von Fans für Fans

Naked Weapon

Old-School Trash

von maf
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"Naked Weapon" ist einer der neueren Filme von HK-Legende Ching Siu-Tung (remember "Chinese Ghost Story"), und in seiner Ambivalenz und gleichzeitigen Unverfrorenheit deutlich unterhaltsamer ausgefallen als man erwarten konnte.

Der Plot um ein Ausbildungslager für (natürlich ausschließlich gutaussehende) weibliche Hit(wo)men incl. anschließender Liebesstory dient nur als Aufhänger für schon fast verloren geglaubte Exploitation-Tugenden: heiße Miezen, schicke Autos, Zeitlupen-Schießereien und Explosion, sinnlose Gewalt, dummdreiste Schauspieler/Dialoge und absurde Situationen galore (die Szene im "Magnum"-Eiswagen ist schlichtweg unglaublich...).

Hört sich ja alles prima an, doch nun zum Thema Ambivalenz: das Ganze ist dann doch zu sehr zeitgeistig durchtränkt, die Gewalt ist meist nur angedeutet, die Erotik eher im (sehr soften) RTL II-Bereich und der Soundtrack vollgestopft mit unzusammenhängenden Motiven und Elektronik-Rock.

Na ja, man kann nicht alles haben...für gute Unterhaltung unterhalb jeglicher Niveaugrenze ist auf jeden Fall gesorgt, und das ist doch schon mal was.
maf

27.06.2003, 13:10


Review

von ZardoZ
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Eine der wohl behämmertsten Stories aller Zeiten, gepaart mit Action par excellence, egal ob Martial Arts oder Shootout, eine Augenweide (die netten Mädels natürlich auch). Doch der Plot ist der Abschuss. Nicht allein die Grundidee, sondern vor allem auch die Umsetzung ist so trashig wie es nur geht, dazu eine Dramatik, dass sich einem die Zehennägel aufstellen. Der Film ist so unfreiwillig komisch, dass einem der Bauch weh tut ! Doch er unterhält, das tut er wahrlich ...
ZardoZ
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

06.08.2003, 13:33


You cannot shoot someone in front of your mother!

von Herr_Kees
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DIE Trashgranate des Festivals: GIRLSCAMP (leider ohne Frau Schöneberger) meets CHARLIE'S ANGELS. Dialoge zum Wegschmeißen! Mädels zum Anbeißen! Action zum Kinnladerunterklappen!

Was Siu-Tung Ching da geritten hat, werden wir wohl nie erfahren. Die Handlung sucht in ihrer Dämlichkeit ihresgleichen (Dutzende kleiner Mädchen werden in jahrelangem Drill zu Top-Attentäterinnen ausgebildet, um sich in ihrer letzten Prüfung schließlich selbst zu dezimieren - wer zahlt das alles?), die Damen sind weder in der Zurschaustellung ihrer Reize noch in der Wahl ihrer Tötungsmethoden besonders zimperlich und die Actionszenen (unterstützt durch ein paar Computertricks) gehören zum Besten, was das Hongkong-Kino zu bieten hat.

Als unser Held dann eine alte Frau ins Krankenhaus bringt (und zwar - huckepack!) und dabei fast mit einem Parkscheinautomaten (oder was auch immer) zusammenstößt, blitzte in mir kurz mal die Frage auf, ob der Film vielleicht doch nicht so ernst gemeint ist, wie es zunächst scheint.

Scheißegal, Gehirn abschalten und zurücklehnen. Viel Spaß dabei.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

08.08.2003, 12:13


Hau die Frau..

von Felix Schweiger
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Eine Insel inmitten der Idylle ist ein Ausbildungslager für allesamt hübsche Killerinnen unter der Führung der bösen (aber auch hübschen) Madam M. Doch nur eine soll überleben und so geht es rabiat zur Sache. Dann ist da noch der Polizist, der all die verschwundenen Mädchen sucht und sich natürlich in eins davon verknallt und...ach egal.. pfeif doch auf die Story, was man hier erwartet ist klar: Nett anzusehende halbnacke Mädels, die sich prügeln.
Leider nicht wirklich brutal (kann an der Videofassung liegen) und nicht wirklich soviel nackte Haut, wie man's gerne hätte. Drübergestreut etwas asiatischer Comic-relief, der sich mit der restlichen unfreiwilligen (?) Komik des Films zu einer leicht zähen Masse vermengt. Positiv stechen lediglich die Kampfsequenzen aus dem seltsamen Gemenge heraus.
Fazit: Mittelprächtiger möchtegern Exploiter, der nur begrenzt begeistern kann.
Felix Schweiger

08.10.2003, 00:29


Review

von Frank
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Naked Weapon startet in Hochglanzoptik mit Bildern von höchster Präzision. Es folgen traumhafte Landschaftsaufnahmen einer Insel mit reichlicher Vegetation, Strand, Meer und einem wunderschönen Sonnenuntergang. Doch der Schein trügt, denn auf dieser paradiesischen Insel werden junge Mädchen unfreiwillig zu kampftrainierten Tötungsmaschinen ausgebildet, um später als Killer für Madame M Aufträge in aller Welt auszuführen.

Holprige Texte, besonders zu Beginn, und eine dünne, ja platte Story sind zentrale Merkmale dieses unglaublichen Films. Über die Motivation der “Bösen“ wird uns nichts verraten. Schnelle Autos und Frauen mit Beinüberlänge, das erinnert mich irgendwie an eine vergangene Zeit... Die Witze wirken wie eine Parodie und die Emotionen kleben an der Leinwand. So haben wir es hier weder mit einem ernsthaften Thriller, einer leidenschaftlichen Actionromanze oder einer Vollblutkomödie zu tun. Ich frage mich, ob die Komik freiwillig war. Naked Weapon wirkt am ehesten trashig, obwohl auch das irgendwie nicht stimmt.

Zeigt der Film im Grunde eine einzige Perversion (Den Mädchen wird quasi ein Drittel ihres Lebens geklaut), so lässt er den Zuschauer dabei emotional seltsam kalt. Vielleicht liegt es daran, das Naked Weapon zu perfekt ist in seiner Ästhetik. Auch die Darstellung der Emotionen zwischen den Figuren, selbst derer, die Zuneigung zueinander empfinden, wirkt plump.

Die Kampfchoreografien sind ziemlich genial und das einzig wirklich leidenschaftliche in diesem undefinierbarem Hongkong Streifen, der uns die 80er noch einmal in Erinnerung bringt. Jede Kampfsequenz ist effektvoll in Szene gesetzt. Hier scheint die „Perfektion der Ästhetik“ angemessen.
Als Actionchoreografen kennen wir Siu-Tung Ching unter anderem aus Hero oder House of Flying Daggers.

Fazit

Wer eine Vorliebe dafür hat, sich Filme unter einem bestimmten Aspekt anzuschauen, kann sich das antun, denn in diesem Fall lohnen (neben den langen Beinen) die Kampfchoreografien. Das hebt ihn auch über den Durchschnitt.
Ansonsten kein "Must see".
Frank

29.10.2008, 19:22




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