crazy

The Final Destination 3D

More of the same

von D.S.
FINAL DESTINATION ist längst zu einem der erfolgreicheren Teenie-Franchises geworden. Dabei war der erste Teil, nicht zuletzt beim FFF, ein Überraschungshit, der einen vollkommen originellen Ansatz fand und uns den Tod als eine Art Schachspieler präsentierte, der vor Kreativität geradezu am Bersten war. Der zweite Teil führte die Story halbwegs intelligent weiter, wobei der Gorefaktor um einiges erhöht wurde. Teil drei war dann nur noch redundant - der Handlung wurden keine neuen Aspekte mehr hinzugefügt, es ging nur noch um das möglichst blutige Ableben möglichst vieler aalglatter Gesichter.

Teil vier macht vieles besser als sein Vorgänger - an die Klasse des Originals und das "Intelligenz"-Niveau des zweiten Teils kommt er aber leider auch nicht heran. Das Ausgangs-Setting ist diesmal ein Rennderby, und es ist wohl das unspektakulärste aller vier Teile der Reihe. Auffällig ist: unsere Protagonisten, vier belanglose Teens, sind hier nur Zuschauer. In den vorherigen drei Filmen waren sie mittendrin in der Action, hier betrifft sie das Unglück nur in der Rolle des Betrachters... während gleichzeitig wir als Betrachter vielmehr mittendrin sind als jemals zuvor. Denn FINAL DESTINATION 4 macht exzessiven Gebrauch von den Möglichkeiten der 3D-Technologie. Uns fliegen Reifen und Motorenblöcke um die Ohren, wir werden von Autos überfahren und von Metallgittern aufgespießt - das macht Mordsspaß und erhöht die Intensität des Filmerlebnisses erheblich. Ich denke, in der 2D-Version des Films hätte ich mich eher gelangweilt; hier verhindert das die eine oder andere eingestreute 3D-Spitze regelmäßig.

Storyseitig gibt es nicht viel Neues, wobei zumindest ein interessanter Gedanke aufgegriffen wird, der bislang noch nicht thematisiert wurde. Aber abgesehen davon ist es halt wie immer: unsere Hauptfigur sieht das Unglück auf der Rennbahn voraus, rettet seine Freunde und ein paar Unbeteiligte und muss dann feststellen, dass der Tod sie auf seiner Liste hat. Neu ist, dass unser "Prophet" dieses Mal jeden Tod kommen sieht, auch wenn er das Opfer nicht zuordnen kann und sich auch nicht in seiner Nähe befindet. Und nebenbei aus seinen Visionen erst mal verdammt wenig machen kann. Irgendwann kommt er natürlich doch dahinter, und dann gilt es wieder einmal zu versuchen, die Kette zu unterbrechen...

Allerdings beschäftigt sich FINAL DESTINATION 4 recht wenig mit der Theorie, mit dem Erörtern der Pläne und Vorgehensweise von Gevatter Tod. Dankenswerter Weise, denn das wurde ja nun schon drei Mal abgehandelt. Apropos, der Film nimmt mehrfach sehr deutlich Bezug auf seine Vorgänger. Das beginnt schon bei der Titelsequenz, die uns mehrere frühere Todesarten animiert präsentiert, und führt zu einigen klar als solchen erkenntlich gemachten "Déjà-Vus" im Verlauf des Films. Zudem wird einmal fast eine Art Metaebene eingezogen, als wir in diesem 3D-Film mit den Protagonisten in einem 3D-Kino sitzen...

Nicht nur diese Sequenz ist extrem unterhaltsam, FINAL DESTINATION 4 funktioniert auch insgesamt sehr gut - immer im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Thema ist langsam nun mal durch, aber andererseits ist es immer wieder eine Freude, den kreativen Todesfallen beim Entstehen und Exekutieren zuzusehen. Hier wurde auch etwas mehr Phantasie aufgewendet als beim Vorgänger, nur wenig ist vorhersehbar, und stellenweise geht es ganz schön blutig zur Sache.

Routinierter Popcorn-Horror ohne Neuigkeits-, aber mit großem Spaßwert; in 3D mit der Extraportion Action: macht Laune, ist aber weit vom ersten (und auch zweiten) Teil entfernt. 6,5 Punkte.
D.S.
sah diesen Film im Cinemagnum 3D, Frankfurt

02.09.2009, 05:41



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