100 Feet

Review

von CineManiaX
100 Feet ist ein solider Geistergrusel, doch statt Famke Janssen hätte Eric Red beim Drehbuchschreiben lieber der Logik eine Fußfessel anlegen sollen: 100 Feet rattert teilweise dermaßen unlogisch vor sich hin, dass man nur mit dem Kopf schütteln und mit den Augen rollen kann. Die Protagonistin verhält sich oft so unlogisch und sinnlos, dass bereits spätestens zur Hälfte des Films klar ist, dass sich hier keine Gänsehaut mehr bildet, sondern allenfalls auf der akustischen Ebene noch ein Achtungs-Schock rausgekitzelt werden kann.

Persönlich störend fand ich noch eine viel zu brutale und krasse Szene, die so gar nicht zum sonstigen Ton des Film passt und der Atmosphäre eher abträglich ist - wenngleich sie gut gemacht ist. Auch das Finale ist viel zu aufwendig gemacht und lässt den Eindruck entstehen, dass das zur Verfügung stehende Budget mit aller Gewalt aufgebraucht werden musste - um dann doch ganz kurz vor Ende für einen Effekt nicht mehr auszureicht, der deshalb schon fast auf Power Rangers-Verwandlungssequenzniveau ist.

Da die Inszenierung von Eric Red jedoch nach einem kurzen und ruhigen Auftakt kontinuierlich aufs Tempo drückt und Famke Janssen gewohnt gut spielt, verzeiht man 100 Feet seine Schwächen jedoch gern und lässt sich von dem wüsten Geistertreiben unterhalten - einen bleibenden Schauder hinterlässt 100 Feet jedoch ganz sicher nicht und geistreiche Unterhaltung sieht auch anders aus - aber wenn 100 Feet schon nicht geistreich ist, dann gibt es doch immerhin einen reichen Geist.
CineManiaX
sah diesen Film im Cinemaxx 6, Berlin

19.08.2008, 00:13



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