von Fans für Fans

Lost

Review

von Alexander
Ein Mann fährt in seinem Mercedes durch die Mojave-Wüste. Der Schlips sitzt genauso perfekt wie die Frisur und fast möchte man neidisch werden, denn es sieht nicht danach aus, dass unser Freund in seinem Leben ausser der letzten Autobahnausfahrt viel verpasst zu haben scheint. Doch der Schein trügt und schon bald sitzt, passt und fährt eigentlich gar nicht mehr viel und es tun sich plötzlich Abgründe auf. Ich teile nicht die Meinung derer, die glauben, dass hier eine großartige Chance auf ein 2. "Duel" verschenkt wurde. Vielmehr baut der Film tatsächlich einen konstanten Spannungsbogen auf und hält uns dabei immer neugierig, läßt uns mitfiebern und raten, was wohl als nächstes schiefgehen mag. Und so führen uns die vielen eingeblendeten Kapitel mit ihren Lebensweisheiten auf ironische Art und Weise zu dem Schluss, daß von Lebensratgebern meistens nur einer profitiert: Derjenige, der den Ratschlag erteilt. Wenn wir den Bogen sehr weit spannen, dann könnten wir die Geschichte mit Hemingways "Haben und Nicht Haben" vergleichen. Auch dort heißt es, daß "ein Mann keine verdammte Chance hat, wenn er auf sich ganz alleine gestellt ist."
Alexander
sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt

12.08.2005, 11:47



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