Mayhem

Miserably

von Herr_Kees
Der folgende Review enthält SPOILER!
Dieses Drehbuch könnte glatt von Dario Argento stammen. Und das ist nicht als Kompliment gemeint. So dermaßen an den Haaren herbeigezogen kommt diese Geschichte daher, dass man fast wehmütig an Filme wie TENEBRAE erinnert wird, die ja auch mehr einer freien Assoziation als einem schlüssigen Buch folgten.

Dabei fängt alles so schön mittelmäßig an: Der MISERY-Beginn, der den (nach Ausschnitten zu urteilen im übrigen mäßig begabten) Trickfilmer in die Arme der Geschwister Fürchterlich treibt, lässt noch auf spaßig-spannenden Splattertrash hoffen. Doch kaum ist der Bohrer ausgepackt, folgt leider auch schon die Rettung inklusive kurzer B-Picture Schneemobilhatz und von da an geht’s auch mit dem Film endgültig bergab: ungeheuerliche Anhäufungen von Zufällen, unglaubwürdigen Storyentwicklungen und schlechten Chargen sowie schrecklich langatmige Be- und Erziehungsgespräche und ein ödes Ende.

Der Film läuft übrigens unter seinem Originaltitel SUSPENDED ANIMATION, was passenderweise ja zumindest schon mal etwas weniger reisserisch klingt und dem Film von daher wenigstens eher gerecht wird.

Fazit: Psychologie mit dem Holzhammer statt Splattertrash mit dem Bohrer. Eine der Festivalgurken.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

05.08.2004, 19:07



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