Comedown

Logikarmer, aber dennoch spannungsreicher Slasher!

von mdbnase
Den bisherigen Bewertungen entnehme ich, dass dieser Film wohl nicht so dolle angekommen ist, was ich jedoch nicht so ganz nachvollziehen kann. Ein paar Ghetto-Kids begeben sich illegaler Weise in ein leerstehendes, verfallenes Hochhaus, um auf dem Dach eine Sender-Antenne für einen Piratensender zu installieren. Ganz so leerstehend ist der Komplex allerdings nicht, und die unterprivilegierten Teens bekommen bald richtig Ärger mit dem letzten dort verbliebenen Bewohner.

Die Story ist nicht gerade originell und Logik kann man auch nicht immer erwarten. Diese Aspekte sollte man hier am besten ausblenden. Vor allem bei der 'Tauben-Szene' gegen Ende. Es handelt sich eben um ein profanes, aber optisch düsteres Slasher-Movie, welches den Klassikern des Genres huldigt, und nicht um ein anspruchsvolles Sozialdrama, das Realitätsanspruch erhebt. Und wer hat denn bitte schön bei 'Freitag der 13.' und Konsorten je sowas erwartet. Ist schließlich nur ein Slasher. Wenn man über solche Banalitäten hinweg sieht, bekommt man nämlich einen düsteren Film zum Mitfiebern geboten, der sowohl Spannung als auch einige gelungene Schock-Momente bietet. Zudem spart man in der zweiten Hälfte des Films nicht mit blutigen Effekten. Die jugendlichen Darsteller konnten mich dabei größtenteils überzeugen und geben sich wehrhafter als die Schlachtopfer in US-amerikanischen Genre-Beiträgen.

Ein kleiner, fieser Slasher für zwischendurch, der zwar an Logik spart, aber insgesamt doch fesseln kann. Man muss sich nur drauf einlassen!
mdbnase
sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart

05.09.2012, 23:17



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