The Dark Hours

Auch dunkle Stunden können hell sein

von Bassprofessor
Eine unterkühlte Psychologin, die anscheinend weniger an der Heilung ihrer Patienten interessiert ist.
Ein charismatischer Psychopath, der nach langer Zeit aus der geschlossenen Anstalt entlassen wird.
Ein Ehemann, Schriftsteller mit Denkblockade.
Eine Schwester, jünger als die andere.
Eine unheilbare Krankheit.

Das könnte die Reizwortgeschichte zu einem Standardthriller sein.

Was Regisseur Paul Fox und das superbe Schauspielerpaar Greenhouse und Devine daraus machen befreit sich zwar nicht von alten Konventionen, setzt diese aber konsequent um.

Dieser Film braucht keine übermäßigen Gewalteffekte oder ein innovatives Drehbuch um zu funktionieren.
Die Waldhüttenatmosphäre und das psychologische Spiel zwischen den Darstellern wird so real und intensiv auf den Zuschauer übertragen, dass man manchmal gar nicht so recht weiß, an wen man seine Sympathien verteilen soll.
Es ist spannend zu sehen wie die ebenbürtigen Gegner Psychologin und Psychopath ein Duell austragen, dass auf mentaler und körperlicher Ebene Grenzen zwischen den beiden einreißt.
Der Film bleibt immer spannend und lässt einen schon mal nervös im Kinosessel herumrutschen.

Auch wenn die Auflösung - besonders zu dieser Zeit - wohl zum 1 x 1 des Thrillerkinos gehörte, ist sie besser umgesetzt als in manch anderem hochbudgetierten und -gelobten Film.

Ein Film der den Mangel an Innovation durch schauspielerische Leistung und psychologischem Suspense mehr als wett macht.
Bassprofessor
sah diesen Film im Cinecitta', Nürnberg

23.08.2009, 19:00



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