Pontypool

Kill is Kiss

von QuintenQuist
Der folgende Review enthält SPOILER!
Mir ist erst nach Sichtung des Films aufgefallen, das Bruce McDonald ja der Mann ist, der "Roadkill" und "Highway 61" dirigierte, zwei wunderbare Werke aus den frühen 90er Jahren, was die zum Schluss ins leicht Surreale abdriftende Szenerie erklären mag, aber nicht muss, Erklärungen sind irgendwie eh Schall und Rauch, man kann sich entscheiden, inwieweit man die Erklärung, die uns der Film bietet, für das, was geschieht, inwiefern man diese Erklärung glauben mag, inwiefern einem diese reicht, man kann es aber auch getrost lassen, Verstehen wird überschätzt und manchmal kann man eben nicht wirklich erklären, wieso etwas geschieht, wieso der Radiomoderator Grant Mazzy in jenem Ort Pontypool, der für ihn das Ende der Welt und womöglich jedweden Ruhms bedeutet, plötzlich Zeuge der Verwandlung von Menschen in verwirrte Gewalttäter wird.

Die Sprache, das Instrument zivilen Handelns, enthält den Virus.

Was immer das auch heissen mag und ich sehe diesen Erklärungsansatz, der dem Seher dargeboten wird mehr als satirisch.

"Pontypool" gehört für mich zu den besten Filmen des FFF09, da er mit einem hervorragenden Ensemble fesselt und es schafft, nicht dem Regelwerk des Zombiegenres zu erliegen, stattdessen ein Kammerspiel, vor allem getragen vom grossartigen Stephen McHattie.

Aber vielleicht doch nicht satirisch, Sprache, die nicht mehr Instrument ist, die nicht mehr zu verstehen ist, Worte, die nicht mehr mit Sinn gefüllt in den Wirr-Sinn führen...
QuintenQuist
sah diesen Film im Cinemaxx 6, Hamburg

27.08.2009, 15:16



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