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Acolytes (2008)

Augen weg vom Programmheft...

... denn dort wird wieder einmal schon viel zu viel verraten. Nämlich bereits ungefähr die Hälfte der Story des Films, samt einiger Überraschungen. Da „Acolytes“ sonst nicht allzu viel zu bieten hat, beraubt einen das Lesen der Inhaltsangabe durchaus eines guten Teils der Gründe, sich den Film überhaupt anzusehen.

Die Entwicklung der Story um Mark, James und Chasley, die einem Serienmörder auf die Spur kommen, lässt sich eigentlich nämlich über weite Strecken wirklich kaum vorhersehen. Was über den stellenweise sehr hohen Dämlichkeitsfaktor des Drehbuchs natürlich nicht hinweg täuscht: hier verhalten sich Leute mal wieder reihenweise so, wie sie sich nur in schlechten Filmen verhalten. Und treffen die entsprechenden Entscheidungen.

Na gut, mit den Konsequenzen müssen ja nur sie selbst leben, und wenn sie dabei so gute Musik hören wie in „Acolytes“, dann sehen wir mal gnädig darüber hinweg. Die gute Kameraarbeit hilft uns dabei, reichliche Erschreck-Momente auch – wobei man sich über diese aber auch wunderbar ärgern kann, denn sie reizen ihr Schockpotential nun wirklich aufs Billigste aus, sind vorwiegend Fake-Erschrecker ohne echte Relevanz.

Punkten kann der Film aber wiederum auf Darstellerseite, jedenfalls, was den Serienkiller angeht: der strahlt überzeugend Bedrohlichkeit aus und sein Abtauchen in eine eigene, psychotische Welt. Die Kraft seiner Figur wird vom Film aber nicht ansatzweise ausreichend genutzt, als unsere drei Freunde seine Fährte aufnehmen, sich seiner Welt nähern. Stattdessen wird viel seines Potentials in einem Pseudo-Showdown verblasen, der auch noch viel zu kurz geraten ist.

Leider reicht die Ausstrahlung unserer Hauptprotagonisten aber bei weitem nicht an seine heran. Die jugendlichen Darsteller sind vollkommen austauschbar und manchmal sogar anstrengend. Sehr sympathisch gezeichnet sind sie sowieso alle nicht. Dabei hegen zumindest die beiden Jungs ein düsteres Geheimnis. Welches schon sehr früh im Film bekanntgegeben, in seinen Konsequenzen aber auch nie so richtig intensiv ausgespielt wird.

Zeitweise ärgert man sich über „Acolytes“, zeitweise lässt man ihn teilnahmslos an sich vorüberziehen. Das Potential der Story und ihrer Figuren schöpft der Film jedenfalls nie ausreichend aus. Schade, aber mehr als 4,5 Punkte sind für diesen Versuch eines Jugenddrama-trifft-Thriller nicht drin. Schon gar nicht, wenn man das Programmheft vor Sichtung des Films gelesen hat...
Dominic Saxl
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt
OOOOo.....
04.09.2008, 06:37
 

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