von Fans für Fans

Ip Man 2

Review

von Tweek
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Sehr kurz belichtet:
Wie schon sein Vorgänger ist auch "Ip Man 2" nur etwas für Liebhaber von Kung Fu-Filmen. Denn auch hier steht der Fokus nicht unbedingt auf der Geschichte, sondern der Vielzahl von Trainings- und Kampfszenerien. Hat mich der erste Teil aber noch ausreichend unterhalten, fühle ich mich beim Nachschlag zu oft an "Rocky 4" erinnert. Wenig differenziert wird Partei ergriffen: die gutmütigen okkupierten Chinesen und die durchweg bösartigen arroganten Engländer. Damit ist klar, wer zuletzt die Oberhand und die Sympathien des Zuschauers behält. Ist mir zu sehr schwarz-weiss. Technisch gibt's dagegen wieder nichts zu meckern.
Fazit: Nun ja, wer es mag...
Tweek

09.07.2010, 12:26


Das Leid der Fortsetzung

von T-Killa
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Leider kann auch hier der zweite Teil nicht an den ersten anknüpfen.

Ip Man versucht in Hongkong eine Kampfschule zu eröffnen und handelt sich dabei viel Ärger, auch dank seiner neuen Schüler, mit den anderen Meistern ein. Dabei darf Donnie Yen mal wieder in spektakulären Kämpfen sein Können zum Besten geben. Als von den Engländern ein Box-Kampf des amtierenden Weltmeisters veranstaltet wird, und der dabei die Chinesen beleidigt, muss Ip Man mal wieder für seine Landsleute eintreten.

Die recht einfache Story ist zu schwach für ein Biopic. Dadurch sinkt das Niveau auf das eines gewöhnlichen Martial-Arts-Films. Immerhin wird Ip Man nicht wieder als Übermensch dargestellt, sondern muss auch mal einstecken. Generell erinnert der Film ziemlich an die ROCKY-Reihe. Die Kampfszenen setzen mal wieder Maßstäbe, wobei sie wie in Teil eins nicht wirklich realistisch sind.

Wer Teil eins gesehen hat, wird an diesem Film sowieso nicht vorbeikommen. Allen anderen sei der erste Teil ans Herz gelegt.
T-Killa
sah diesen Film im Cinestar 7, Berlin

22.08.2010, 01:41


Review

von Edwinita
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So, endlich habe ich den Film gesehen, auf den ich schon seit einem Jahr gewartet habe: Ip Man 2. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Fortsetzung setzt nach der Flucht aus China an und zeigt, wie sich Ip Man im Hongkong der 50er mit konkurrierenden Kung-Fu-Schulen, Korruption und der britischen Kolonialmacht auseinandersetzen muß. Der Film funktioniert deswegen so gut, weil der sympathische Donnie Yen Ip Man als zurückhaltenden, ruhigen Mann darstellt, der die Philosophie der Kampfkunst lebt. Ein Gutmensch, der sich aber auch nicht über den Tisch ziehen läßt, ein fast perfekter Kämpfer, der aber auch mal gewaltig auf Fresse kriegt.

Zwar sind die Motive der Handlung ähnlich zum ersten Teil, aber die Story funktioniert. Die Briten, die dieses Mal den Part der Bösen übernommen haben, sind durchweg laut und rassistisch, sein Hauptgegner vollkommen eindimensional, aber da der Rest des Films stimmt, kann man drüber hinwegsehen. Es ist klar, dass man einen bösen Gegner braucht, der den Hass auch verdient.

Die Kampfszenen sind relativ realistisch, sehr schön in Szene gesetzt und so geschnitten, dass man die Kampfkunst auch bewundern kann. Der Konflikt des unpolitischen Menschen, der zwischen die Räder des Systems gerät, ist interessant. Die Zeichnung des tristen und bedrohlichen Alltags wird durch eine gehörige Portion Humor aufgehellt. Und es ist eine Freude, auch mal einen geistig gesunden Menschen zu sehen, der nicht gegen seine eigenen Dämonen kämpfen muß, sondern kräftig austeilt, wo es nötig ist.
Edwinita

26.08.2010, 19:18


Begeisterung...

von Zombie
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... machte sich breit, als ich dieses Jahr das Programmheft in die Finger bekam und Ip Man II darin lesen durfte.

