The Midnight Meat Train

Hans Wurst

von Timo
Bora-Boring. Kitamura lässt die Yen im Beutel und darf mit US-Dollarnoten um sich schmeißen. Und so sieht der Film auch aus. Alle Szenen auf der Straße sehen grandios aus, weil MIDNIGHT MEAT TRAIN dort ein Auge für die richtigen Einstellungen hat. Und sowie die Kamera in die U-Bahnschächte fährt, schließt sich der Kreis: Anstandslos alle Szenen in und um die Bahn wirken viel zu glatt, beinahe zu Tode stilisiert und sind obendrein noch ziemlich langweilig. Das billige Kunst- und CGI-Blut spritzt durch den Bahntorso und sah dabei nie unechter aus als hier. Ist das Himbeergelee?

Die publikumsaufgeilenden Goreszenen sind schlecht inszeniert, läuten aber wenigstens einen gewissen Trashanspruch ein, dem der Film spätestens in den völlig verramschten letzten 20 Minuten gerecht wird. Ganz ehrlich? Ich fand das alles hochgradig lächerlich und zu keiner Zeit spannend oder intensiv oder sonst was. Kann sein, dass Kitamura sich an die Vorlage gehalten hat, dann ist diese aber auch Mist. In meinen Augen, versteht sich. Einzig und allein eine Plot-Raffinesse sticht ins Auge. Und zwar die, dass man dem Protagonisten nicht vorwerfen kann, dass dieser immer wieder auf fragwürdigste Weise in die Höhle des Löwen rennt - schließlich enttarnt MIDNIGHT MEAT TRAIN dies als seine Obsession. Auf der anderen Seite gibt es dafür Storylöcher von der Größe eines mittelgroßen Bergsees.
Timo
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt

03.09.2008, 15:52



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