von Fans für Fans

The Last Winter

Earth strikes back

von Philmtank
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So viel Vorfreude, und jede Menge guten Willen, den Film zu mögen habe ich mitgebracht. Das Setting hätte auch gepasst: Eine im ewigen Eis isolierte kleine Gruppe kämpft gegen das Unbekannte. Ich stehe auf Paranoia Kino, wenn die Protagonisten in einem apokalyptischen Szenario ums Überleben kämpfen. Und ich liebe "The Thing" oder das Game "Silent Hill". Ich bin ebenso empfänglich für Hintersinniges mit spirituellen Botschaften, wie "The Fountain" oder "Children of Men". Nur hier kam ich mit gemischten Gefühlen aus dem Kino. Zum einen erreicht der Streifen zu keinem Zeitpunkt das Niveau der vorgenannten. Zum zweiten hat die Mischung aus Mystik-Horror und Ökomessage für mich nicht funktioniert, vor allem weil einem diese mit dem Holzhammer eingeprügelt wird. Deshalb ist es ähnlich wie bei einem vermeintlich guten Essen, das zwar ganz ok schmeckt, aber dem irgendwie die Würze fehlt. Schade...
Philmtank
sah diesen Film im Cinema, München

26.07.2007, 00:46


Kalt wie ein Winter

von DelosOzzy
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ließ mich dieser Film.

Woran lag's? Mein Vorschreiber hat's schon erwähnt, es fehlte die Würze.

Das Setting machte Hoffnung auf einen gruseligen Ökoschocker. Ich liebe "Das Ding aus einer anderen Welt" und "Alien".
Aber was kam, war viel zu wenig. Immer wenn's spannend wurde, schafften es die Macher, diese Spannung sofort mit langweiligen Gesprächen wieder im Keim zu ersticken.

Man freut sich ohnehin auf jede Art von Grusel oder Action, diese wird aber immer viel zu kurz gehalten und ein Gruselfeeling kam bei mir sowieso nicht auf, nicht weil ich so abgebrüht bin, sondern weil sie einfach die Würze vergessen haben bei den Szenen.

Es fehlt was...nicht langweilige Dialoge, sondern die Unterhaltung an sich bei diesem Film.

Hinweis noch am Rande.
Am Schluss des Ökostreifens hätte ich mich noch auf eine tolle Szene gefreut....aber da hatte das Budget dazu gefehlt....*seufz*

Fazit:
Kann man getrost auslassen.

Grüße aus München
DelosOzzy
sah diesen Film im Cinema, München

26.07.2007, 14:34


On Donner, on Blitzen!

von Herr_Kees
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Mit Carpenters THE THING hat LAST WINTER leider nur das Setting gemeinsam. Denn im Gegensatz zu Ersterem wird die Weite des ewigen Eises und die klaustrophobische Atmosphäre im Camp hier nur behauptet, nie spürbar gemacht. Thematisch interessant und halbwegs spannend ist der Film dennoch aufgebaut und die Erwartungshaltung, die durch mysteriöse Andeutungen und subtile Effekte erzeugt wird, ist entsprechend hoch. Doch dann verpasst der Film sich selbst den Todesstoß, indem er mehr zeigt, als der Zuschauer sehen will - und rutscht vom einen Moment auf den anderen komplett in die Lächerlichkeit ab. Wenn dann die kümmerliche Schlusspointe aus Budgetgründen nur noch auf der Tonspur stattfindet, bleibt einem nur noch das maue Gefühl, gerade mal wieder 90 Minuten seines Lebens verschenkt zu haben.

Fazit: Öko-Thriller mit guten Absichten aber schlechter Umsetzung. Eintrittsgeld lieber an Greenpeace spenden.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol 2, Stuttgart

30.07.2007, 11:02


Lieber Eis essen gehen

von Sidschei
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Wir befinden uns... irgendwo, wo es eigentlich saukalt sein sollte aber immer wärmer zu werden droht. Nämlich, auch wenn das kaum von inhaltlichem Interesse scheint, im ewigen Eis der Arktis. Was die (nur sprichwörtlich) muntere Truppe dort machen soll, ist ebenso unwichtig für den eigentlichen Film wie alles andere, was nahezu kein Wort der Erwähnung wert ist.

Denn unabhängig vom eigentlich Inhalt ist für "The last Winter" nur eines von relevanter Wichtigkeit: Wir betrachten 2 Männer, deren monotype Handlungsweisen schon nahezu morbide Züge annimmt, dass der Film "The last Winter" schon allein durch deren Darstellungen zum absoluten No-Go zu entwickeln versteht.

Na gut: Intellektuelle Schreiberlinge sehen in dem Kampf des Vertreters einer Ölfirma, die natürlich ein neutral-positives (Forschungs-)Ergebnis zum Öl-Bohren in der Antarktis abliefern möchte, und dem verweichlichten Umweltschützer, der zur Beurteilung des selben Sachverhaltes an Ort und Stelle ist, den sich interessant anhörenden Inhaltspart:
Für Psycho-Schmackes in der Gruppe sorgt das Aufeinanderprallen der beiden Alpha-Männchen Pollack (HELLBOY Ron Perlman) als Alles-scheiß-egal-Typ und dem Umweltwissenschaftler Hoffman (James Le Gros). Parallelen zu Bush und Gore sind natürlich rein zufällig

und liefert damit eine an sich schon nahezu Pulitzer-Preis verdächtige Inhaltsangabe eines zu Tode langweilenden und uninteressanten Filmes ab, der sich nur noch durch den Zusatz
Sein Film steht in punkto Stimmung in der Tradition von Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT und ALIEN.

selbst zu übertreffen versteht.

Wäre ich Verantwortlicher einer der beiden Streifen, würde ich beim direkten Vergleich in punkto Stimmung meiner Filme mit dem Machwerk "The last Winter" eine Schadensersatzklage in Betracht ziehen!

Denn "The last Winter" versteht lediglich, einem K(r)ampf von unsymphatischen, sturen wie uneinsichtigen Charakteren darzustellen, welche neben einem absolut nicht vorhandenem Spannungsbogen in der Realisation des Filmes sich selbst nur noch durch abstruse und eine völlig langweilige wie kitschige Darstellung von Unerklärbarem auszuzeichnen versteht.

Eine der Story gerecht werdenden Darstellung in Punkto Feeling und Mystery sucht man hier jedenfalls vergebens und der sich permanent wiederholende Part sich annörgelnder Hauptdarsteller geht so auf den Nerv, dass das mehr als peinliche Ende schon nahezu den Höhepunkt eines Filmes darzustellen versteht, der absolut keine Höhepunkte zu besitzen weiß.

Wenn ich dann nicht mal mehr weiß, was meine Notiz dämliches Outro im Detail zu bedeuten hat und auf welchen Umstand es sich bezieht sollte klar werden, welchen Stellenwert "The last Winter" in meiner Filmgunst einzunehmen verstand. :p

Einzig und allein wer auf einen permanent fluchenden und missgelaunten Ron Perlman Lust verspürt, sollte den Film in seine nähere Auswahl aufnehmen. Alle Anderen sollten dieses Machwerk ganz eindeutig meiden, sofern nicht ausgerechnet "Dead Daughters" oder "Welcome to the Jungle" als Kontrastprogramm angeboten werden, die in der Tat noch schlechter als "The last Winter" daherkommen.

Dennoch gibts für "The last Winter" keinen Bonuspunkt diesbezüglich, weil schlecht einfach schlecht ist! 1/10!
Sidschei
sah diesen Film im Metropol 2, Stuttgart

08.08.2007, 15:42




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