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11:14 (2003)

Wer hat-an-der-Uhr-ge-dreht...?

Mehrere Parallelhandlungen, die eine Handvoll Kleinstadtbürger, die allesamt mehr oder weniger freiwillig in diverse Verbrechen verwickelt sind, um 11:14 Uhr zusammenführen – klingt etwas konstruiert? Ist es auch. Auf der Suche nach innovativen Erzählformen (MEMENTO, IRREVERSIBLE, PULP FICTION) hat Greg Marcks jetzt mal sowas ausprobiert. Wirklich neu ist das allerdings nicht, die Fernsehserie 24 (ab Herbst bei Pro7) hat die Parallelhandlung in Echtzeit wesentlich effektiver und spannungsvoller etabliert.

Würde 11:14 auch in linearer Erzählweise funktionieren? Vermutlich nicht, dazu würde er den Zuschauer mit zu vielen Handlungsebenen und Charakteren überfordern. Die zeitliche Verschachtelung ist also schon sinnvoll und präsentiert das Geschehen schön übersichtlich, wenn auch größere Überraschungen ausbleiben. Wer dem Film ein Stück vorausdenkt, kann ziemlich gut erahnen, was als nächstes passiert und warum. Die Zeit dazu kann man sich nehmen, denn so atemlos wie der Film angekündigt wird, ist er in Wirklichkeit nicht. Langeweile kommt trotzdem keine auf, man schaut der Handlung amüsiert bei ihrer Entwicklung zu, genießt das Ensemble (insbesondere Patrick Swayze gibt eine überraschend gute Figur ab) und den klasse Soundtrack von Clint Mansell (PI, REQUIEM FOR A DREAM).

Gute Mainstreamunterhaltung. Nicht mehr, nicht weniger.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart
OOOOOOO...
08.08.2003, 12:18
 

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