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The Last Horror Movie (2003)

Video ist nicht tot...

Ein soziopathischer Mörder nimmt seine Morde mit einer Kamera auf. Das Ergebnis hat er über den "Last Horror Movie" gespielt und einfach in einer Videothek deponiert. Und wir sehen uns wohl jetzt eben dieses Ergebnis an.

Natürlich gelten für eine Fake-Dokumentation erheblich andere Kriterien als für einen Film, dennoch soll sie letzten Endes auch unterhalten. Das ganze wirkt glaubwürdig und echt dank Video-Optik (auch wenn der "wir haben uns ein Tape ausgeborgt und da ist was ganz anderes drauf"-Faktor im Kino nicht so ganz greifen will) und kann damit den wichtigsten Anspruch schon mal erfüllen. Dramaturgisch schaut's da schon ganz anders aus, hier sind einige deutliche Schwächen drin, die durch die eine oder andere Kürzung sicher vermeidbar gewesen wären. Klar könnte man argumentieren, daß das um der Echtheit willen eben genau so gewollt sei, es ändert aber nichts daran, daß die Längen nun einmal drin sind. Erfreulich hingegen sind die Dialoge des Mörders in die Kamera hinein, mit denen er sein Verhalten erklärt und rechtfertigt, die auf sehr clevere Weise die imaginäre Argumentation des Zusehers aushebeln. So verwischen die Grenzen zwischen Schuld und Teilschuld nicht nur innerhalb der Protagonisten, sondern eben auch zum Zuschauer hin.

Fazit: gelungene falsche Doku mit kleinen Längen.
Felix Schweiger
sah diesen Film im Cinema, München
OOOOOOO...
29.07.2004, 12:13
 

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