WΔZ

How deep is your love?

von Lovecraft
Diese bereits 1977 von den Bee Gees aufgeworfene Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Spielfilmdebüt von Tom Shankland. Dabei erscheint die Grundidee erst einmal wenig originell: Da treibt ein Serienkiller sein Unwesen im abgefuckten New York (erstaunlich gelungen von Belfast gedoubelt), und ein Ermittlerpärchen, das sich erst mal gar nicht grün ist, macht sich auf die blutige Spur.

Trotz einschlägig düsterer Optik und nicht ohne Klischees, hat der Film unter der Oberfläche aber deutlich mehr zu bieten: Da wird die Thrillerhandlung immer stärker beiseitegeschoben zugunsten tiefgreifender, existenzieller Fragen, wähnt sich doch der gesuchte Killer - dessen Identität schon relativ früh bekannt wird - auf einer Mission. Vor diesem Hintergrund ist es nur natürlich, wenn auch die Spannung ein wenig leidet, was ich in diesem Fall aber nicht als großen Nachteil empfunden habe. Allein auch wegen der vorzüglichen Besetzung: Stellan Skarsgard, Melissa George und Selma Blair sind durchweg ausgezeichnet, und selbst die kleineren Nebenrollen werden (vielfach mit bekannten Gesichtern) überzeugend verkörpert.

Thriller, Torture, Drama, Love Story - WAZ hat eine Menge Facetten zu bieten, ist aufgrund der im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehenden Folterszenen trotzdem nicht für jedes Publikum geeignet.
Lovecraft
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin

19.08.2012, 13:11



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