"House of 1000 Corpses" war im Vorfeld des FFF 2003 mein größter Anwärter für den Titel des derbsten Films des Jahres. Und auch nach dem stylischen Intro war ich sicher, ein absolutes Highlight zu sehen... keine 60 Minuten später war ich eingeschlafen...
Zunächst mal die gute Seite an Rob Zombies Film: Der Look ist einfach klasse! Die Ästhetik zwischen White-Trash, Road Movie und den absurden "Ripley's Believe it or Not"-Museen ist der Hammer! Der unheimlichste Rummelplatz, den ich je gesehen habe! Glückwunsch an die Ausstattung! Man sieht sofort, dass "House of 1000 corpses" von einer wirklich professionellen Crew realisiert wurde, denn unter rein technischen Aspekten ist der Film top. Einige Einstellungen sind sehr beeindruckend und haben sich bei mir im Gedächtnis festgebrannt. Tolle Kameraführung!
Das war's dann aber auch schon. Ansonsten kann dieser Film getrost im Keller schmuddeliger Videotheken verschwinden. Die Story baut nach kurzer Zeit schlagartig ab und verschwindet im Mittelmaß. Die überwiegend uncharismatischen Darsteller stolpern durch einen uninteressanten Handlungssalat und schaffen es nicht mal, spektakulär abzukratzen, was bei der großen Ankündigung heftigster Splatterszenen ja wohl das mindeste gewesen wäre. Dass der Film dennoch nach großem Hollywoodkino aussieht, bestätigt das Klischee, dass ab einem gewissen Budget wirklich jeder Stümper Regie führen kann... Rob Zombie sollte sich wieder der Musik zuwenden...
Zwei Punkte gibt's für das Produktionsdesign, der Rest ist weder sehens- noch erwähnenswert... |