The Art of Negative Thinking

„Gleich öffnen wir die Augen und werden feststellen das wir Lebensfreude ausstrahlen“

von Frank
Mit solch suggestiven Methoden versucht die Psychotherapeutin Tori in „The Art of negative Thinking“ ihren körperlich oder geistig behinderten Patienten eine positive Sicht des Lebens zu vermitteln.
Doch sie hat die Rechnung ohne Geirr gemacht. Geirr ist neu in der Gruppe und hat sich, seitdem er im Rollstuhl sitzt, eine nihilistische Einstellung zu eigen gemacht.

Das die wahren Probleme nicht an der Oberfläche liegen, nicht jeder immer sein wahres Gesicht zeigt und wirkliche Veränderungen oder Erkenntnisse oft große Katalysatoren benötigen, zeigt diese melodramatische tiefschwarze Komödie.
Dabei vermeidet sie behinderte Menschen als solche zu denunzieren. Die Charaktere in „TAONT“ haben alle eine Behinderung, aber sie sind Individuen und ihre Persönlichkeiten werden dem Zuschauer im Verlauf des Films näher gebracht. Hier wird nicht über einen Kamm geschert. Die Schauspieler zeigen alle eine gute Performance.

Die Tatsache genug Anstand zu bewahren und Humor nicht auf Kosten einer Gesellschaftsschicht zu machen, aber auch sein Anspruch, mit tiefsinnigem Ernst die Gedanken- und Gefühlswelten behinderter Menschen zu beleuchten, sorgt leider auch dafür, den Wert von „TAONT“ als schwarze Komödie oder als Melodram zu drosseln. Viele Lacher haben mich „nur“ zum Schmunzeln gebracht.

Fazit

Diese Sozialsatire bietet solides Schauspiel und unterhält gut, wobei man sich amüsieren darf ohne das Hirn völlig auszuschalten. Die Dänen können es, sie können es aber auch noch besser, wie „Dänische Delikatessen“ oder "Adams’ Äpfel" gezeigt haben.
Frank

29.10.2008, 21:32



Weitere Informationen (externe Links):
Unterstütze f3a.net durch einen Kauf bei unseren Partnern:
amazon.de€ 19,97


Der tatsächliche Preis kann abweichen! Preise werden max. stündlich aktualisiert. Markierte Preise sind seit dem letzten Abruf ↓ gesunken oder ↑ gestiegen.
loading