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Psycho Raman

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Raman Raghav 2.0

Aus dem offiziellen Programm:
Von 1965 bis zu seiner Ergreifung im Jahr 1969 tötete der Killer Raman Raghav auf den Straßen von Bombay nach eigenen Aussagen 41 Menschen. Vermutlich waren es aber mehr, denn „Psycho Raman“, wie er von der Presse getauft wurde, empfand das Töten als so selbstverständlich, mordete so beiläufig, dass er irgendwann das Zählen aufgegeben hatte.

Doch schon im Vorspann wird betont: Dies ist NICHT die haarklein nacherzählte Geschichte des 60er-Jahre Killers. Natürlich nicht! Anurag Kashyap würde nicht zu den aufregendsten Filmemachern Indiens zählen, wenn es ihm einfach gereicht hätte, den berüchtigten Kriminalfall, der sich tief in die Psyche des Landes eingebrannt hat, minutiös im Stil von ZODIAC abzufilmen. Die Ambition des 43-Jährigen, der in Deutschland vor allem für GANGS OF WASSEYPUR bekannt ist und dessen unbändige Liebe zum Kino so weit strahlt, dass er im vergangenen Jahr für seinen BOMBAY VELVET Scorseses legendäre Haus-Cutterin Thelma Schoonmaker für den Schnitt gewinnen konnte, ist größer, radikaler, irrsinniger.

Die Geschichte vom echten „Psycho Raman“ bildet hier lediglich den Überbau, sozusagen das tonale Koordinatensystem für das fiebrige, albtraumhafte Duell zweier böser Männer. „Men of Muck“ – hässlich jenseits der Vorstellungskraft – werden sie in einem einschmeichelnden Popsong genannt, den Kashyup perfide über eine brutale Mordszene legt.

„Raman“ heißt der psychopathische Killer, der mit seiner brutalen Mordserie die Aufmerksamkeit des anderen wecken will. Sein Kontrahent ist der Polizist „Raghav“, der sich dem Gesetz gegenüber erhaben fühlt und sich sein Koks selbst an den Tatorten abscheulicher Verbrechen in die Nase zieht. Zusammen ergeben sie „Raman Raghav“. Aber eben in der, wie der Originaltitel andeutet, fiktiv ausgeschmückten „2.0“-Variante. Kashyap findet wahnwitzige Kinobilder für seinen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. So verkommen und abgerissen sehen die Slums von Bombay nicht einmal im Kino westlicher Filmemacher aus. In die kunterbunte Welt des sich stets größer als das Leben präsentierenden Bollywood prallen die bisweilen unerträglich langen, meisterhaft inszenierten Suspense-Szenen. Fragmentiert wie der Verstand der beiden Antihelden gibt sich auch der Film selbst – vordergründig zwar ordentlich in Kapitel unterteilt, aber innerhalb dieser Kapitel furiose erzählerische Haken schlagend. Schuld und Sühne triefen aus jeder Einstellung dieses amoralischen Sittenbildes, das sich vor Scorseses TAXI DRIVER, RAGING BULL und insbesondere CAPE FEAR verneigt, ohne sich vor ihnen verstecken zu müssen. Weil Kashyap den wahren Fall von Raman Raghav als Aufhänger nimmt, aber vor allem von brutal außer Rand und Band geratenem Machismo erzählt.


Every now and then there is a serial killer that really stands out from the ranks of his horror colleagues. One that makes your stomach turn with his pure nihilistic evilness. The outstandingly produced PSYCHO RAMAN features a killer like this. This film had to be this year’s festival Centerpiece.


Selbstredend kann jeder Trailer potentiell Spoiler enthalten!


Score (BETA): 83 - 7.4 Sterne (48 Bewertungen) - 7.6/10 - 100%

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