielleicht habe ich mich am Sonnabend, den 16.08.2003 einfach mit zu hohen Erwartungen in Rob Zombies HOUSE OF THE 1000 CORPES begeben? Was darüber im Vorfeld zu lesen war, klang nämlich recht gut (egal ob positiv oder negativ), aber der Streifen kommt einfach nicht über den Berg des Grauens, weil er zu wenig PS hat! Dieses Grauen, was einen überkommt, wenn Regie und Drehbuch es schaffen, dass einem im Kino Angst und Bange wird, wenn die Schauspieler unter Folter und Mord zu leiden beginnen. Ein Problem, dass vielleicht bei vielen Slashern dieser Art dafür sorgt, dass man sich ein Gähnen im Kinosaal nicht verkneifen kann, weil in dem Punkt BekloppteTeenagerFallenInDieHändeEinerNochVielBekloppterenUltraPerversVeranlagtenFamily keiner mehr wirklich hinter den Ofen hervorzulocken ist! Tja, und mehr gibt's hier leider nicht zu sehen. Einziger Pluspunkt wäre bei der Kameraarbeit zu vergeben, da HOTC hier ziemlich interessant gestaltet ist. Es wirkt innovativ, was man aber in Punkto Story, Schauspieler und Spannung leider völlig vergessen kann.
MrHenke
sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin

18.08.2003, 19:00


Große Erwartungen und ihre Folgen

von Linus
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"House of 1000 Corpses" war im Vorfeld des FFF 2003 mein größter Anwärter für den Titel des derbsten Films des Jahres. Und auch nach dem stylischen Intro war ich sicher, ein absolutes Highlight zu sehen... keine 60 Minuten später war ich eingeschlafen...

Zunächst mal die gute Seite an Rob Zombies Film: Der Look ist einfach klasse! Die Ästhetik zwischen White-Trash, Road Movie und den absurden "Ripley's Believe it or Not"-Museen ist der Hammer! Der unheimlichste Rummelplatz, den ich je gesehen habe! Glückwunsch an die Ausstattung! Man sieht sofort, dass "House of 1000 corpses" von einer wirklich professionellen Crew realisiert wurde, denn unter rein technischen Aspekten ist der Film top. Einige Einstellungen sind sehr beeindruckend und haben sich bei mir im Gedächtnis festgebrannt. Tolle Kameraführung!

Das war's dann aber auch schon. Ansonsten kann dieser Film getrost im Keller schmuddeliger Videotheken verschwinden. Die Story baut nach kurzer Zeit schlagartig ab und verschwindet im Mittelmaß. Die überwiegend uncharismatischen Darsteller stolpern durch einen uninteressanten Handlungssalat und schaffen es nicht mal, spektakulär abzukratzen, was bei der großen Ankündigung heftigster Splatterszenen ja wohl das mindeste gewesen wäre. Dass der Film dennoch nach großem Hollywoodkino aussieht, bestätigt das Klischee, dass ab einem gewissen Budget wirklich jeder Stümper Regie führen kann... Rob Zombie sollte sich wieder der Musik zuwenden...

Zwei Punkte gibt's für das Produktionsdesign, der Rest ist weder sehens- noch erwähnenswert...
Linus
sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin

12.08.2004, 15:17


Clown gefrühstückt?

von lexx
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Vier kurze Jahre sind seit der FFF House of 1000 Corpses Freak Show mittlerweile vergangen, die abgefuckte Addams Family hat indessen einen drastischen Nachfolger erfahren, da komme auch ich endlich in den Genuß von Rob Zombies Anti-Human Kampagne. Und im Nachhinein, schaue ich mir die Kommentare hier bei f3a so an, frage ich mich doch, was man noch tun muss, um die Meute hier zufrieden zu stellen?? House of 1000 Corpses und ganz besonders der "liebevolle" Clown-Opa ist indessen zum Kult avanciert und das auch völlig zu Recht. Rob Zombie wollte den totalen Horror auf die Menschheit los lassen und meiner Meinung nach ist ihm das grandios gelungen. Natürlich, wenn man den Film nach neuzeitlichen Massstäben bewertet, in denen scheinbar nur noch explizit gezeigte Gewaltorgien der Marke SAW3 eine Daseinsberechtigung haben, oder man sich zu sehr auf die plakativen, oftmals schlichtweg falschen Versprechen von Rosebud verlässt, dann ist der Film sicher eine Enttäuschung. HOTC ist kein Splatterfest, kein Film der sich in die Magengrube gräbt und den Mageninhalt wieder empor trägt. Dazu ist er auch zu bunt, zu experimentell, zu überladen, zu selbstironisch und überzogen. Nimmt man sich den Film aber völlig unvoreingenommen zur Brust, ohne ihm ständig irgendwelche 100%ig vordefinierten Erwartungen vorzuhalten, ist er ein absolutes Genre-Highlight und jeder Horror Fan sollte sich daran erfreuen können. Besonders lobenswert ist, daß der Film im letzten Drittel, wo viele Regisseure bereits mit dem Finish gedroht hätten, noch mal richtig aufdreht und mich wahrhaft zum Staunen gebracht hat. Besonders darüber, wie professionell Rob Zombie sein Ding durchgezogen hat. Das Budget muss für einen Genre Horror Film überirdisch gewesen sein, und das damit kein Schmuddel Feeling aufkommen kann, ist klar, aber darauf legt der Film eben auch keinen großen Wert.
Ich kann mir die ganzen negativen Kritiken also nur in der Hinsicht erklären, daß zum damaligen Zeitpunkt völlig falsche Erwartungen im Vorfeld vermittelt wurden und jeder Einzelne einen absoluten Shocker mit literweisen Blutorgien erwartet hat. Das bietet HOTC nicht, sondern deutlich mehr, denn Schocken und Kunstblut verspritzen ist meiner Meinung nicht die ultimative Leistung eines guten Horror Regisseurs. Rob Zombie ist sicherlich kein Vertreter des Splat-Packs, er hat seine ganz eigenen Gräber abgesteckt und wird dadurch das Splat-Pack auch überleben, wenn der Trend wieder vorbei ist.
lexx

21.09.2007, 20:27




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