von Fans für Fans

The Last Days of Emma Blank

Review

von Tweek
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Wie weit erniedrigen sich Menschen gegenüber anderen, um an deren Vermögen zu gelangen? Dieser Ausgangspunkt ist in der Filmlandschaft nicht neu. Trotzdem gelingt es "Emma Blank", einige Facetten hinzuzufügen. Es werden genügend überraschende Wendungen, schräge Situationen und skurrile Einfälle geboten, um nicht zu langweilen und den Fan schwarzer Komödien bei Laune zu halten. Allerdings hätte alles noch etwas bissiger und garstiger ausfallen können; besonders das recht einfache Ende enttäuscht fast. Die Darsteller holen aus dem kammerspielartigen Setting das Beste heraus, es macht Spaß, die Charaktere nicht wirklich zu mögen und trotzdem ein wenig mit zu leiden.
Fazit: Kein "Adams Äpfel", aber durchaus solide Unterhaltung, wenn man Komödien ohne permanente Schenkelklopfer mag.
Tweek

06.08.2010, 20:52


Gestorben wird immer

von todaystomorrow
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Stell dir vor, du bist eine widerliche alte Zicke. Du hast alle anderen immer spüren lassen, dass du dich für was Besseres hält und wurdest deshalb nie von irgendjemandem gemocht. Jetzt geht es langsam, ganz langsam mit dir zu Ende und du möchtest es ihnen heimzahlen. Du willst endlich den Respekt und die Anerkennung, die du nie bekommen hast. Was machst du? Ganz einfach: du verkündest deinen nahenden Tod und vor allem, dass du ein Vermögen zu vererben hast. Und beobachtest, ob man sich nun endlich adäquat verhält...

Interessante Vorstellung? Sicher. Und in "The last Days of Emma Blank" zunächst auch interessant umgesetzt, denn diese kleine filmische Farce präsentiert uns eine Gruppe von Individuen, die ganz offensichtlich bereit sind, in der Hoffnung auf das große Geld schlichtweg alles zu tun, was "Madame" von ihnen verlangt. Und sei es auch, das letzte bisschen Würde zu opfern. Sie fungieren als ihre Angestellten, also darf sie ihnen auch befehlen. Ganz gleich, wie absurd, man macht es halt, mehr oder weniger mürrisch.

Nach einer gewissen Zeit wirkt das alles aber leider nicht mehr ganz so interessant. Die Lacher ob der Lächerlichkeit des allgemeinen Verhaltens werden weniger, denn der Film sprengt schon sehr früh ein paar Bizarrheitsgrenzen - dann fällt ihm aber nicht mehr allzu viel Weiteres ein. Zudem sind sämtliche Charaktere vollkommen unsympathisch: hier denkt jeder ausschließlich an sich selbst und sein eigenes Wohlergehen, jeder hat seinen ganz eigenen Hau weg und es ist schwer bis unmöglich, mit irgendjemandem tatsächlich mitzufühlen.

Bei einer Satire oder Groteske ist das zwar nicht unbedingt notwendig, aber um als solche zu funktionieren, ist "Last Days..." dann wiederum bei weitem nicht kompromisslos und konsequent genug. Apropos Konsequenz, die lässt der Film spätestens in seinem letzten Drittel komplett vermissen. Er treibt über weite Strecken nur noch vor sich hin, verbleibt ziemlich unspektakulär und verliert sich in Nebenhandlungen, die ohne große Bedeutung für die eigentliche Story sind und/oder die nicht weiter verfolgt werden.

Am Ende wirkt "Last Days..." fast gänzlich ohne Fokus, irgendwann endet der Film eben, ohne seinen dramaturgischen Bogen jemals voll entfaltet zu haben. Oder na gut, vielleicht hatte er ihn durchaus entfaltet, aber dann hätte nach zwei Dritteln der Laufzeit auch schon Schluss sein können. Oder müssen. So aber ist das Endergebnis schwer unbefriedigend, was nach dem starken Auftakt nicht zu erwarten war. Mehr als 4,5 Punkte sind nicht drin - für mich enttäuschend.
todaystomorrow
sah diesen Film im Metropolis 1, Frankfurt

28.08.2010, 04:10


Nichtwissen wird belohnt

von Rohrkrepierer
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Ach, wie viel mehr Spaß hätte DE LAATSTE DAGEN VAN EMMA BLANK machen können, hätte man nicht schon das Programmheft gelesen in dem einfach zu viel der Überraschungen und Wendungen verraten wird, die einen gehörigen Anteil am Vergnügen hätten.
Nichtsdestotrotz unterhält diese kleine schwarze Komödie. Die Darsteller sind überzeugend und die Geschichte flott erzählt. Einige Gags kommen erfrischend neu daher und vieles ist einfach nur liebenswert an dieser kleinen Produktion.
Doch leider weiß EMMA BLANK nicht, wann es Zeit gewesen wäre abzutreten, denn zu bemüht wirkt das Ende, zu konstruiert und aufgesetzt die letzten zwanzig Minuten. Die Komödie schlägt einen Haken zuviel und verheddert sich dabei leider zusehends.
Schade drum, aber dennoch ein schöner Film in wunderschöner Landschaft!
Rohrkrepierer
sah diesen Film im Cinecitta' 2, Nürnberg

10.09.2010, 22:41




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Kommentar von tatabanya :
blanke Langeweile
der Film plätschert so dahin; für mich braucht er recht lange, um überhaupt in so etwas wie Fahrt zu kommen und einem die Story zu erläutern. So hat man dann eine Idee, warum die Menschen in diesem Setting tun, was sie tun. Und dann ist auch schon wieder vorbei. Handlungen bleiben ohne Konsequenzen. Alles in allem sehr unbefriedigend.
07.08.2010, 12:40

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