Ich gebe gern zu, dass 14:30 nicht der ideale Zeitpunkt für einen hirnlosen Splatterfilm ist. Und dass ich Splatter als Selbstzweck auch nicht befriedigend finde, ein bisschen Handlung, Humor oder was auch immer erwarte ich schon. Paging Mr. Jackson.
Aber ich habe Urlaub, es ist FFF, meine Gattin und Default-Begleiterin muss arbeiten und das CinemaxX verkauft mir auch um die Zeit schon Beck's Gold. Also was soll's, dachte ich mir. Kostet ja um die Zeit nur € 6,50 und die Kritiken hier auf f3a waren nahezu atemberaubend.
Und dann sowas. Hmpf. Mal im Ernst: Die ersten fünfzehn Minuten von Jeepers Creepers ausgewalzt auf siebzig, nur ohne jeden Anflug von Spannung. Handlung Fehlanzeige, Humor derb, zweifelsohne, aber ohne Timing oder Aussicht auf Ende.
Das dann gefolgt von einer Viertelstunde tatsächlicher Verfolgung (nett, aber nach so langem Leerlauf auch nicht der Bringer) und schließlich dem vielversprochenen splattrigen Showdown. Der ging immerhin einigermaßen ab.
Zwei Sternchen dafür, und noch eins drauf, weil der Grund für das Gemetzel des "Monster Man" ganz originell war. Aber auch gleich wieder ein halber Abzug, weil das alles ohne Sinn, Verstand oder -- verdammt nochmal -- einen Anlass im letzten Moment vor dem Showdown dem Hauptdarsteller erzählt wurde. Basil Exposition würde sich im Grabe umdrehen. |