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Eyes of Crystal (2004)

Not-so-deep Red

Nachdem Dario Argento mit seinem CARD PLAYER nun endgültig in der untersten Schublade angekommen ist, verwundert es nicht, dass ein neuer italienischer Serienmörder-Thriller sehnlichst als Wiederbelebung des Giallos gehandelt wird. Doch Glasauge sei wachsam: Von den herausragenden Genrefilmen der 70er und 80er trennen EYES OF CRYSTAL Welten.

Man merkt dem Film nicht nur im Titel deutlich die Verbeugung vor und die Aufnahme von Giallo-Motiven an. Farbräusche und spektakuläre Kamerafahrten aus der Blütezeit Argentos sucht man hier jedoch vergebens. Die Machart ist solide, der Stil kühl und düster, von der traumhaften Surrealität des Meisters ist er jedoch weit entfernt.

Dafür folgt die Handlung und auch die Logik eher durschnittlicher Krimiware, was den Film zumindest zu einem soliden Thriller macht, über dessen Logiklücken man großzügig hinwegschreiten kann, ohne sich ständig an den Kopf greifen zu müssen. Interessanterweise rutscht der Film gerade durch seine Realitätsnähe in die Banalität diverser amerikanischer Direct-to-Video-Krimis ab. Die Morde und die "Anrichtung" der Opfer sind stilistisch wenig beeindruckend und erinnern eher an SEVEN und dessen zahlreiche Nacheiferer denn an PROFONDO ROSSO oder TENEBRAE.

Fazit: Solider, düsterer Thriller. Blutig, stilsicher, einigermaßen spannend und ohne größere Überraschungen.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart
OOOOOOO...
08.08.2005, 19:15
 

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