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Reviews zum Film Nothing (2003)
| Direktlink  | Mensch, was hatte ich mich auf den Film gefreut. Extra zwei Karten gekauft (für meine Verlobte und mich), aber was mir dann geboten wurde...
Also mal von Anfang an:
Es geht um zwei Loser, die zusammen in einem Haus an der Autobahn wohnen und durch unerklärliche Umstände plötzlich mitsamt ihrem Haus im Nichts landen. Total verwirrt beginnen die beiden, ihre Umgebung zu erkunden, merken aber recht schnell, dass das nix bringt und kehren zu ihrem Haus zurück. Dort fangen sie dann an, sich gegenseitig auf die Nerven zu gehen, was dem Zuschauer dann gute 45 Filmminuten zugemutet wird. Dabei agieren die Schauspieler dermaßen nervig, dass man echt nur noch hofft, die Folter möge endlich ein Ende haben. Dies passiert dann auch recht überraschend und am Ende steht man recht ratlos da und fragt sich, was die 90 nervigen Minuten eigentlich sollten. Sicher bleibt eine kleine Botschaft zurück, aber muss man dafür dem Publikum 1,5 Stunden lang auf den Geist gehen?
Fazit: 16 Euro zum Fenster rausgeworfen! Die 1,5 Punkte gibt es von mir nur für die ganz guten Effekte am Ende des Films. | Wille sah diesen Film im Metropol, Stuttgart | 04.08.2004, 01:48 | | |
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| Direktlink  | Auch wenn bereits meine beiden anderen Filme "Saw" und "The Machinist" das Prädikat "Mindfuck" von anderen Stellen bekommen haben - "Nothing" verdient es als einziger Film!!!
Meet Dave and Andrew - Dave, der etwas egozentrische Verlierertyp und Andrew, welcher wohl eine Neurose zuviel hat. Andrew kann nicht aus dem Haus und verdingt sich zuhause als Online-Reisebroker (!). Ausserdem wohnen die beiden in der Nähe (wörtlich!) von zwei Schnellstraßen. Und das kann ja wirklich nicht sein...
Einige Wendungen später stehen die beiden vor dem Scherbenhaufen ihres kümmerlichen Lebens, und als dann die dritte Tränengasgranate ins Haus segelt und die beiden Hauptdarsteller panisch schreien, da passiert es dann...
Was genau, möchte ich hier nicht verraten. Es ist aber wirklich ein echter "mindfuck", wenn die beiden Jungs in ihrer tofufarbenen Welt herumwandern und nach dem Sinn des... tja, was eigentlich suchen?
"Nothing" will den Zuschauer nicht wirklich überfordern. Es ist eine sehr witzige, gegen Ende auch arg zynische Darstellungsform geboten, welche aber immer wieder mitreisst und einen teilweise minutenlang lachen lässt! Ein absolutes Muss auf dem diesjährigen FFF!
Wer sich auf den Film einlässt und dabei den Titel "Nothing" im Hinterkopf behält, der wird bestens amüsiert werden. Tipp: Unbedingt bis zum Ende bleiben, da es da nochmals eine sehr interessante Szene gibt, über die man noch kurz diskutieren kann.
Das war mit Abstand der vollste Film in Stuttgart, den ich bisher besucht habe (>90%). Wie mir scheint, ist das FFF wirklich erwachsen geworden...;-) | Athanasios Mazarakis sah diesen Film im Metropol, Stuttgart | 04.08.2004, 12:17 | | |
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| Direktlink  | Der Film scheint, wie man an den Kommentaren meiner Vorgänger sehen bzw. lesen kann, tatsächlich die Gemüter zu spalten - meines Erachtens v.a. eine Frage der Präferenz bezüglich des Humors.
Ich für meinen Teil bin maßlos enttäuscht von dem Film: Voller Erwartung wegen der tollen Kritiken, empfand ich die ersten 15 - 20min. noch als ganz unterhaltsam, doch sobald das Nichts kam, war es dann auch nichts mehr...
Sich teils auf dem Witz-Niveau von Adam Sandler & Konsorten bewegend, hätte auch Jim Carrey den Film nicht mehr retten können, trotzdem es ein "toller" Dumm & Dümmer 3 hätte werden können.
Ne, ne, überhaupt nicht mein Humor/Stil/Geschmack/was auch immer, daran konnte auch der eine oder andere nette Einfall am Schluß nichts mehr ändern.
Ganz nebenbei noch: Auch ich hätte mir gerne das eine oder andere weggehaßt, allem voran diesen Film! | Ulrike sah diesen Film im Metropol, Stuttgart | 05.08.2004, 02:43 | | |
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| Direktlink  | Schade, schade, da hätte man wesentlich mehr draus machen können als Blödeln im Akkord.
Meine Erwartungen waren natürlich durch Cube und vor allem Cypher doch sehr hoch, aber das ändert im Nachhinein nicht wirklich was.
