Shinjuku Incident

Wow so serious!

von Alan Smithee
Direkt nach "Moon" lief bei uns mit "Shinjuku Incident" ein weiterer bemerkenswerter Film, den man ebenfalls unter der Rubrik "Der Heimat so fern" führen kann.
"Shinjuku Incident" wurde im FFF-Programmheft fälschlicherweise als Gewaltstreifen beworben, der in China wegen seiner hohen Brutalität nicht in die Kinos kam. Sicherlich ist der Film "brutal", aber auf keinen Fall der Asia-Splatter, den sich viele im Kinosaal offenbar erhofft hatten. Verboten wurde der Film wegen seines politisch heiklen Themas: der Emigration zehntausender chinesischer Bauern nach Japan in den 90er Jahren. Zu sehen, wie Landsleute auf der Suche nach einer besseren Zukunft ausgerechnet nach Japan auswandern (das seit seiner Invasion im 2. Weltkrieg ein negativer Bezugspunkt im chinesischen Bewusstsein ist), um sich dort eine (kriminelle) neue Existenz aufzubauen und dabei in vielen Fällen ihre kulturelle Identität und Würde verlieren, war für die staatliche Zensur sicherlich zu viel des "Guten".
Über weite Strecken ein wirklich intensives Drama, hat mich "Shinjuku Incident" insgesamt doch sehr positiv überrascht, auch weil Jackie Chan hier in seiner ersten völlig ernsthaften Rolle als Antiheld (ohne flinke Fäuste) auf der ganzen Linie überzeugen konnte.
Alan Smithee
sah diesen Film im Metropolis 1, Frankfurt

25.08.2010, 03:30



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