Ich sollte an dieser Stelle vielleicht erwähnen, dass ich ein klassischer U-Boot-FFFler bin. Ich schaue das ganze Jahr über maximal alte Sachen aus den letzten Jahren und gucke generell nicht in die Zukunft und schaue Konserve, bevor sie mir auf der Leinwand gezeigt worden ist! Ich kümmere mich auch nicht, was raus kommt und was nicht, sondern lasse mich überraschen! Sicherlich eine Taktik, die nicht jedem liegt, aber mir macht das Spaß!

Umso begeisterter war ich nun, dass mein Highlight vom letzten Jahr eine Fortsetzung haben sollte. Bewusst schaute ich nicht den eigentlichen Abschlussfilm Rubber (diese Art von Film ist nicht mein Ding), sondern freute mich, dass Ip Man II mein persönlicher Abschlussfilm sein durfte.

Ich setzte mich ins Kino, das Licht ging aus, die Musik erklang! Ein breites Grinsen machte sich in meinem Gesicht breit und ich fühlte mich um ein Jahr zurückversetzt. Mir kam es vor, als hätte ich den ersten Teil gerade erst in der Vorstellung davor gesehen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass der Regisseur einen kurzen und vollkommen ausreichenden Rückblick brachte, so dass auch Zuschauer, die Teil 1 nicht gesehen hatten, grob wussten, worum es ging.

Teil 2 ist eindeutig anders! Er beinhaltet noch mehr Trainings- und Kampfszenen, etwas weniger geschichtlichen Hintergrund und erinnerte mich vom Plot her ein wenig an Filme wie Bloodsport... mehr will ich da nicht verraten.

Ich hörte Stimmen vor und nach dem Film, die sagten, dass er besser oder schlechter als der erste Teil ist. Ich kann für mich sagen: da er anders als der 1. Teil ist, sind für mich beide Filme gleichwertig gut und eigentlich nicht vergleichbar für eine Bewertung.

Aufgrund der Tatsache, dass es dieses Jahr für mich noch mehr brillante Filme gab, ist er für mich kein alleiniges Highlight, aber ein Highlight!

Schaut ihn euch an, wenn ihr klassisches Kung-Fu liebt!
Zombie
sah diesen Film im Cinestar 7, Berlin

29.08.2010, 17:43


Review

von Alan Smithee
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"Ip Man" konnte beim letzten Fantasy Filmfest eine große Fangemeinde um sich scharen und begeisterte mich als spannendes Biopic mit beeindruckenden Martial Arts Szenen. "Ip Man 2" setzt unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils an und erzählt von Ip Mans Bemühungen in Hong Kong eine Kampfsportschule zu gründen. Dies gestaltet sich schwieriger als erwartet, und Ip Man muss sich etliche Male gegen die Meister konkurrierender Kampfschulen und arrogante Vertreter der englischen Kolonialherren durchsetzen...

Insgesamt bot "Ip Man 2" solide Unterhaltung und konnte abermals mit einem toll agierenden Donnie Yen überzeugen. Ip Mans charakteristische Bescheidenheit und sein Plädoyer für gegenseitigen Respekt trotz unterschiedlichem sozialen Status waren eindrucksvoll, konnten aber nicht verhindern, dass das Sequel aus meiner Sicht zu keinem Zeitpunkt die Intensität des ersten Teils erreichte, was wohl an dessen historischem Kontext und den glaubwürdiger choreografierten Kampfszenen lag. Etwas weniger Schwarz-Weiß-Malerei bei den fast schon karikaturhaft arroganten Engländern hätte sicherlich auch nicht geschadet...

Richtig toll waren aber der Kampf gegen Sammo Hung und natürlich die Schlussszene mit Bruce Lee. ;)
Alan Smithee
sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt

14.09.2010, 03:08




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