von Fans für Fans

Le Rat

 

Aus dem offiziellen Programm:
Aus den Schatten des Hauses heraus beobachtet die Ratte das seltsame Treiben des alten Mannes: Gerade erliegt er mal wieder der Sehnsucht zu seiner jung verstorbenen Mutter. Nimmermüde patrouilliert er den Waldesrand entlang um eine hübsche Dirn abzuschleppen. Denn die meisten Frauen sind leichte Beute und können handlich in der Blechtruhe verwahrt werden, die die Corpora Delicti für den angewesten Bausatz Mama hütet. Doch während die Vergangenheit zurückflutet, sich mit der Gegenwartspsyche vermengt, muss sich der Greis erst einmal um die Gestalt hinter der Gasmaske kümmern, die in seinem Jagdrevier wildert.

Wer sich mit viel Wein abhärtet, benötigt halt kräftigere Kaliber in die Magengrube: BERNIE, SEUL CONTRE TOUS, nun LE RAT – Kino im obersten Härtegrad gibt sich in Frankreich vielfältig. So orientiert sich dieser, an psychologischer Intensität brutalste Film des Festivals, weniger an jenen Plauderwerken, sondern bewusst am Wahn Lynchs ERASERHEAD, Laughtons THE NIGHT OF THE HUNTER und Dreyers VAMPYR. Die Urängste vor dem grobschlächtigen, glatzköpfigen Mannsvolk wurden so albtraumhaft geschürt, dass sogar eine der Aktricen vom Set floh.

Zuvor der nervenzermalmende BOM!, sowie der makabre FENSTERSTURZ, den ein Künstler des Öfteren herbeiführt um sein besonderes Talent hervorzukitzeln...


Merging fantasy with fetish, French art with the kind of French violence that is likely to traumatize its audience, Christophe Ali and Nicolas Bonilauri set out on an old man‘s dreamy quest to regain the love of his long dead mother. For the Lynchian way of filmmaking, one may try to repress the haunting memory of this shocker by envisioning to have nightmared it.


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