Sean ist paranoid, denn seit er, obwohl unschuldig, eines Verbrechens beschuldigt wurde, leidet er unter der Angst wieder unter Anklage zu geraten. So filmt er jede Sekunde seines Lebens mit unzähligen Kameras und archiviert sein Leben. Als dann aber wieder die Frage kommt was er denn im Herbst 1998 so getrieben hat, fehlen dummerweise die rettenden Tapes. Versucht man ihm wieder was anzuhängen?
Angefüllt mit ungewöhnlichen Perspektiven erleben wir Seans armseligen Alltag mit, denn er lebt Maulwurfsgleich zurückgezogen als Gefangener seiner Kameras in ständiger Angst vor dem verpassten Bandwechsel. An soziale Kontakte ist nicht zu denken, und das spiegelt sich auch in seiner kühlen Metallhöhle und seinen Selbstgesprächen wieder. Auf Inhaltsebene brauchts etwas bis der Thriller in Fahrt kommt, schlägt aber dann brav Haken wie ein Hase auf der Flucht und fasziniert im Gesamteindruck. Die Schauspieler stossen zwar gegen Ende dann doch an ihre Grenzen, das stört aber nicht allzusehr. Und ja, Lee Evans ist nicht komisch.
Fazit: Visuell orgineller Thriller. Auf jeden Fall sehenswert. |