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Chronicles (2004)

Anfang und Ende stark, aber Schwächen im Mittelteil

Der Anfang ist in der Tat ein Hammer. Wenn Zorn durchs gemeine Volk geht und der Lynchmob zu toben anfängt, wird's eigentlich immer beängstigend (besonders effektiv z.B. in Fulcis DON'T TORTURE A DUCKLING zu beobachten), und so hauen auch hier die Anfangsszenen ganz schön rein. Mit Sicherheit die schmerzlichsten und intensivsten Momente meiner bisherigen FFF-Filme. Danach baut CHRONICLES aber leider stark ab und verläuft sich zusehendst in seinen "war er's?"-"war er's nicht?"-Fragestellungen. Das Katz- und Maus-Spiel zwischen Fernseh-Reporter und möglichem Täter hat man in ähnlicher Form schon oft und dabei packender inszeniert gesehen. Positiv ist zwar die eingearbeitete Thematik rund um Medien-Ethik zu vermerken, richtig in die Tiefe geht der Film diesbezüglich aber nicht. Insofern ist der Mittelteil stellenweise etwas zäh und schleppend. Spannend wird's dann allerdings gegen Ende, wenn sich die Situation samt Gewissenskonflikten extrem verdichtet und der Film einen wirklich gelungenen Abschluss findet. Ein starker Anfang & Schluss machen zwar leider noch keinen richtig guten Film, aber dank einiger intensiver Momente sowie einigen Denkanstößen kann man sich CHRONICLES durchaus ansehen.
Jimmy_Conway
sah diesen Film im City, München
OOOOOOo...
31.07.2005, 20:38
 

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