von Fans für Fans

The Numbers Station

Psychologische Charakterstudie eingewickelt im Agentenmäntelchen

von meiklsan
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Der in die Jahre gekommene, psychisch etwas angeschlagene Agent Emerson (John Cusack) wird nach einem vermasselten Job „in the field" zur Beruhigung seiner Nerven in den vermeintlich ruhigeren Dienst eines geheimen Bunkers, die sog. „The Numbers Station", vorübergehend strafversetzt.
Dort trifft unser neuer Sicherheitsbeamter im Schichtdienst auf die bezaubernde „Zahlenmoderatorin" Katherine (Malin Akerman), mit der er ab sofort im Bunker als verschworenes Pärchen seine triste Arbeitszeit verbringt.

Bis dahin verläuft die Story völlig unangestrengt und annähernd spannungslos, bis zu dem überraschenden Moment des künstlich konstruierten „Incidents".

Ab diesem Zeitpunkt füllt sich die Story zusehends mit einer gewissen Bunker-Paranoia und der Film gewinnt an Spannung, liefert Shoot-out-Action und serviert auch ein paar blutige Gewaltspitzen!

Insgesamt kommt dieser fast kammerspielartige Agenten-„Verschwörungs"-Bunker-Thriller aber viel zu harmlos und vorhersehbar daher, als dass er heutzutage auch nur noch einen Filmfreund aus der Reserve locken könnte.
Alles bereits zigtausend Mal besser und überraschender in jedem Fresh-Blood-Movie gesehen.

Maximal als seichtes Einstiegsfilmchen in den Festivaltag hinein geeignet, andernfalls eher auslassen.
Ein paar Punkte gibt es für einen gewohnt souverän aufspielenden Cusack.
Die Allesschauer besorgen sich sowieso die Blu-ray.
Leichte Kost für Zwischendurch.
meiklsan

10.08.2013, 16:29


7890564321

von Michaela
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Ein Film mit John Cusack - aber immer!

Das war auch schon das Highlight - der Film spielt auf einem abgeschirmten, verlassenen, nicht offiziellen Militärstützpunkt irgendwo in England und ist dermaßen langweilig, dass man einschlafen könnte. John Cusack spielt - wie immer - John Cusack, den Mann mit der immer gleichen Frisur und dem immer gleichen schwarzen Anzug. Aber trotzdem gelingt es ihm mit nur minimalistischen Gesten, seiner Figur Leben einzuhauchen, die Zweifel, die diese Figur hat, auszudrücken. Das war es aber auch schon - die Story ist irgendwie hohl, die Ausführung auch. Spannung geht anders.
Michaela
sah diesen Film im Cinema, München

30.08.2013, 00:07


Als Sonntagnachmittags-Unterhaltung ganz annehmbar

von ArthurA
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John Cusack als knallharten Actionhelden zu sehen, fällt ungemein schwer. Manche Schauspieler haben eben nicht die entsprechende Ausstrahlung, um überzeugend Profikiller zu spielen. In Ein Mann, ein Mord (OT: Grosse Pointe Blank) hat das noch funktioniert, weil der Film sich nicht ernst nahm. Das tut The Numbers Station aber schon. Darin spielt Cusack Emerson Kent, einen Agenten der CIA mit Lizenz zum Töten, der nach einem Auftrag, der aus dem Ruder geraten ist, nach England versetzt wird. Dort soll er, mitten in der einsamen Natur auf dem Gelände einer ehemaligen US-Armeebasis, die nun zu einem Zahlensender umfunktioniert wurde, auf eine begabte Kryptografin (Malin Akerman) aufpassen. Von dort sendet sie mittels Zahlenreihen verschlüsselte Botschaften an verdeckt operierende Agenten in allen Teilen der Welt. Alles läuft nach Plan und der traumatisierte Mann kommt langsam der schönen, aber etwas naiven Frau näher. Bis eines Tages eine Gruppe von Söldnern den Zahlensender attackiert...

The Numbers Station ist solide Sonntagnachmittags-Unterhaltung, wenn gerade nichts anderes im Fernsehen läuft und man zu faul ist, eine DVD/Blu-Ray von einem besseren Film einzuwerfen. Wie gesagt, den Actionhelden kauft man Cusack einfach nicht ab, einen gebrochenen Mann schon eher, doch dazu hat der Charakter einfach nicht genug Tiefe, um wirklich mit ihm mitzufühlen. Auch Malin Akerman bleibt die ganze Zeit blass (und ich meine nicht nur die Hautfarbe). Einen Pluspunkt bietet das klaustrophobische Setting im Sende-Bunker, doch obwohl der ganze Film mehr oder weniger ein Rennen gegen die Zeit darstellt und unsere Hauptcharaktere in stetiger Gefahr sind, kommt trotzdem nie viel Spannung auf. Am Ende bleibt der Film relativ überraschungsfrei und zum Teil auch zu simpel, um aus der Masse ähnlicher Filme wirklich herauszuragen.
ArthurA
sah diesen Film im Cinedom 10, Köln - Original-Review

09.09.2013, 03:00




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