von Fans für Fans

Km. 31

Gracias!

von cinedave
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Der 17 Uhr Termin des heutigen FFF Tages begann in Kino6 mit "KM 31".

Die Geschichte erfindet das Rad sicher nicht neu, das will Sie aber auch nicht. Stattdessen verlässt sich der Film auf die Identifikation mit den Hauptpersonen, besonders der weiblichen Hauptrolle gelingt dies auch sehr gut und nachvollziehbar.
Die Geschichte der Zwillingsschwestern, die eine Verbindung haben ist ebenso wie der generelle Ton des Films immer noch in der "realen" Sparte des Thrillers angeordnet.
In sehr stimmungsvollen Bildern und mit recht erfinderischer Kameraarbeit sowie sparsam und gut platzierten Schockeffekten wird hier eine klassische Geschichte erzählt, deren realer Hintergrund wahrscheinlich dafür verantwortlich sein dürfte, dass es in einigen Szenen dezente Hinweise gibt, die auch die Zuschauer glücklich stimmen dürften, denen es in mysterischen Horrorfilmen zuviel spukt und zu wenig rationelles vorkommt. ;-)

Pluspunkte gibt es dafür, dass der Film keinerlei Längen hat sondern man immer konsequent der Auflösung zuarbeitet. Wie Eingangs erwähnt, war besonders das emotionale Spiel der Darstellerin und die halbwegs normal handelnden Herren im Film eine willkommene Abwechslung zu dem ganzen grenzdebilen Horrorfilm-Standard-College-Jungs und Cheerleader, die sonst immer in Horror und Slasherfilmen ihr (verdientes) Ende finden.
Das auch hier (werbewirksam?) mit kleinen dreckigen Jungen ins Kino gelockt wird ist ok, schließlich haben Sie ihren Sinn und ihre Wirkung und sind nur einer von vielen Gründen, warum KM 31 ein feiner, kleiner Horrorthriller ist, der auf jeden Fall zu den besseren Filmen dieses Jahr gehört.

Eine kleine Negativtatsache bleibt allerdings. Als ordentlicher deutscher Autofahrer ist man über die Unfähigkeit der mexikanischen Fahrer und Fahrerinnen, einen Unfallort wenigstens mit Licht oder einem Warndreieck zu versehen, schon etwas erstaunt. Ob hier die wahre Ursache für die übermäßige Unfallopferzahl liegt?
cinedave
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt

02.08.2007, 22:08


I see dead Children

von todaystomorrow
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"Ju-On" scheint seinen Weg bis nach Mexiko gemacht zu haben: nicht nur die spukige Kindergestalt ist hier wohl nachhaltig inspiriert worden, auch in Story-Idee und -Aufbau ist "Km. 31" mehr als deutlich an die typischen japanischen Geisterfilme angelehnt. Damit ist er auch eine Empfehlung für alle, die jene Streifen schätzen - wenn sie denn auf die Atmosphäre blanken Terrors verzichten können, welche die meisten asiatischen Vertreter dieser Gattung nun mal prägt.

Denn leider dauert es VIEL zu lange, bis dieser Film hier punkten kann. Bis es soweit ist, vergeht ein nicht unerheblicher Teil der Laufzeit damit, daß wir Gesprächen zuhören und die Stimmungen in Beziehungen ausloten. Als die Zwillingsschwester der Hauptfigur Catalina auf einer dunklen Straße überfahren wird und im Krankenhaus ins Koma fällt, spürt letztere, daß da etwas nicht stimmt und will den Hintergründen des Unfalls auf die Spur kommen. Schließlich hatte Agata Sekunden vor dem Aufprall ihren Lebensgefährten Omar angerufen und ihm von einem kleinen Kind erzählt, das sie angefahren habe... Omar läßt das Ganze auch keine Ruhe. Noch weniger allerdings, daß er die beiden Schwestern ständig miteinander verwechselt und jetzt also (jaja, sehr glaubhaft) nicht wirklich weiß, ob er eigentlich in Agata oder Catalina verliebt ist. Das wiederum gibt dem Partner von Catalina zu denken. Und während die beiden Typen sich kabbeln, taucht dann noch ein Kommissar auf, der seltsame Andeutungen macht; man hört geisterhaftes Stöhnen und Rufen; begibt sich immer wieder zu der Unfallstelle und sieht dort und auch an anderen Orten seltsam reale Schatten und Schemen...

... und bis das Geschehen endlich mal in die Gänge kommt, sind schon locker 70 Minuten vergangen. Wäre ja kein Problem, wenn man bis dahin von gruseligen Momenten oder beklemmenden Gefühlen gefangen genommen worden wäre. Aber das wird eben überhaupt nicht geboten, dazu geht das alles viel zu unaufgeregt, schwerfällig und inhaltlich leider vorwiegend trivial vor sich. Und nur, weil man sich mit den privaten bzw. Beziehungsproblemen der Figuren beschäftigt, heißt das noch lange nicht, daß einem diese Figuren auch lebhaft und glaubwürdig gemacht würden. Nein, sie bleiben relativ flach, wir erfahren auch nicht viel über ihre Hintergründe.

Der Film hat schlicht Probleme mit der Storyentfaltung und scheint nicht immer zu wissen, zu welchem Punkt er eigentlich kommen will. Erst im letzten Viertel ändert sich das endlich, es wird nun doch noch atmosphärisch dicht und teilweise sogar beklemmend. Was dann die Make-up-Effekte und Masken angeht, kann man sicherlich geteilter Meinung sein, und von der Originalität der Story wollen wir erst gar nicht reden. Aber hier zeigt "Km. 31" dann schließlich mal, was er drauf hat und reißt sich ein ganzes Stück aus dem Bewertungskeller. Nur schade, daß er darauf so lange warten ließ.

