von Fans für Fans

Red Hill

Howdie...

von Solarbabe
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Schwierig, schwierig...eigentlich ein ganz netter Film, aber so richtig FFF war's nicht. Es ist ein Western, mit teilweise wirklich klassischen Bildern, wie Mann in einem weiten, wehenden Mantel, Hut und Vollmond, auch die Geschichte war ganz nett, aber mit der Beschreibung im Programm hatte die wenig zu tun. Darum war ich ein bißchen enttäuscht, dass es dann doch nix wirklich "Böses" im Sinne von übernatürlich war. Ein paar Lacher waren auch dabei und ich mochte die Besetzung, wer also eine Lücke füllen will, kann entweder einschlafen oder wird zumindest nicht verärgert sein, aber 9,00 Euro? Nur wer Westernfilme wirklich liebt oder Australienfanatiker ist.
Solarbabe
sah diesen Film im Cinestar 7, Berlin

27.08.2010, 20:28


Schlägt No Country for Old Men um Längen...

von FFFler
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So würde ein Western also in der heutigen Zeit aussehen. Red Hill ist ein Rachewestern allererster Güte, nur eben transportiert in ein kleines Bergnest der heutigen Zeit. Obwohl der Film eine geradlinige und vorhersehbare Story zeigt, stört das zu keinem Zeitpunkt. Das liegt zum einen am hervorragenden Racheengel Jimmy Conway als auch zum anderen an der hervorragenden Inszenierung von Partrick Hughes. Hervorragende Kamerafahrten, grandiose Schnitte und eine atmosphärisch dichte Inszenierung sorgen für beste Unterhaltung und so können auch kleine Anschlussfehler verziehen werden. Wer sich also gerne von einem Film aufsaugen lassen möchte und im Westerngenre nichts gegen Style over Substance hat, der wird hier bestens unterhalten werden.
FFFler
sah diesen Film im Cinestar 7, Berlin

29.08.2010, 16:22


Gewollt und nicht gekonnt.

von Fitzcarraldo
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Tja, das war wohl nichts. Der im Programmheft als "phänomenaler Horrorthriller" angekündigte Streifen von Patrick Hughes enttäuscht leider auf der ganzen Linie. In der Beschreibung ist die Rede von einer "alpinen Spannungskurve" und "überirdisch guten Darstellern" - Leute, das kann doch wohl nicht Euer Ernst sein!

Die (zugegeben recht idyllische) Szenerie wird bevölkert von stereotypen Charakteren, die sich weitgehend sinnfrei und unter Außerachtlassung jeglicher Logik und Vernunft durch einen von vorne bis hinten vorhersehbaren Plot quälen. Schauspielerische Glanzleistungen vermag ich dabei nicht zu entdecken - es sei denn, man hält es für große Kunst, den halben Film über grimmig in die Kamera zu starren.

Die Kombination aus Western und Horror ist durchaus reizvoll und hätte einen interessanten Genremix ergeben können, wäre sie einigermaßen kunstvoll oder wenigstens handwerklich solide umgesetzt worden. Doch über das Niveau eines schnell abgedrehten B-Movies kommt der Film leider nicht hinaus. So bleibt "Red Hill" ein komplett überflüssiges Machwerk, das man eher im Keller einer schlecht sortierten Videothek als beim Fantasy Filmfest erwartet hätte. Schade.

Zur Wertung: Einen Punkt gibt's für ein paar (unfreiwillige) Lacher, die den dilettantischen Regie-Einfällen geschuldet sind, einen weiteren für einen unerwarteten Gastauftritt aus dem Tierreich (wer den Film gesehen hat, weiß was ich meine). Mehr war beim besten Willen nicht drin.
Fitzcarraldo
sah diesen Film im Cinedom 9, Köln

01.09.2010, 10:37


Verwirrung durch Fell

von Rohrkrepierer
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Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Rilke als Einleitung zu einem FFF-Film. Hätt ich auch nicht erwartet, dass das mal geht, aber RED HILL zwingt mich dazu.
In erster Linie handelt es sich um einen absolut klassischen Shootoutfilm den man so, oder so ähnlich schon tausendmal gesehen hat. RED HILL spult alle typischen Versatzstücke des Genres ab und überrascht den erfahrenen Fan zu keiner Minute wirklich. Muß er auch nicht, denn in seiner Wahl der Schauspieler, der Drehorte und der Musik ist RED HILL hervorragend geraten. Zu jeder Sekunde weiß Regisseur Patrick Hughes genau, was er tut und das stellt das Herz des Genrefreunds mehr als nur zufrieden. Von der ersten bis zur letzten Minute ist RED HILL spannend und dicht. Weniger Western als an mancher Stelle geschrieben, aber als altmodischer, harter Actionfilm - nebst unlogischem Verhalten einiger Charaktere - eine Wucht.
Warum jetzt also Rilke? Alleine um zu verstehen warum zum Teufel in einen klassischen, handgemachten Film ein vollkommen nutzloses computergeneriertes Tier seinen Weg findet. Sollte Hughes ein Rilkefan sein, hätte ich es verstanden, sonst nicht.
Und dann bleibe ich in einem starken Genrefilm verwundert zurück und frage mich: warum?
Rohrkrepierer
sah diesen Film im Cinecitta' 3, Nürnberg

11.09.2010, 15:37




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