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Some (2004)

Some Film

Ein relativ stylisch in Szene gesetzter, vom Gesamteindruck aber durchwachsener Großstadt-Polizei-Thriller, der im Drogenmilieu spielt. "Some" ist sehr slick fotografiert und bietet ein paar schöne Actionszenen, insbesondere Verfolgungsjagden.

Leider bietet er aber auch eine Extraportion Verwirrung inklusive einiger Handlungsfäden, bei denen bis zuletzt nicht klar wird, wo sie hinführen bzw. was sie überhaupt im Film verloren haben. Daß zudem noch eine, stellenweise arg kitschig inszenierte, Liebesgeschichte erheblichen Raum in der Erzählung einnimmt, wird viele nicht unbedingt glücklich machen. Aber immerhin weist der weibliche Love Interest eine interessante Eigenheit auf, nämlich immer wieder auftretende, mysteriöse Déjà-Vus, die dem Film ein geheimnisvolles Element verleihen.

Diese regelmäßig eingestreuten, kurzen Sequenzen helfen dem Verständnis allerdings auch nicht unbedingt. Die Geschichte, die "Some" erzählt, ist eigentlich nicht besonders kompliziert. Allerdings ist sie auch nicht sonderlich spektakulär. Nun könnte man fast mutmaßen, dies sei den Verantwortlichen auch aufgefallen - und deshalb hätten sie versucht, sie umso komplizierter zu erzählen, damit man die Austauschbarkeit der Handlung nicht so schnell mitbekommt...

Ein wenig mehr Straightforwardness hätte dem Film aber keinesfalls geschadet, denn so präsentiert er dem Publikum einfach eine große Zahl an schwer zu unterscheidenden Charakteren, von denen viele nicht ausgegoren erscheinen und nur oberflächlich eingeführt werden; macht eine große Zahl an verklausulierten Andeutungen; läßt sich großartig Zeit, uns darüber aufzuklären, worum es hier eigentlich wirklich geht. Wie gesagt, inhaltlich addiert das nichts zum Film hinzu, schon gar keine Spannung. Tatsächlich braucht man ziemlich lange, um überhaupt erst mal zu verstehen, wer hier eigentlich hinter wem her ist und warum, wer wem dabei im Wege steht, wie die Konstellationen sind und welche Konsequenzen das haben kann.

Daß im Verlauf der Storyentwicklung der Unwahrscheinlichkeitsdrive mehrfach auf vollen Touren läuft, kommt nicht unbedingt überraschend, trägt aber auch nicht gerade zur Sympathie für den Film bei. Allein der erste Kontakt zwischen Mafiakillern und weiblichem (Zufalls-?)Opfer wird auf eine derart bescheuerte Weise hergestellt, daß man glauben mag, der Drehbuchautor sei von allen guten Geistern verlassen gewesen.

Trotz allem ist "Some" halbwegs erträglich, denn immerhin ist er geschmackvoll in Szene gesetzt und stellenweise (insbesondere die Déjà-Vus) sehr atmosphärisch. Die Story selbst ist Standardware, aber wenigstens leidlich interessant. Dennoch: vom Regisseur von "Tell me something" hätte ich wesentlich mehr erwartet. Im Speziellen auch: mehr Gore (bzw. überhaupt irgendwelchen...) und weniger Längen. Insgesamt nur Mittelmaß, irgendein Film eben, den man schnell wieder vergißt.
Dominic Saxl
sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt
OOOOO.....
13.08.2005, 12:24
 

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