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Rabid Dogs

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Aus dem offiziellen Programm:
Diese Geschichte von drei Unschuldigen, die von einer Gruppe Bankräuber nach einem vereitelten Bankraub als Geiseln genommen werden, ist buchstäblich eine Fahrt auf dem Highway to Hell! Nach dem todesbedingten Ausscheiden ihres Anführers verlieren die übrigen Gangster Verstand und Vernunft. Sie nehmen eine Frau gefangen und halten wenig später noch einen Mann in seinem Auto an, um den Fluchtwagen zu wechseln. Der Haken: Auf dem Hintersitz schläft die schwer unter Medikamenten stehende Tochter des Mannes, mit der er sich auf den Weg zu einer lebensnotwendigen Organtransplantation befindet. Zu der ohnehin angespannten Situation gesellt sich also noch eine tickende Uhr. Es geht in doppeltem Sinne um Leben und Tod. Eine Extremsituation führt in die Nächste, Loyalitäten wechseln, alles ist möglich und die Eskalation scheint unumgänglich.

Alter. Es geht ab. Das Finale dieses durch und durch kaltherzigen Films setzt noch einmal einen drauf. Faszinierend wie der junge Regisseur Éric Hannezo die Zügel seiner tollwütigen Hunde straff hält. Kein Gramm Fett hat der Film, dem im Übrigen auch der kühle Look eines modernen Thrillers gut zu Gesicht steht. Mittendrin der immer zuverlässige Lambert Wilson als Jedermann in der Feuertaufe. Seine Starpower, wie auch die Anwesenheit von Virginie Ledoyen, verleihen dem Szenario etwas Unwirkliches, während sich die Bilder dieser nachtschwarzen Albtraumfahrt in unseren Augen festbrennen.

Spürbar unter dem Einfluss von Sam Peckinpahs Grenzüberschreitung STRAW DOGS drehte der 60-jährige Mario Bava – zu diesem Zeitpunkt bereits eine lebende Legende – mit CANI ARRABBIATI (RABID DOGS) 1974 einen seiner letzten Filme. Auf engstem Raum entfaltete Bava in diesem bösartigen Exploitation-Schocker ein Tableau der Niedertracht, das im Stil der radikalsten B-Thriller Italiens an die Nieren geht und gleichzeitig an die niedersten Instinkte appelliert. Film als Flächenbrand, als Pulverfass, als Dampfkessel, in dem die wachsende Anspannung die unangenehmeren Seiten des Menschseins freilegt. Das hat damals Sinn gemacht: Zu Zeiten von Vietnam, Ölkrise und Korruption und Bestechung in Italien. Und es macht Sinn, dass es jetzt ein Remake gibt und dass dieses Remake aus Frankreich kommt. Die Zivilisation tanzt eben wieder auf der Schneide des Rasiermessers und Unruhen und Ausschreitungen erschüttern die Wiege der Demokratie. Wieder einmal befinden wir uns in einer extremen Zeit. Einer Zeit, die nach drastischen Filmen schreit. RABID DOGS – das können wir versichern – ist ein drastischer Film. Und verdammt wild und cool außerdem.


Nihilistic remake of the Mario Bava classic from 1974. Far more than a simple copy, Eric Hannezos’ directional debut bows deeply before the genre icon’s unique style. RABID DOGS is a stone-cold Giallo and pays homage to Carpenter, Argento and 1970’s and 80’s horror cinema.

Anmerkung:
Eric Hannezo, Regie war zu Gast:
Freitag 28. August um 20:30 im Savoy (Hamburg)
Samstag 29. August um 17:30 im Residenz (Köln)
Sonntag 30. August um 18:00 im Cinemaxx (München)


Selbstredend kann jeder Trailer potentiell Spoiler enthalten!


Score (BETA): 63 - 7.6 Sterne (55 Bewertungen) - 2015: 5.0/10

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