Blood and Bones

Reality Filmfest

von Herr_Kees
Eine kurze Geschichte häuslicher Gewalt von 1923 bis 1984: Mit beeindruckender Präsenz wütet Beat Takeshi durch die Jahrzehnte und stellt sicher, dass Glück und Erfüllung in keinem Zweig seiner Familie ein Zuhause finden.

Der Film - ein Historiendrama, das von tiefer Verzweiflung und Ausweglosigkeit durchzogen ist - konzentriert sich auf die Geschichte der Familienmitglieder und auf die Auswirkungen der gewalttätigen Erziehung des Oberhauptes auf ihr Leben.

Er tut dies auf verhältnismäßig unspektakuläre Art und Weise, eine Art, wie sie anspruchsvollen Literaturverfilmungen gebührt. Die gelegentlichen Gewaltausbrüche des Patriarchen werden unspekulativ dargestellt und sind so von einem quälenden Realismus. Es fließt kaum Blut in diesem Film und wenn, dann stammt es von einem onscreen geschlachteten Schwein oder verdeutlicht die Symptome einer Krankheit. Und Blut ist gar nicht nötig um die alltägliche Grausamkeit, die Demütigungen und tiefen Verletzungen aufzuzeigen, die BLOOD AND BONES behandelt.

Fazit: Ein Film, der unangenehm unter die Haut geht und dabei mit "Fantasy" leider so gar nichts zu tun hat.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

08.08.2005, 19:11



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