von Fans für Fans

Pet

Mein Stalker mit den haarigen Füßen

von Leimbacher-Mario
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Mein Favorit gegenüber dem ähnlichen, wesentlich realistischeren & langweiligeren "Berlin Syndrome" - beide über eine hübsche Gefangene, beide tiefer als man denkt, beide top gespielt, aber nur einer unterhält wirklich. Obwohl es im Endeffekt Geschmacksache ist, welchen man vorzieht. Den Status des Films mit dem kleinsten US-Box Office 2016, ganze 50 Dollar (!), hat der vielschichtige Thriller "Pet" bei weitem nicht verdient. Denn immer wenn er in Durchschnittsbrei und Torture-Quatsch verfallen zu droht, wendet er sich und rammt einem das Twist-Messer in die Seite. Überraschend, emotional, psychologisch - zumindest in Ansätzen. Kein Film fürs Kino - ein Film für einen netten Thrillernachmittag. Nicht nur für Hobbit-Fans und nicht unbedingt für Gorehounds die Hostel 537 erwarten. Dieser hier schürft tiefer und unterhält geschickter...

"Pet" scheint anfangs straight und simpel zu sein, überrascht dann aber mit mehr Wendungen und Tiefgang als man je gedacht hätte. Toll! Alles andere als realitätsnah oder glaubhaft, nichtsdestotrotz jederzeit unterhaltsam und Neugier weckend. Wie geht es weiter, wer spielt wen aus, wer hat die Oberhand. Ein Psychothriller, der sich dieses Genre redlich verdient. Hart wenn er sein muss, soft wenn er nahe an die zerstörten Figuren und deren Innenleben heranfährt. Genau dann ist er am stärksten. Fast schon unangenehm und seltsam poetisch und tiefgründig. In einem verqueren und kranken Sinne. Monoghan & Solo lassen böse Funken sprühen und empfehlen sich für Größeres. Gerade der sonst so brave Hobbit blüht hier in einer ungewohnt düsteren Rolle auf. Anders als das "Berlin Syndrome" hat dieses twisty Haustier durchaus Neues an den Gefangenschaftstisch gebracht!

Fazit: unterhaltsames, wendungsreiches und stark gespieltes Keller-Psychoduell. Lässt die Zeit fix vergehen und überzeugt genau dann, wenn er einen Adrenalinstoß und Twist braucht. Knifflige & involvierende "Liebesgeschichte", die einem Psychopathen näher kommt als einem vielleicht lieb ist. Spiel nicht mit dem Feuer...
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

01.05.2017, 01:08


Anders als erwartet

von Alexander
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Du glaubst genau zu wissen, was Dich erwartet, aber genau diesen Film bekommst Du nicht zu sehen. Und das war gut so. Ein entsetzlich langweiliges Filmplakat das von derselben Einheitsfeder stammen muss, wie die in letzter Zeit zuhauf raus gehauenen Bilder ähnlich simplifizierter Struktur (es wundert mich das es zu dem Thema noch keinen Thread gibt) und eine zumindest im Ansatz vorhersehbar wirkende Grundidee, die man in ähnlicher Form nicht nur auf diesen Filmnights, andernorts aber bereits mehrfach sehen konnte, ließen mich zunächst eiskalt.

Es kommt dann aber so ganz anders als der Genre-Filmfreund denkt und einige böse Überraschungen steigern nicht nur die Spannung sondern halten uns bis zum bösen Ende wach und bei der Stange.

Fiese Ideen, kleine Twists und die nicht wirklich vorhersehbare Geschichte machten "Pet" für mich zu einem saugut unterhaltenden, kleinen Horrorstück. Ein bisschen verstörend, ein wenig MYSTERYös, eine kleiner Schuss blutig... Eine der bisherigen wirklichen Überraschungen des Jahres.
Alexander

15.06.2017, 17:42




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