Dance of the Dead

Prom-Com-Zom

von D.S.
"Boy Eats Girl" trifft "Return of the living Dead" - so lässt sich "Dance of the Dead" in Kurzform beschreiben. Klingt nach einer leckeren Mischung für jeden, der ein Herz für Zombieparodien und Oldschool-Horrorkomödien hat - und ist es auch. Definitiv einer der besseren Partyfilme der letzten Jahre, wenn auch auf einer harmloseren, spielerischeren Ebene als etwa "Botched" und Konsorten. Ein paar nette Goreeinlagen hat der Film trotzdem zu bieten, wobei das Collegeszenario und entsprechende Situationen und Witze den Ton dominieren.

Dabei schlägt sich die Erzählung zwar deutlich auf die Seite der Geeks und Nerds, aber auch die Klischees und nur allzu wahren Wahrheiten über diese Jungs werden mitunter ziemlich scharf aufs Korn genommen. Strahlende Helden sehen jedenfalls anders aus.

Aber allzu strahlend ist hier ohnehin niemand lange: denn wenn von Chemieabfällen reanimierte Leichen dein Städtchen heimsuchen, bist du entweder bald gebissen oder in schmutzigem Blut gebadet. Falls du nicht zwischendurch noch versuchen musst, eine Pizza an die nette Zombiefamilie next door auszuliefern! Dann aber wieder los, dich mit deinen Loserkumpels, dem stadtbekannten Schläger und zwei verirrten weiblichen Schönheiten zusammentun und versuchen, die gedärmgierige Horde aufzuhalten - am besten natürlich durch gezielte Enthirnung, was dir als Protagonist in diesem Film wenigstens mal gleich bekannt zu sein scheint. Das alte Spiel "Mein Gott, ich jage ihm 50 Kugeln in den Bauch und er steht trotzdem noch!" fällt jedenfalls diesmal aus.

Aber nicht nur massive körperliche Gewalt wie Baseballspielen mit Zombieköpfen stoppt die Untoten - sie scheinen auch ein morbides Interesse an grottigem 80er-Jahre-Hardrock zu finden. Wie gut, dass eine entsprechende Boyband zur Hand ist... das bietet dir mehr Spielraum zum Anbringen des nächsten gut gezielten Schlages mit der Eisenstange. Und der nächsten schwarzhumorigen Sprüche...

Die bei "Dance of the Dead" in erstaunlich hoher Zahl sitzen, was dem Film eine wirkliche Amüsierqualität beschert. Klar, auch hier gibt es Längen; gerade im letzten Filmdrittel sinkt die Witz-Pro-Minute-Quote zwischenzeitlich deutlich und einige Situationen sind platt-bekannt bis sogar peinlich. Und manche Klischees bleiben auch in dieser Aufbereitung nur Klischees, die ihre Haltbarkeit längst überschritten haben. Dennoch, insgesamt werden reichlich originelle Momente geboten, die garantiert zu zufriedenem Gelächter führen.

Ein paar Prisen Boshaftigkeit, ein generell gutes Tempo und ordentliche Schauspieler - "Dance of the Dead" bietet mehr, als man erwarten konnte. Und sollte auf keinem FFF-Party-Menü fehlen. 7 Punkte.
D.S.
sah diesen Film im Metropolis 3, Frankfurt

30.08.2008, 05:31



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