Wer Geisterfilme mag, kann dem Mexikaner also durchaus mal eine Chance geben, aber er sollte Sitzfleisch mitbringen. 5 Punkte.
todaystomorrow
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt

03.08.2007, 04:21


Film mit der Kurve kriegt gerade noch die Kurve

von Eraserhead
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Kann mich der vorherigen Review, Gruß :-), nur anschließen: Der Film fing viel zu lange an, brachte schon dagewesenes nur viel viel langweiliger. In der ersten Stunde passiert überhaupt gar nichts, so dass ich mir schon überlegt hatte, aus dem Kino zu gehn. Und wenn, dann halt die üblichen Gruseldinger... aber irgendwie wurds dann doch irgendwie spannend. Naja, spannend nicht gerade, aber man wollte dann doch wissen wie es ausgeht und wurde mit einem fulminanten Finale belohnt, was wirklich vieles, wenn nicht sogar alles, rausgerissen hat. So gesehen, nach einer Nacht Schlaf, dann auch nicht wirklich schlecht. Kann man mal auf DVD schaun und hoffen, dass man vorher nicht einschläft.
Eraserhead
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt

03.08.2007, 10:10


Gähn

von FFFler
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Die japanische Geisterhorrorwelle ist nach Mexiko rüber geschwappt und bietet auch dort nicht wirklich was Neues. Es plätschert alles irgendwie vor sich hin und dem Zuschauer sind die Geschehnisse spätestens nach 30 Minuten vollkommen egal. Dabei sind sogar ein paar nette Ansätze zu sehen, aber im Großen und Ganzen ist es der übliche Einheitsbrei, der noch nicht mal ein paar Schocker zu bieten hat.
FFFler
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt

03.08.2007, 10:32


Review

von Epiphanie
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Zugegebenermaßen bin ich extrem leicht zu erschrecken. Und blasse Kindergeister sind für mich der Horror schlechthin, egal in wie vielen Filmen diese verheizt werden. Daher hat der Film für mich schon mal gut angefangen.

Die Einführung der Charaktere und ihr Verhältnis zueinander hat etwas Zeit in Anspruch genommen, was ich generell an Filmen sehr schätze. Leider führte die ausführliche Einführung der Charaktere zu keinem tieferen Verständnis ihres Handelns. Obwohl die Protagonisten durch ihre Begegnung mit Geistern eigentlich zutiefst geschockt hätten sein sollen, benahmen sie sich äußerst teilnahmslos. Und wie schon ein Reviewer vor mir festgestellt hat, ist keiner auf die Idee gekommen, die Unfallstelle abzusichern, obwohl allen Kilometer 31 für seine hohe Zahl an Verkehrstoten bekannt gewesen ist. Trotz einiger Ungereimtheiten hatte bis dahin der Film bei mir noch nicht verloren und strebte halbwegs spannend der Aufklärung der Geistererscheinungen und dem Finale zu. Und genau dieses hat mir dann überhaupt nicht gefallen. Es war unlogisch, kitschig, viel zu lang und überfrachtet und leider kein bisschen schaurig oder spannend. Ich habe das Ende nur noch herbeigesehnt.

KM.31 hat gut angefangen, halbwegs durchgehalten und ist dann stark abgesackt. Daher gibt es von mir nur eine 5.
Epiphanie
sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart

03.08.2007, 19:26


Review

von spa
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Ein japanischer Horrorfilm aus Mexiko / Spanien. Wenn ihr versteht, was ich meine. Also kleines weißes Kindergespenst erschreckt Erwachsene. Zum Inhalt: Eine Frau überfahrt einen kleinen Jungen und wird gleich darauf ebenfalls von einem Auto überfahren. Sie landet schwer zugerichtet im Krankenhaus. Ihre Zwillingsschwester spürt, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und kommt schon bald auf eine geisterhafte Fährte.

Mal wieder hat sich herausgestellt, dass den Geisterfilmen die Geschichten ausgehen. Es gab hier einfach nichts neues zu entdecken. Das Verfolgen der Geister, das Enttarnen der Hintergründe am Ende (wobei ich noch immer nicht sicher bin, ob ich auch verstanden habe, was die einem sagen wollten) und all das andere Zeugs dazwischen kam mir irgendwie bekannt vor.

Atmosphärisch konnte der Film mit den "japanischen Vorbildern" ebenfalls nicht mithalten. Es gab ein paar wenige spannende Momente, die einen aber nicht so sehr fesselten, wie die eben angesprochenen ähnlichen Filme. Das Ende war mir dann auch ein wenig zu effektlastig, oder wie man das nennen soll. Zudem war es einfach dumm. Ich hatte mir Zusammenhänge der Geister mit dem Leben der Zwillinge überlegt, die sich alle als sinnlos herausstellten. Aber man will ja nichts verraten. Darum seht einfach selbst.

Viel mehr bleibt nicht zu sagen. Ein durchschnittlicher Geisterfilm, der ein paar interessante Punkte zu bieten hat, mehr aber auch nicht. Der Junge war viel zu nebensächlich und das Finale hat mich enttäuscht. Schade drum.
spa
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt

10.08.2007, 14:48




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