The Good, the Bad, the Weird

Westernpfanne süß-sauer

von Tweek
Männer in langen Mänteln und tief ins Gesicht gezogenen Hüten, die mit ihrer antiken Winchester einer Fliege in 500 Yards ein Auge ausschiessen könnten; schwitzende Pferde, die unter glühender Sonne durch staubige Steppen galoppieren; berstende Saloon-Türen, blutige Shoot-Outs - ja, "The Good, The Bad and The Weird" ist ein waschechter Western, wie er im Buche steht. Spielt nur halt im Korea Anfang des letzten Jahrhunderts. Aber obwohl ich das Genre eigentlich seit Kindheitstagen mag, fliegt der Funke nicht so recht über.
Das mag daran liegen, das mir alles etwas gelackt, zu sehr steril gestylt wirkt, sowohl was die Sets aber auch die Charaktere und den Plot betrifft. Mein Interesse am Schicksal der oberflächlich herausgearbeiteten Figuren lief recht früh auf Sparflamme, und auch die Antwort auf die Frage, ob und wer denn schlußendlich den mysteriösen Schatz zu finden vermag, war mir irgendwann Schnuppe. Die Sequenzen zwischen den actionreicheren Szenen kommen nicht nur recht langsam, sondern leider langweilig herüber. Und auch wenn sich der Streifen nicht allzu ernst nimmt und eine ordentliche Portion Humor verbrät, folgt er doch insgesamt typischen geradlinigen Genre-Klischees - mehr Gaga, mehr "weird" wäre vermutlich unterhaltsamer gewesen. Technisch und optisch kann man nicht meckern, auch dieser Film bedient sich der mittlerweile gewohnt hohen Standards des koreanischen Kinos.

Fazit: Kann man sehen, oder lieber das Eintrittsgeld für eine Reispfanne beim Lieblingsasiaten sparen. Wäre vermutlich bei den Asia Nights besser aufgehoben gewesen.
Tweek

25.02.2009, 14:04



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