von Fans für Fans

The Oxford Murders

Pi mal Sieben

von Bobshock
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Hat mir nicht so gut gefallen. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Leider nur ein mainstreamiger Pseudo-Murder-Mistery mit mäßiger Charaktertiefe und unglaubwürdigen Wendungen. Viele falsche Fährten lassen zeitweise amüsante Ratestimmung aufkommen doch letztendlich plätschert die zu harm- und humorlose Handlung spannungsfrei dahin bis sie zu einer mäßigen Auflösung kommt. Das ganze wird durch einige mathematisch-philosophisch angehauchte Exkurse angereichert, die aber leider aufgesetzt wirken. Nicht halb so gut wie SIEBEN aber für die Masse gut konsumierbar auch dank der schönen Filmmusik und der guten Darsteller Ellijah Wood und John Hurt.
Bobshock

18.06.2008, 21:01


Für Freunde des Da Vinci Codes

von FFFler
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Leider nie mehr als ein langweiliger Mitratekrimi, dessen Problem ist, dass seine Charaktere durch die Bank Unsympathen sind. Die Rätsel erinnern zudem fast ein wenig zu sehr an den Da Vinci Code und auch sonst ist außer dem gewohnt guten Spiel von John Hurt, sowie der stimmungsvollen Atmosphäre nichts vorhanden was den Film aus dem Mittelmaß hieven könnte.
FFFler

30.06.2008, 18:27


Der Vorleser

von TheCritic
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Der Film wird sicher eine der großen Enttäuschungen des FFFs werden. Nicht, weil die Erklärung des Mysteriums per se so unglaublich schlecht ist, sondern weil der Film die Erwartungen des FFF-Publikums nicht bedient. Álex de la Iglesias Film ist mehr eine Reflexion zum Thema Kausalität als ein Whodunnit oder eine Serienmördergeschichte. Die philosophischen Exkurse spiegeln sich hervorragend im Plot wider und sind clever angelegt.
Das Problem des Filmes besteht leider darin, daß er ausgesprochen unfilmisch vorgeht. Buchseite auf Buchseite wird in Dialoge übertragen, die dann, in immergleichen Bildern angelegt, von den Schauspielern aufgesagt werden müssen. Wo bleibt das Verspielte, das de la Iglesias Filme sonst so goutierbar machte?
Und mal ehrlich - wer will eigentlich Elijah Wood nackt sehen? Mehrmals? Iih!
TheCritic

28.07.2008, 14:29


schade eigentlich

von tatabanya
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Im Vorfeld schon nicht so viel gutes gehört ... dann doch gedacht, ach komm, Iglesia, so schlecht kann's nicht werden. Oh doch, es kann. Bis zu zwei Dritteln geht das noch ok, mit dem Mitraten, wer ist denn der Mörder, wer hat Dreck am Stecken und warum, Symbole raten, Mathematik- und Philosophie-Ausschweifungen folgen. Doch als es zu den finalen Wendungen kommt wird die Geschichte für mich ins Absurde geführt. Der cleverste, der die Wahrheit so auslegt, dass er gut dabei wegkommt, gewinnt. Ach nee, was soll das denn? Hätten sie sich sparen können. Das schönste war das schöne Oxford, als bekennende Anglophile gab es alte Schulhäuser, Buchläden und hübsche Häuser, doch das allein trägt eben keinen Film. Schönes Setting, Geschichte mau.
tatabanya
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin

17.08.2008, 09:41


Oxford statt Hobbingen

von Lovecraft
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Wie bitte? Das war er, der neue Iglesia-Film?

Hätte man "The Oxford Murders" ohne entsprechendes Vorwissen gesehen, wäre man nicht ansatzweise auf die Idee gekommen, der gediegene Krimi stamme von dem Regisseur von "Dia de la Bestia". Zu glattgebügelt und überraschungsarm kommt der prominent besetzte Streifen daher. Leider verliert sich der Film in philosophischen und mathematischen Diskursen, was vollkommen zu Lasten der Spannung geht. Dabei ist Elijah "Frodo" Wood schauspielerisch nicht in der Lage, einen derart dialoglastigen Film als Hauptdarsteller zu tragen, neben Altmeister John Hurt fällt er doch deutlich ab. Leonor Watling ist mit Küchenschürze auch nur (zugegeben sehr) schmückendes Beiwerk. Auch verschenkt Iglesia die zweifellos vorhandenen Schauwerte seines prächtigen Drehortes Oxford, von wenigen Ausnahmen mal abgesehen hätte der Film in einer beliebigen englischen Kleinstadt spielen können.

Positiv zu nennen ist neben Roque Banos' wunderbarem Soundtrack die durchaus raffinierte Auflösung, die wieder einiges rausreißt. Schade, hier wäre deutlich mehr drin gewesen.
Lovecraft
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin

17.08.2008, 11:17


Zähes Brot

von landscape
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Eine sehr schöne lange Kamerafahrt wie einst bei Short Cuts (da aber gleich zu Anfang), eine wunderbare alte Frau Eagleton, John Hurt brilliert auch, aber der Rest geht einem am Arsch vorbei. Besonders dieses Groupie, sozusagen das Bond Girl in diesem Film. Aber was will man auch von einem akademischem Rätsel erwarten? Rockt halt einfach nicht, weil alles bis zum bitteren Ende durchdiskutiert werden muß. War nett.
landscape
sah diesen Film im Cinemaxx 2, Hamburg

19.08.2008, 22:57


Iglesia mal anders

von MarxBrother81
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Der spanische Ausnahmeregisseur, einer meiner persönlichen Lieblinge seit 10 Jahren, Alex de la Iglesia hat in seiner neuesten (britisch-französisch-spanischen) Produktion einen kleinen Fehler gemacht: er ist normal zu Werke gegangen!
Alle die jetzt Mutanten in Rollstühlen,
psychopathische Kidnapper,
satananbetene Priester,
mordlüsternde Nachbarn,
rumschiessende Italo-Darsteller oder
machohafte Kaufhausangestellte erwartet haben, werden enttäuscht sein.

Trotz fehlender schwarzer Humorik und comichafter Overacting-Action hat er es geschafft das intellektuelle Publikum auf seine Seite zu holen....

Aber wie ich glaube bleibt es eher ein Einzelfall!
Denn so kommerziell erfolgreich waren die nicht, die Oxford Morde!
MarxBrother81

11.01.2009, 12:50




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