Downloading Nancy

Nancy missed the Wakeup Call

von Timo
DOWNLOADING NANCY ist der erste Film des Festivals, den ich als richtig gut empfand. Der Suburbia-Clash ist sicher nicht das innovativste Thema, das ein typischer Sundance-Film zu bieten hat. Aber hier vermischt sich dieser mit dem grandiosen Schauspiel der drei Hauptdarsteller und den hypnotisch unterkühlten Bildern von Christopher Doyle. DOWNLOADING NANCY bedient sich gleich einer Vielzahl an Motiven: Die traumatisierte Ehefrau will hier nicht einfach raus aus ihrem Käfig, sie will ein Ende. Das bekommt der Zuschauer recht schnell zu spüren, dennoch schafft er es nicht, sich für eine der Optionen zu entscheiden. Hier liegen die Stärken von DOWNLOADING NANCY. Fast eine Spur zu akribisch zeigt der Film auf, dass du nicht lieben darfst, was du zu quälen versuchst und dass du nicht bereinigen kannst, was du vorher mühsam getrübt hast. Ich mochte das. Eben auch, weil der Film mehr Gedankensammlung als Spielfilm ist, dafür ist er auch zu unfilmisch. DOWNLOADING NANCY bedient sich der Gedanken und Gefühle seiner Protagonisten ähnlich wie auch PARANOID PARK, welcher in diesem Feld die Nase fast noch ein Stück weiter vorne hat. Dennoch kann ich dieses melancholische, langsame, triste Machwerk nur weiterempfehlen.
Timo
sah diesen Film im Metropolis 3, Frankfurt

30.08.2008, 03:47



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