The Paper Tigers

Papier hat scharfe Seiten

von Leimbacher-Mario
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Drei gealterte Kung Fu-Schüler schicken sich an, ihren hinterhältig ermordeten Meister zu rächen - doch da kommen ihnen fehlende Übung, knackende Gelenke, Zwiste untereinander und fehlende Erinnerung etwas in die Quere…

„The Paper Tigers“ ist beileibe nicht perfekt. Genauso wie seine drei gealterten Helden. Der Film lässt definitiv Potenzial liegen, hat seine Längen und löst etliche Konflikte unbefriedigend auf. Und dennoch kann man ihn als Martial Arts-Fan eigentlich sehr leicht ins Herz schließen. Und als Filmfan ebenso, da er gar nicht mal nur Fights und Bombast bietet. Ganz und gar nicht nur. Viel mehr ist er eine Geschichte des Alterns, der Freundschaft, des Muts und der Ehre. Eine Geschichte des aufrechten Verlierens und von Meistern wie Schülern. Die Kämpfe könnten krachender sein - doch das würde den gesamten Punkt unterlaufen. Der Humor könnte punktierter und packender sein - doch das würde das Ganze wahrscheinlich zu sehr ins Augenzwinkernde und Lächerliche ziehen. Daher passt das schon. Allen möglichen Kritikpunkten kann man Sinn und Verstand unterstellen. Von der Geschwätzigkeit bis zur allgemeinen Milde. Vielleicht minimal für den hohlen Zahn. Aber gut für Herz und Seele. Und vor allem durch die drei Jungs natürlich ein Schmankerl und vielleicht sogar mit Wiederspielwert. Da man bekanntlich für die Action und das Lachen kommt, aber wegen den Leuten bleibt. Plus: die urbanen Beats sind ein schöner Kontrast für dieses bunte Trio.

Fazit: Sympathischer Curveball auf das Martial Arts-Genre, der vor allem von den Figuren, deren Chemie und seinem großen Herz lebt. Ein Film für Fans.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

25.06.2021, 19:27




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