Was mich wirklich enttäuscht ist, daß Natali die sich bietenden Möglichkeiten der Story nicht genutzt hat, um eine neue Richtung einzuschlagen (was Cypher gerade so großartig machte). Stattdessen, ein mäßiger Witz nach dem anderen (der Vergleich zu Dumm & Dümmer von Ulrike ist gar nicht so schlecht, doch diese Klasse erreicht Nothing leider viel zu selten).
Nothing ist ein netter kleiner, witziger Film, den man nicht wirklich braucht, und nach Filmende erinnert man sich, man ahnt es, an (fast) nichts mehr. | Sluggo sah diesen Film im Residenz, Köln | 10.08.2004, 13:08 | | |
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| Direktlink  | Was passiert, wenn zwei Verlierer sich in ihrem schwärzesten Moment, ausweglos am Abgrund ihrer jämmerlichen Existenzen stehend, all den Ärger, all den Streß, all die Menschen, ja alles um sich herum einfach ganz fest weg wünschen?
In der Realität: nichts. In diesem Film: Nichts. Wobei der wesentliche Unterschied zwischen den Ergebnissen nicht in Groß- und Kleinschreibung zu suchen ist. Sondern in der Form des Gelächters, die sie produzieren: ersteres vermutlich maximal höhnisches (falls das "Publikum" eine entsprechende Persönlichkeitsstruktur aufweist). Zweiteres dagegen wohl vorwiegend ungläubiges, fasziniertes, blendend amüsiertes. Die Sorte Gelächter eben, die nur ein Haufen materialisierter Absurdität hervorrufen kann.
"Nothing" basiert auf einer kleinen, aber schön bizarren Idee, die vom Film konsequent auf die Spitze getrieben wird. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele bescheuerte Dialoge und wahnwitzige Aktionen sich aus einer so minimalistischen Ausgangssituation wie der zweier neurotischer Freunde, die sich auf einmal mit all ihren Habseligkeiten im sprichwörtlichen Nirgendwo wiederfinden, konstruieren lassen.
Wobei "Nothing" keinesfalls NUR auf Klamauk aus ist: die beiden Protagonisten werden von Anfang an mit tragischen Untertönen gezeichnet; und als sie im Verlauf des Films beginnen, mehr über sich selbst und ihre Beziehung zueinander zu begreifen, rückt das Ernsthafte kurzzeitig sogar in den Vordergrund. Was "Nothing" nun mal ganz grundsätzlich von albernen Hollywood-Komödien unterscheidet: bei aller Absurdität des Gezeigten ist und bleibt das hier immer auch eine Parabel über menschliche Verzweiflung und menschliche Sehnsüchte, zeichnet Natali ein bitterböses Bild gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Verhältnisse.
Vorrangig aber ist "Nothing" natürlich durchaus eine Komödie - oder eher eine Groteske. Die ein einziges größeres Problem aufweist: das nicht konstant ausreichend hohe Tempo, in dem uns das Geschehen präsentiert wird. An die atemberaubende Geschwindigkeit der Eröffnungssequenz, die im besten Sinne an die Cartoon-Abschnitte diverser Monty Python-Werke erinnert, kommt der Film in seinem weiteren Verlauf ohnehin nie wieder heran. Aber auch davon abgesehen geht er streckenweise zu sehr vom Gas, kommt manchmal fast zum Stillstand. So wird es dann beispielsweise auch für das Publikum irgendwann arg anstrengend, als die beiden Protagonisten sich eine Zeitlang in aller Ausführlichkeit nur noch gegenseitig auf die Nerven gehen. Hier hätte ein wenig mehr Straffung dem Film durchaus gut getan.
Das bleibt für mich aber auch der einzig nennenswerte Kritikpunkt. Ansonsten ist "Nothing" ein kleines, skurriles Meisterwerk, das mehr Humor aufweist als alle Hollywood-"Spaßfilme" der letzten fünf Jahre zusammen. 7,5 Punkte. Und nicht vor dem Ende des Abspanns aus dem Saal gehen! | D.S. sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt | 14.08.2004, 15:50 | | |
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| Direktlink  | Nothing hat mich wirklich überrascht. Er lief ziemlich früh am Sonntag, aber hat wohl wirklich alle wachbekommen. Schon am Anfang ist klar: der Film wird schon ziemlich lustig. Einiges wirkt zwar ein bißchen künstlich, das schadet aber nicht. Wenn die beiden dann nur noch alleine mit ihrem Haus im Nichts sind, ist es schon wirklich witzig. Nachdem sie aber dann im Nichts sind, hört es nach ca. 30 Minuten auf, neu zu sein, und der Zuschauer beginnt sich zu fragen, ob noch großartig was kommt. Leider kommt nicht wirklich was neues, aber trotzdem hat man Spaß gehabt. Wenn der Film 60 Minuten gehen würde, wäre es noch besser gewesen...
Und bitte bis nach dem Abspann sitzen bleiben... da kommt noch was. Was das auch immer ist :-) | Umelbumel sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg | 19.08.2004, 20:06 | | |
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