crazy

Freddy vs. Jason

Duell Projekt

von Felix Schweiger
Lange mussten Fans auf diesen Film warten, denn kurz nachdem die rechtliche Frage geklärt war begann der eigentliche Kampf. Zu- und Absagen im Bereich Regie, Drehbuchumschreibungen und die üblichen kleingeistigen Machtkämpfe drohten das Projekt mehr als nur einmal zum Scheitern zu verurteilen. Doch dann setzte sich Produzent Robert Shaye durch, und siehe da auf einmal war der Film fertig. Totgesagte leben also doch länger. Etwas das man im Übrigen auf einige Aspekte des Films übertragen kann. Doch zuerst zur Story, die sich doch des öfteren biegen und wenden muss um das Duell der Metztgermeister möglich zu machen: Freddy ist geschlagen. Man hat es geschafft das Unwesen, das (fast) nur in den Köpfen der Menschen existierte aus diesen zu verbannen und so den Unbesiegbaren doch zu besiegen. In seiner Verzweiflung weitet der arme Freddy seine Kreise und trifft auf einen anderen Unbesiegbaren, der ebenso mehr oder weniger tatenlos vor sich hinmodert. Und nach etwas Überzeugung rafft sich also Jason, getrieben von Freddy, auf in die Elm Street um das zu tun was er am besten kann, nämlich Teenies filettieren und falten. Und so hofft Freddy das man sich seiner Bluttaten erinnere und ihm damit wieder Macht zurückgibt. Das ganze klappt, die mörderischen Träume beginnen von neuem. Doch Jason, einmal im Blutrausch ist nicht so leicht zu stoppen, hackt Freddy die Opfer buchstäblich vor der Narbennase weg und so kommt es wie es kommen muss. Diese Stadt ist zu klein für beide, das Duell beginnt. Jeder versucht den andern auf das Schlachtfeld seiner Wahl zu zerren und die Schwächen des anderen auszunutzen. Zwischen den Fronten findet sich die Opferschnittmengen aus Jugendlichen (irgendwo zwischen den Freddy-Traumakindern und dem Jason Kanonenfutter). Und, so seltsam es klingt, obwohl eigentlich Opfer sind diese auch das Zünglein an der Wage in diesem Zweikampf. Leider gehen dabei viele Gewohnheiten und "Fakten" die wir über Jason und Freddy im Laufe unzähliger Fortsetzungen (die zugegeben in sich auch nicht immer schlüssig waren) gelernt haben über Bord, und mehr als einmal fragt man sich schon ein bisschen wie das jetzt alles zusammen passt. Aber nicht allzu oft, denn Ronny Yu, der schon in Chucky 4 und 51st State ein flottes Tempo vorgelegt hat hält auch hier die Zügel kaum locker und lässt so keine Langeweile aufkommen. Es wird fein gesplattert und geprügelt, wenn auch die typischen One-liner etwas an Bissigkeit und Treffsicherheit vermissen lassen. Also, her mit dem Popcorn, weg mit dem Anspruch, anschnallen auf eine Achterbahnfahrt der kurzweiligen Art, stets bereit zu jubeln wenn der Massenmörder nach Wahl zu siegen scheint oder das Blut spritzt und nicht weiter lange nachgedacht. Fazit: Spassduell der unterhaltsamen Art, kurzweilig und blutig. 8.5/10
Felix Schweiger
sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg

25.08.2003, 15:52



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